Am Sonntag geht der Rostocker bei Ironman 70.3 St. Pölten ins Rennen – Auf den Wettkampf in Niederösterreich folgt die Challenge-Championship Samorin

Michael Raelert im Wettkampf bei seinem Gewinn des Müritz-Triathlons im Sommer 2017. FOTO: © Raelert-Brothers

St. Pölten. Die Raelert-Brothers freuen sich auf den ersten großen Saisonwettkampf. Am Sonntag eröffnet Michael Raelert in Niederösterreich die Triathlonsaison 2018 für die beiden Rostocker Brüder. Bei dem traditionsreichen Ironman 70.3 gehört der amtierende Europameister auf dieser Distanz zu den Mitfavoriten. „Nachdem ich in St. George zuletzt nicht dabei sein konnte, freue ich mich nun, dass es am Sonntag losgeht“, sagt Michael Raelert, der Anfang Mai bei der US-Meisterschaft in Utah wegen einer Wadenverhärtung kurzfristig passen musste. „Das Rennen in St. Pölten ist schnell und hart. Das ist genau die richtige Belastungsprobe für mich.“ Eine Woche danach möchte Michael Raelert nach Platz drei im Vorjahr bei der Challenge-Championship in Samorin antreten.

In den vergangenen Wochen hat sich Michael Raelert gezielt auf den Wettkampf am Sonntag vorbereitet. In der norddeutschen Heimat und zu Beginn des Jahres auf Lanzarote legte er die Grundlagen für das neue Wettkampfjahr. Jetzt steht der erste Test an. „Es ist immer schwer zu sagen, was genau man erwarten kann in so einem ersten Wettkampf. Für mich gilt aber, dass ich das Beste herausholen möchte. Ich hatte mich schon gut auf die North American Pro Championship in St. George vorbereitet, und ich denke, darauf kann ich jetzt aufbauen für St. Pölten und Samorin.“

In St. Pölten sieht sich Michael Raelert am Sonntag einigen starken Athleten gegenüber, die insbesondere auf der Ironman-70.3-Distanz von Beginn an für Tempo sorgen werden. „Ich gehe davon aus, dass Lukasz Wojt versuchen wird, uns gleich alle abzuhängen“, sagt Michael Raelert mit Blick auf den Eliteschwimmer aus Würzburg, der punktuell Triathlonrennen bestreitet. „Es wird sicher sehr schnell zugehen.“ Vorne zu erwarten sein werden zudem frühzeitig der Schweizer Ruedi Wild, die Deutschen Johann Ackermann und Christian Kramer, Will Clarke (Großbritannien), der Italiener Giulio Molinari sowie auch der Österreicher Paul Reitmayer, dessen Landsmänner Thomas Steger und Michael Weiss auf dem Rad Boden gut machen werden. Beim Laufen ist zudem mit dem Russen Artem Parienko zu rechnen. „Es wird sicherlich kein langsames Rennen“, sagt Michael Raelert, auch wenn ein weiterer starker Konkurrent noch nicht in St. Pölten dabei sein wird. Andreas Raelert wird nach zwei erfolgreichen Saisonrennen im regionalen Umfeld seinen ersten internationalen Triathlonwettkampf im Juni bestreiten. Der Ironman 70.3 am Sonntag ist für die Raelert-Brothers klar auf den Start von Michael Raelert im Vorfeld der Challenge-Championship Samorin ausgerichtet.

„Endlich geht die Saison los“, sagt Michael Raelert. „Ich bin unheimlich aufgeregt. Ich glaube, dass ich im Schwimmen auf einem hohen Niveau bin und dadurch eine gute Ausgangsposition haben kann, wenn es auf dem Rad zur Sache geht. Die Form insgesamt passt. Aber Training und Wettkampf auf höchstem Niveau sind immer zwei unterschiedliche Dinge.“ Der Rostocker wird am Sonntag alles daran setzen, mit einem guten Ergebnis ein erfolgreiches Triathlonjahr 2018 für die Raelert-Brothers einzuläuten.


