Stralsunder holen bei den Landeseinzelmeisterschaften in Malchow neun Titel

Der TSV 1860 Stralsund greift wieder an. 2016 stand die Abteilung Gewichtheben am Wendepunkt. Wie die Ostseezeitung damals noch schrieb, drohte den Stralsundern das sportliche Aus. Drei Jahre später geht es wieder voran. So wollen es sich die Schwerathleten seit langem wieder im Ligabetrieb beweisen – und das mit gleich zwei Mannschaften, ab November in der Landesliga. Grund dafür sind nicht nur die internationalen Erfolge der drei Größen Damme, Barth und Klingschat. Auch die Rückkehr einiger Masters-Athleten nach mehrjähriger Pause sowie die wieder erstarkende Nachwuchsarbeit haben den einstigen Bundesligisten neues Selbstvertrauen gegeben.

Die Gewichtheber des TSV 1860 Stralsund holten 2019 neun Landesmeistertitel. Foto: privat

Die Gewichtheber des TSV 1860 Stralsund holten 2019 neun Landesmeistertitel. Foto: privat

Gerade erst überzeugten die Eisenmänner und -frauen bei den Landeseinzelmeisterschaften Mitte September in Malchow. Die neun TSVler konnten sich allesamt gegen die Konkurrenz aus Schwerin, Rostock, Herrnburg und Malchow durchsetzen und in der jeweiligen Alters- bzw. Gewichtsklasse den Titel holen.

Den Anfang machte Lene Köpcke mit persönlicher Bestleistung (Reißen 43kg/Stoßen 57kg) in der Klasse der Schüler. Das brachte ihr auch gleich noch den Pokal in der Gesamtwertung ihrer AK ein.

Annett Damme (R 53kg / St 69kg) und Heike Junghans (R 57kg / St 69 kg) siegten bei den Frauen der AK Masters. Damme, die sich ebenso den Gesamtsieg bei den Frauen holte, war vier Wochen zuvor noch bei den Weltmeisterschaften in Montreal angetreten. In der kanadischen Millionenstadt sicherte sich die Dabelerin Bronze hinter den Amerikanerinnen Michelle Picking und Shari Ruelas.

Bei den Masters der Männer gingen Martin Strobel (R 65kg / St 70kg), Steffen Nikula ((R102 / St 125kg), David Ganek (R 69kg / St 78kg), Ronny Junghans (R 100kg / St 122kg), Ralf Klingschat (R 80kg / St 100kg) und Harry Barth (R 75kg / 100kg) an die Langhantel. Nach stabilen Wettkämpfen holten schließlich alle sechs Eisenmänner einen Titel. Den Pokal in der Gesamtwertung sicherte sich Harry Barth – seineszeichens seit 20 Jahren ungeschlagener Deutscher Meister. Als WM-Titelverteidiger war er in Montreal leider nicht dabei. Teamkollege Klingschat dagegen schon. Für den 53-Jährigen lief es bei den World Masters Weightlifting Championships aber nicht wirklich rund. Nach Platz vier im Vorjahr musste er sich dieses Mal wegen muskulärer Probleme sowie einer Neuordnung der Gewichtsklassen mit Platz 7 begnügen.

Der TSV 1860 Stralsund ist wieder gut aufgestellt. Mit jeder Menge nationaler und internationaler Medaillen im Gepäck kann das Comeback im Ligabetrieb beginnen. Im Team dabei sind übrigens auch die beiden Heber Thomas Bunge und Torben Dahms, die in Malchow verletzungsbedingt zuschauen mussten.

red