Die deutschen Bob-, Skeleton- und Rodel-Asse mit großen Erfolgen vor Pyeongchang

Nur noch knapp drei Wochen bis zu den 23. Olympischen Winterspielen in Pyeongchang, die am 9. Februar beginnen und dann bis zum 25. Februar dauern werden.

M.Jamanka/A.Drazek in Aktion. Foto: BSD/Sportpresse Reker

Zwischen Bob-Bahnen…

Im Bobsport steht bereits das Weltcup-Finale der olympischen Saison 2017/18 vom 19.Januar bis 21.Januar am Königssee auf der Agenda. Von Mitte November 2017 bis Ende Januar 2018 wetteiferten die besten Bobfahrerinnen und Bobfahrer der Welt, in Lake Placid, in Park City, in Whistler, in Winterberg, in Igls, in Altenberg bzw. in Sankt Moritz, um den Erfolg in der Weltcup-Gesamtwertung. Zugleich ging es auch darum, das sportliche Selbstvertrauen in Richtung Pyeongchang zu stärken.

Von den 21 Weltcup-Siegen 2017/18 erkämpften die deutschen Bob-Asse allein 11 (dazu 6 x Silber, 10 x Bronze). Damit sind die deutschen Bob-Teams für Winter-Olympia 2018 favorisiert und sollten den Makel von Sotschi 2014, als die deutschen Bob-Mannschaften ohne Edelmetall blieben, in Pyeongchang „beseitigen“.

Stark präsentierten sich 2017/18 zudem die Bob-Teams aus Kanada (5 x Gold, 7 x Silber, 2 x Bronze) und den USA (3 x Gold, 7 x Silber, 4 x Bronze). Zu Podesträngen im Bob-Weltcup 2017/18 kamen ebenfalls die Schweiz (1 x Gold, 1 x Bronze), Russland (1 x Gold), Lettland (3 x Bronze) und Großbritannien (1 x Bronze).

In den Gesamt-Wertungen im Bob-Weltcup 2017/18 führen vor dem Saison-Finale am Königssee vom 20.Januar bis 21.Januar im Frauen-Zweier Kaillie Humphries (Kanada) vor Elana Meyers Taylor (USA) bzw. Mariama Jamanka (Deutschland), im Herren-Zweier Justin Kripps (Kanada) vor Francesco Friedrich (Deutschland) bzw. Chris Spring (Kanada) und im Vierer Johannes Lochner vor Francesco Friedrich bzw. Justin Kripps (Kanada).

Die olympischen Entscheidungen im Bobsport 2018 sind dann am 19.Februar (Herren-Zweier), am 21.Februar (Frauen-Zweier) und am 25.Februar (Vierer). Die meisten olympischen Goldmedaillen in der Geschichte des Bobsportes, der seit 1924 im olympischen Programm ist (für Frauen seit 2002), erkämpften deutsche Bob-Asse mit 16. Dahinter folgen die Schweiz (9), die USA (7), Italien bzw. Kanada (jeweils 4), die Sowjetunion/Russland (3) bzw. Österreich und Großbritannien (je einen). Aus M-V-Sicht gab es 4 x Gold, 3 x Bronze, so für den Rüganer Meinhard Nehmer 1976-1980 mit 3 x Gold, 1 x Bronze, für den gebürtigen Stralsunder Carsten Embach 1994-2002 mit 1 x Gold, 1 x Bronze und für den gebürtigen Neubrandenburger Ulf Hielscher 1994 mit 1 x Bronze.

…über die Skeleton-Schlitten…

Auch im Skeleton-Sport geht es am dritten Januar-Wochenende in das Weltcup-Finale am Königssee. Sieben Entscheidungen im Weltcup 2017/18 wurden im Skeleton ausgetragen und sieben Länder erkämpften Edelmetall, so Südkorea (5 x Gold, 2 x Silber), Deutschland (3 x Gold, 4 x Silber, 5 x Bronze), Russland (2 x Gold, 2 x Silber, 3 x Bronze), Lettland (2 x Gold, 2 x Silber, 2 x Bronze), Österreich (2 x Gold), Kanada (4 x Silber, 3 x Bronze) und Großbritannien (1 x Bronze).

Im Weltcup-Gesamt-Ranking 2017/18  führt im Skeleton bei den Frauen Jacqueline Lölling (Deutschland) vor Elisabeth Vathje (Kanada) bzw. Tina Hermann (Deutschland) und bei den Herren Sung-bin Yun (Südkorea) vor Martins Dukurs (Lettland) bzw. Axel Jungk (Deutschland).

Die olympischen Konkurrenzen 2018 folgen am 16.Februar (Herren) und am 17.Februar (Frauen). Die bisherigen Olympiasiege im Skeleton (1928 für Herren, 1948 für Herren und seit 2002 für Damen bzw. Herren) schafften die USA (3), Großbritannien bzw. Kanada (je einen) sowie Russland, die Schweiz und Italien (je einen). Aus deutschem Blickwinkel gab es im olympischen Skeleton bis dato 1 x Silber, 1 x Bronze. Der gebürtige Teterower Sandro Stielicke wurde bei den Winterspielen 2010 bei den Herren Zehnter, zudem belegte er Rang zwei (2010/11) und Rang drei (2009/10) im Gesamt-Weltcup.

