Ringerin Luisa Scheel vom SV Warnemünde ist gestern Abend im Palla Pellicone in Lido di Ostia, einem Vorort von Rom, Junioren-Vize-Europameisterin geworden. Im Finale der Gewichtsklasse bis 62 Kilogramm unterlag sie Birgul Soltanova aus Aserbaidschan äußerst knapp mit 3:4. Ihre U23-EM-Bronzemedaille vom März 2022 in Plowdiw hatte Luisa Scheel schon am Donnerstag veredelt, indem sie mit Punktsiegen über Mima Stoyanova Taneva (Bulgarien/7:1), Wiktoria Staneta aus Polen (7:4) und die Kroatin Iva Geris (5:0) das „Gold Medal Match“ erreichte.

Sie tat dies unheimlich cool, in sich ruhend, unerschütterlich, mit ihrer ganzen Körpersprache ausstrahlend: Mir kann hier doch gar nichts passieren. „Ich bin megahappy und sehr, sehr dankbar, dass iches ins Finale geschafft habe“, hatte sie anschließend gesagt und hinzugefügt: „Ich habe hart darauf hingearbeitet und bin froh, dass ich mich so belohnen konnte und sogar um den Titel ringen durfte. Luisa kann irre stolz auf sich sein, es war eine Wahnsinnsleistung, und die Medaille kann ihr keiner mehr nehmen. Sie wird uns noch ganz viel Freude bereiten.“ Mit zwei Siegen und zwei Niederlagen hat sich Rebekka March, ebenfalls SV Warnemünde, auf den 5. Platz gekämpft.