Michael Raelert kann den Ironman in Südafrika trotz zwischenzeitlicher Führung nicht beenden – Gratulation an den Sieger Kyle Buckingham

Port Elizabeth. Einen gebrauchten Tag erlebte Michael Raelert beim Ironman Südafrika. Nach solidier Schwimmleistung fordern Witterung und Streckenprofil auf dem Radkurs zusehends Tribut „Die ersten eineinhalb Rennstunden war ich super zuversichtlich, dann ging bei mir die Kurve aber plötzlich und rapide bergab“, sagte der Rostocker. Unterkühlt und entkräftet stellte Michael Raelert sein Rad nach etwa 5:14 Stunden Renndauer in der zweiten Wechselzone ab und beendete das Rennen vorzeitig. Währenddessen entbrannte ein wahrer Krimi bei der Abschlussdisziplin. Kyle Buckingham setzte sich letztlich im Marathon mit weniger als 20 Sekunden Vorsprung auf seinen Landsmann Bradley Weiss durch und gewann das Rennen nach 7:16:31 Stunden.

Michael Raelert in Vorbereitung auf den Ironman Südafrika (Foto: Raelert-Brothers)

Der Tag begann mit einer auf Grund der Witterungsbedingungen auf 700m stark verkürzten Schwimmstrecke. Hier blieben die Athleten verhältnismäßig dicht beisammen. Bei hohem Wellengang beendete Michael die Auftaktdisziplin als Achter, mit nur wenigen Sekunden Rückstand auf die Spitze „Das Schwimmen war ziemlich herausfordernd, besonders die Orientierung ist bei hohem Wellengang schwierig“, berichtete Michael Raelert im Anschluss. Nach schnellem Wechsel verließ der Rostocker bereits als Viertplatzierter die Wechselzone.

Nicht nur beim Schwimmen, auch auf dem Rad zeigte das südafrikanische Wetter seine raue Seite. Starker Wind, Regen und kühle Temperaturen forderten die Athleten. Michael Raelert konnte in der ersten von zwei Radrunden dem Rennen noch seinen Stempel aufdrücken, konnte dann aber der Spitzengruppe nicht mehr folgen „Ich habe mich anfangs toll gefühlt, habe das Rennen bewusst von vorne gestaltet und konnte mich so ganz auf mich konzentrieren“, sagte der Rostocker, „Nach etwa 65 Kilometern war ich dann aber so ausgekühlt, dass ich weder mein eigenes Tempo noch die Führungsgruppe halten konnte“. An der Spitze des Rennens bliebt das Tempo hoch, die Gruppe verkleinerte sich. Jesper Svensson stellte sein Rad als erster wieder ab, gefolgt von Joe Skipper. Binnen 30 Sekunden fuhren neben Nils Frommhold auch die Südafrikaner Kyle Buckingham, Bradley Weiss und Matt Trautman in die Wechselzone.

Diese drei bestimmten von da an auch maßgeblich das Geschehen im Marathon und formierten letztlich das rein südafrikanische Podium in dieser Reihenfolge. „Ich bin unheimlich enttäuscht“, sagte Michael Raelert nach dem Rennen, „das waren schwierige Bedingungen, aber die haben alle Athleten. Ich hätte mir hier mehr Widerstandsfähigkeit, aber vor allem schon weit mehr Reserven gewünscht, diese eigentlich erwartet.“

Text: Team Raelert-Brothers