…bis hin zu den Rennrodel-Konkurrenzen

Weltcup 2017 in Oberhof

Weltcup 2017 in Oberhof – Fotocredit: BSD/Reker

Während die Skeleton- und Bob-Asse am dritten Januar-Wochenende ihre Weltcup-Finals am Königssee haben, müssen die Rodlerinnen bzw. Rodler noch zwei Weltcup-Stationen vor Pyeongchang absolvieren – in Lillehammer am 20./21.Januar und in Shigulda (gleichzeitig EM und Weltcup-Finale) am 27./28.Januar.

Sieben Länder errodelten 2017/18 die Weltcup-Podeste zwischen November 2017 und Januar 2018 in Igls, in Winterberg, in Altenberg, in Calgary, in Lake Placid, am Königssee und in Oberhof: Deutschland (25 x Gold, 11 x Silber, 17 x Bronze), Österreich (2 x Gold, 7 x Silber, 5 x Bronze), Russland (2 x Gold, 4 x Silber, 3 x Bronze), die USA (1 x Gold, 2 x Silber, 3 x Bronze), Kanada (6 x Silber, 2 x Bronze) und Lettland (1 x Silber, 1 x Bronze).

Damit sind die deutschen Rodlerinnen und Rodler für die Winterspiele 2018 klar favorisiert. Seit 1964 ist Rennrodeln im olympischen Programm, wobei 44 Goldmedaillen vergeben worden, so an deutsche Rodel-Asse (31 x Gold), Italien (7 x Gold), Österreich (5 x Gold) und Lettland (seinerzeit, 1980, noch Lettische SSR, 1 x Gold). Die USA konnten bis dato 5 Olympia-Medaillen im Rennrodeln erringen.

Aus M-V-Blickwinkel wurde bei olympischen Rodel-Konkurrenzen die spätere Wahl-Stralsunderin Ilse Geisler 1964 im Frauen-Einer Zweite und die spätere Wahl-Rostockerin Ute Rührold 1972 bzw. 1976 im Frauen-Einer jeweils Zweite. Die olympischen Entscheidungen im Rennrodeln 2018 sind am 11.Februar (Herren-Einzel), am 13.Februar (Frauen-Einzel), am 14.Februar (Doppelsitzer) und am 15.Februar (Team-Staffel).

In den Gesamtwertungen im Weltcup 2017/18 im Rennrodeln führen bei den Frauen Natalie Geisenberger vor Dajana Eitberger, Tatjana Hüfner (alle Deutschland) bzw. Alex Gough (Kanada), bei den Herren Felix Loch (Deutschland) vor Wolfgang Kindl (Österreich), Semjon Pawlitschenko (Russland) bzw. Johannes Ludwig (Deutschland) und bei den Doppelsitzern Toni Eggert/Sascha Benecken (Deutschland) vor Tobias Wendl/Tobias Arlt (Deutschland), Peter Penz/Georg Fischbach (Österreich) und Robin Geueke/David Gamm (Deutschland). In der Wertung zur Teamstaffel ist Deutschland auch vorn.

06.01.2018, Schönau am Königssee – Rennrodel-Weltcup: Natalie Geisenberger
Foto: Bob- und Schlittenverband für Deutschland/bsd / Wassmuth

Die erfolgreichste Rennrodlerin „aller Zeiten“ ist jetzt schon Natalie Geisenberger, die bei Olympia 2010-2014 zweimal Gold, einmal Bronze, bei den WM 2008-2016 siebenmal Gold, viermal Silber, einmal Bronze und bei den EM 2008-2017 fünfmal Gold, einmal Silber erkämpfte sowie jeweils Erste 2013, 2014, 2015, 2016 bzw. 2017 im Gesamt-Weltcup wurde  – und auch in Pyeongchang gute Medaillen-Chancen hat.

Übrigens: Der „Mister Rennrodeln“, Georg Hackl, schaffte bei seinen Olympiastarts zwischen 1988 und 2002 im Herren-Einsitzer dreimal Gold, zweimal Silber – eine einmalige Leistung…

 


 

Rückblick auf die vorolympische Rodel-Saison 2016/17

Am letzten Februar-Wochenende 2017 fand in Altenberg (nach Winterberg, Lake Placid, Whistler, Park City, Königssee, Sigulda, Oberhof und Pyeongchang) die neunte bzw. letzte Station des Rennrodel-Weltcups 2016/17 statt, also das Weltcup-Finale.

Dort „fuhren“ dann die deutschen Rodlerinnen bzw. Rodler mit der internationalen Konkurrenz noch einmal „“Schlitten… Im Doppelsitzer gewannen Toni Eggert/Sascha Benecken vor Matt Mortensen/Jayson Terdiman (USA) bzw. Robin Johannes Geueke/David Gamm. Bei den Frauen jubelte Natalie Geisenberger vor Tatjana Hüfner bzw. Dajana Eitberger. In der Teamstaffel kam die deutsche Mannschaft auf Rang eins vor Lettland bzw. Russland. Im Herren-Einzel triumphierte allerdings der Russe Roman Repilov. Dahinter folgten Felix Loch und Johannes Ludwig.

