Ereignisreiche Wochen liegen hinter den Aktiven und Verantwortlichen der Güstrow Torros. Nach dem gelungenen Auftakt mit dem zweiten Platz beim Titelverteidiger Cloppenburg Fighters mussten die Torros Anfang Mai im brandenburgischen Wolfslake antreten und sollten eine Woche später zum nächsten Rennen ins bayrische Olching reisen.

Das Rennen in Wolfslake wurde ein großer Erfolg. Erstmals seit 2015 konnte das Team des MC Güstrow wieder einen Sieg im STC erringen. Ganz besonders erfreulich ist an diesem Resultat, dass sich in ihm eine Entwicklung ausdrückt, hinter der eine kontinuierliche Nachwuchsarbeit steht. Seit einigen Jahren ist der Kader der Güstrow Torros konstant und mit Tobias Busch als Kapitän sowie den Junioren Lukas Baumann, Leon Arnheim und Ben Ernst wurde eine Mannschaft geformt, die sich nun mit sportlicher Leistung belohnt.

Allerdings musste hinter den Kulissen noch kräftig vor diesem Rennen gearbeitet werden. Beim Bundesligalauf am 4. Mai in Stralsund stürzte Lukas Baumann als er ausgerechnet auf Ben Ernst auffuhr. Die beiden Teamchefs der Torros Hannes Heider und Maurice Mörke suchten schnell nach Ersatz für das Rennen am nächsten Tag und fanden dank der Unterstützung der Cloppenburg Fighters mit Lukas Fienhage einen Gaststarter.

Alle vier Fahrer der Torros zeigten am 5. Mai in Wolfslake eine tolle Leistung und konnten schon vor den Finalläufen den Sieg perfekt machen. Das Gefühl des Triumphes wurde nur durch das Fehlen eines Mannschaftsmitgliedes getrübt, aber auch das ist eine Indiz für den funktionierenden Teamgeist und mit dem Erfolg vor dem MSC Olching, den Black Forest Eagles sowie dem einheimischen Wolfspack übernehmen die Torros die Tabellenführung.

Auch eine Woche später liefen die Telefone heiß. Die Wettervorhersagen für Olching besagten nichts Gutes und nachdem am Sonnabend schon der dortige Bayerncup gestrichen werden musste, entschlossen sich die Organisatoren aus Sicherheitsgründen schon am Nachmittag vor dem Rennen am Sonntag den STC abzusagen. Während Tobias Busch und Ben Ernst die Nachricht erreichte, als sie in Diedenbergen auf den Beginn des Bundesligarennens warteten, war Leon Arnheim unterwegs und musste unverrichteter Dinge umdrehen. Das Rennen in Olching wird voraussichtlich im Herbst nachgeholt.

„Über diesen tollen Einstand in die Saison freuen wir uns natürlich sehr, weil er die Entwicklung der letzten Jahre unterstreicht“, bekräftigt Teamchef Maurice Mörke. „Auch wenn unser Heimrennen am 1. September noch weit hin ist, hoffen wir, diese Performance für die Saison zu halten.“