Vom 15.-20.08.2018 fand in Aigle/Schweiz, die Radsport- Bahnweltmeisterschaft der weiblichen und mĂ€nnlichen Juniorenklasse statt. Lea Sophie Friedrich vom RST Dassow ist nach dem Gewinn von zwei Silber- und einer Bronzemedaille bei der WM 2017, fĂŒr den Bund Deutscher Radfahrer, als Favoritin fĂŒr den weiblichen Kurzzeitbereich an den Start gegangen.

4 x Gold bei Junioren-WM fĂŒr Lea Sophie Friedrich. FOTO: RST Dassow

Die WM begann am Mittwoch fĂŒr die weibliche U19, mit dem Teamsprint. Lea Sophie konnte mit ihren Partnerinnen, Emma Götz aus Erfurt und Alessa Pröpster aus Kaiserslautern, beide VorlĂ€ufe souverĂ€n beherrschen und sich auch im Endlauf mit 3/10 Sek Vorsprung gegen die starken Chinesinnen durchsetzen.

Am zweiten Tag stand fĂŒr die Juniorinnen der Sprint auf dem Programm. Lea Sophie fuhr mit einer Zeit von 10,969 Sek ĂŒber die 200m fliegend in der Sprintqualifikation, als einzige unter 11,00 Sek. Lea konnte alle SprintlĂ€ufe sicher fĂŒr sich entscheiden und ließ im Finale, der Chinesin HU Liafang in zwei GewinnlĂ€ufen keine Chance und konnte ihren zweiten Weltmeistertittel gewinnen.

Am Sonnabend stand das 500m Zeitfahren auf dem Programm. Schon in der Qualifikation schockte die schnelle Dassowerin die Konkurrenz, sie fuhr mit 33,922 Sek einen neuen Weltrekord. Im Finallauf konnte Lea Sophie ebenfalls sicher die beste Zeit fahren und die Russin Iana Tyshenko mit 6/10 Vorsprung sicher auf Platz zwei verweisen.

Am letzten Tag stand fĂŒr die weibliche Klasse das Keirinrennen auf dem Programm, im entscheidenden Finale demonstrierte Lea Sophie nochmal ihre Überlegenheit und distanzierte ihre Gegner um fast 10 m. Platz zwei belegte die Polin Nikola Sibiak, die zwei Runden vor dem Ziel das Feld der sechs Finalteilnehmerinnen mit einem Vorstoß ĂŒberraschte, aber zum Schluss von der schnellen Dassowerin noch sicher ĂŒberspurtet wurde, Platz drei ging an die Russin Iana Tyshenko.

Mit dem Gewinn von vier Goldmedaillen war Lea Sophie Friedrich die erfolgreichste Teilnehmerin der Juniorenweltmeisterschaft 2018 und wird auch ab dem kommenden Jahr, wenn sie in die Frauenklasse wechselt, bei der Vergabe der StartplÀtze bei den Weltmeisterschaften und bei Olympia 2020, ein Wörtchen mitzureden haben.

Vita: Lea Sophie macht eine Ausbildung bei der Bundespolizei in Kienbaum und ist durch die Zugehörigkeit zur Sportfördergruppe der Bundespolizei ein Großteil des Jahres fĂŒr das Training freigestellt. Sie trainiert seit 2013 am BundesstĂŒtzpunkt in Schwerin, startet aber fĂŒr den RST Dassow. Von 2013- 2017 wurde sie von Erich Eichberg trainiert, ab 2018 ist sie in der Trainingsgruppe von Ronald Grimm.  Von Eichberg wird sie in dessen Funktion als Landestrainer am Leistungszentrum in Schwerin und Vereinsvorsitzender des RST aber teilweise weiterhin betreut.

 

Text: Erich Eichberg, Vereinsvorsitzender des RST Dassow