Martin Smolinski holt den Schildb├╝rgerpokal nach Deutschland

Ein Wehselbad der Gef├╝hle durchlebten die 1200 Besucher der 16. Auflage des Speedwayrennens um den Schildb├╝rgerpokal in der Teterower Bergring-Arena.21 Stahlschuhpiloten aus 9 Nationen rollten unter Flutlicht, aufgeteilt in vier F├╝nfergruppen, an die Startb├Ąnder. Schon im Lauf 3 setzte Polens Jungstar Adrian Gala mit einer Zeit nahe am Bahnrekord ein Achtungszeichen auf der extrem schnellen Bahn. Aber auch die deutschen Hoffnungen Martin Smolinski und Kai Huckenbeck kamen mit Laufsiegen bestens ins Rennen.

Im Bild: Martin Smolinski (wei├čer Helm) – Foto: H.-W. Ruge

Leider zeigte sich nach zwei gefahrenen Durchg├Ąngen der Vorrunde, dass die nachmitt├Ąglichen Regeng├╝sse dem erst vor zwei Wochen komplett neu aufgebauten Bahnbelag doch arg zugesetzt hatten. Die Fahrer beklagten extremen Grip in den Kurven und so entschied die Jury den Rennablauf stark einzuk├╝rzen und auf Vierer- statt der geplanten Sechserfelder zu begrenzen. ÔÇťWir mu├čten im Interesse der Fahrergesundheit einen Kompromiss finden,der trotzdem f├╝r die Zuschauer eine Tagesentscheidung erm├ÂglichteÔÇť,begr├╝ndete DMSB-Schiedsrichter Bernd Sagert die nicht unumstrittene Entscheidung. Opfer dieser Regel├Ąnderung wurden leider auch zwei der deutschen Hoffnungstr├Ąger. Max Dilger musste punktgleich mit dem Gruppensieger genauso passen wie Kai Huckenbeck, dem letztlich ein Punkt zum Halbfinaleinzug fehlte. Lukas Baumann war nach einer Diqualifikation als Abbruchverursacher ohnehin chancenlos.

Im ersten Halbfinale setzte sich dann der polnische Teamweltmeister Pavel Hlib souver├Ąn mit einem Start-Ziel-Sieg durch. F├╝r Jubel bei den Fans sorgte der siebenfache Deutsche Meister Martin Smolinski,der mit zwei resoluten Attacken auf den Polen Miroslaw Jablonski ebenfalls den Finaleinzug perfekt machte.┬á Im zweiten Halbfinale profitierten die beiden Tschechen Zdenek Holub und Ondrej Smetana vom Ausfall des klar f├╝hrenden Pechvogels Adrian Gala in der Schlussrunde.

Das Finale war dann eine einzige Jubelfahrt f├╝r den frischgebackenen Vater Martin Smolinski, der erneut mit viel Kampfgeist den Blitzstarter Zdenek Holub noch auf Platz zwei verwies und zum zweiten Mal in der 16-j├Ąhrigen Geschichte des Klassikers den Pokal nach Deutschland holte. ÔÇťIch bin sicherÔÇťdass die r├╝hrigen Teterower Verantwortlichen die heutigen Probleme bei der Generalprobe bis zum Deutschland-Grand-Prix am 31. August an gleicher Stelle in den Griff bekommen werdenÔÇť, so der strahlende Sieger.

Text: Hans-Werner Ruge

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