Raelert Brothers kompakt

Das schnellste Brüderpaar der Welt im Kurzportrait:

Andreas Raelert ist der zweitschnellste Athlet der Welt auf der Ironman-Distanz. Fünf Jahre lang hielt er die am 10. Juli 2011 aufgestellte Weltbestzeit – der Rostocker gewann die Challenge Roth in 7:41:33 Stunden. Nach einer erfolgreichen Karriere auf der Olympischen Distanz mit dem sechsten Platz bei den Olympischen Spielen 2004 in Athen und Platz 12 bei den Spielen 2000 in Sydney wechselte er im Jahr 2008 auf die Langstrecke. Andreas Raelert gewann den Ironman Arizona 2008 auf Anhieb, 2009 wurde er bei seiner Premiere Dritter des legendären Ironman Hawaii. 2010 gewann er die Ironman-Europameisterschaft in Frankfurt und wurde Zweiter der Ironman-Weltmeisterschaft auf Hawaii. 2011 gewann er die Challenge Roth mit Weltbestzeit auf dem Rad (4:11:43 Stunden) – und wurde erneut Dritter auf Hawaii. 2012 wurde er bei der Challenge Kraichgau ETU-Europameister auf der Mitteldistanz und erneut Vizeweltmeister auf Hawaii. In der Saison 2013 gewann er den Ironman Austria und den Ironman 70.3 New Orleans. 2014 gewann er den Mitteldistanz-Triathlon in Gdynia, beim Thomas Cook Ironman 70.3 Mallorca und bei der Ironman North American Championship Mont-Tremblant belegte er jeweils Rang drei. In der Saison 2015 gab es Platz zwei bei der EM im Ironman 70.3, Rang drei bei der Ironman 70.3 North American Championship in St. George sowie Siege beim Vierlanden-Triathlon und beim Müritz-Triathlon. Beim Ironman Hawaii wurde er zum Abschluss der Saison Vizeweltmeister. Andreas Raelert wurde am 11. August 1976 geboren.

Michael Raelert ist der schnellste Athlet auf der Ironman-70.3-Distanz. Seit dem 14. November 2009 hält der gebürtige Rostocker die Weltbestzeit – er gewann die Weltmeisterschaft in Clearwater in 3:34:04 Stunden. Der zweimalige Deutsche Meister auf der Olympischen Distanz (2005/2008) wechselte 2009 auf die Ironman-70.3-Distanz und blieb auf dieser Strecke mehr als ein Jahr lang ungeschlagen. 2010 schaffte er das Double: den Gewinn der Europa- und Weltmeisterschaft im Ironman 70.3. Beim Ironman Regensburg 2012 gab er sein Ironman-Debüt und wurde Zweiter. In Wiesbaden gewann er 2012 erneut den Titel des Europameisters im Ironman 70.3. 2013 gewann er den Ironman 70.3 Berlin. Er gewann 2014 den Ironman 70.3 Rügen, den Ironman 70.3 Miami, den Ironman 70.3 Mandurah, den Ironman 70.3 Ballarat sowie die Challenge Bahrain und wurde Dritter der Challenge Walchsee-Kaiserwinkl. Das Jahr 2015 begann er mit Rang drei bei der Challenge Dubai, Rang zwei bei der Challenge Heilbronn und einem Sieg beim Linztriathlon, es folgte Platz zwei bei der Challenge Heilbronn und Siege beim Ironman 70.3 Rügen, beim Ironman 70.3 Miami, beim Frankfurter City-Triathlon und beim Laguna Phuket Triathlon. Bei der WM im Ironman 70.3 wurde er Fünfter. 2016 gewann der den Laguna Phuket Triathlon und wurde Zweiter beim Ironman 70.3 Thailand. In die Saison 2017 startete er mit einem Sieg beim Bangsaen Triathlon in Bangkok und gewann zum dritten Mal in seiner Karriere die Europameisterschaft im Ironman 70.3. Michael Raelert wurde am 29. August 1980 geboren.

Die Raelert-Brothers unterstützen die Initiative Mike Möwenherz, die sich in ihrer Heimatstadt Rostock für die Pflege schwerstkranker Kinder im häuslichen Umfeld engagiert. Unter anderem hat Michael Raelert sein Ironman-Debüt im Sommer 2012 Regensburg dem Projekt Mike Möwenherz gewidmet.

 

Quelle: PM Team Raelert-Brothers