Die Gesamt-Weltcups gingen 2017 an Natalie Geisenberger (Frauen), Toni Eggert/Sascha Benecken (Doppelsitzer), Roman Repilov (Herren) und die deutsche Mannschaft in der Team-Staffel.

28 x deutsche Rodlerinnen und Rodler vorn

45 Weltcup-Entscheidungen wurden an den neun erwähnten Weltcup-Orten 2016/17 ausgerodelt – und Deutschland erkämpfte dabei 28 x Gold, 20 x Silber, 25 x Bronze. Weiterhin dominiert Schwarz-Rot-Gold also die Rodel-Welt. Die restlichen Weltcup-Plaketten teilten sich Russland (9 x Gold, 10 x Silber, 4 x Bronze), die USA (4 x Gold, 6 x Silber, 2 x Bronze), Kanada (2 x Gold, 1 x Silber, 3 x Bronze), Italien (2 x Gold, 2 x Bronze), Österreich (4 x Silber, 6 x Bronze) und Lettland (4 x Silber, 3 x Bronze).

Ende Januar 2017 gab es noch die Rennrodeln-WM in Innsbruck-Igls, bei der Deutschland mit 4 x Gold, 1 x Silber, 3 x Bronze am erfolgreichsten war. Österreich (2 x Gold, 1 x Silber), die USA (1 x Gold, 2 x Silber), Russland (2 x Silber, 1 x Bronze), die Schweiz (1 x Silber), Italien (2 x Bronze) und Kanada (1 x Bronze).

WM-Gold erkämpften Wolfgang Kindl (Österreich, Herren-Sprint und Herren-Einsitzer), Erin Hamlin (USA, Damen-Sprint), Tatjana Hüfner (Damen-Einsitzer), Tobias Wendl/Tobias Arlt (Doppelsitzer-Sprint), Toni Eggert/Sascha Benecken (Doppelsitzer) und Tatjana Hüfner, Johannes Ludwig sowie Toni Eggert/Sascha Benecken in der Team-Staffel.

Zurückgeblickt auch auf die Bob- und Skeleton-WM 2017

Mit den Bob- und Skeleton-Schlitten ging es vor elf Monaten, zwischen dem 17.Februar 2017 und dem 26.Februar 2017, am Königssee weltmeisterlich zu und die schwarz-rot-goldenen Schlitten „räumten“ dort „medaillentechnisch“ herausragend „ab“.

Bereits das erste WM-Wochenende sehr erfolgreich

Nachdem bereits das erste WM-Schlitten-Wochenende vom 17.Februar bis 19.Februar für Schwarz-Rot-Gold sehr erfolgreich verlief, folgten am zweiten WM-Wochenende vom 24.Februar bis 26.Februar weitere Medaillen.

Die ersten drei WM-Entscheidungen am Königssee im Herren-Zweier-Bob, im Frauen-Bob und im Team-Wettbewerb Bob/Skeleton sorgten aus deutschem Blickwinkel bereits für einige Freude. So gab es zweimal Gold, einmal Silber und einmal Bronze aus deutscher Sicht.

Herren-Zweier-Bob und das Bob-Skeleton-Team mit WM-Gold

Francesco Friedrich/Thorsten Margis jubelten über Gold im Herren-Zweier und die Mannschaft Bob/Skeleton Deutschland I (Johannes Lochner, Christian Rasp, Jacqueline Löllinger, Axel Jungk, Mariama Jamanka und Franziska Bertels) über den WM-Titel im Mannschaftswettkampf.

Mit Bronze im Herren-Zweier und Silber im Team-Wettbewerb gab es weiteres Edelmetall für die deutschen Starterinnen und Starter. Und auch die Bronzemedaille für die internationale Mannschaft in der Team-Entscheidung wurde massgeblich mit deutschen Schlitten errungen, unter anderem war das ambitionierte Skeleton-Talent Anna Fernstädt an der Bronzemedaille beteiligt.

USA mit Frauen-Zweier-Bob-Gold

Im Frauen-Zweier liess sich hingegen die USA mit Elana Meyers Taylor/Kehri Jones den Sieg nicht nehmen. Das deutsche Duo Mariama Jamanka/Annika Drazek belegte einen guten vierten Rang.

Alte Erfolgstraditionen nach wie vor „lebendig“

Der WM-Erfolg des Teams Bob/Skeleton setzte zudem eine deutsche Erfolgstradition fort. Bislang wurde der Team-Wettkampf Bob/Skeleton neunmal seit 2007 ausgetragen und siebenmal stand eine deutsche Mannschaft ganz oben. Die restlichen beiden Goldenen gingen an die USA.

Überhaupt ist Deutschland eine Bob- uns Skeleton-Schlitten-Nation.

Im Herren-Bobsport (seit 1930 WM) eroberten die Deutschen bis 2016 insgesamt 131 WM-Medaillen, darunter 48 x WM-Gold, und im Frauen-Bobsport (seit 2000 WM) holten deutsche Besatzungen bis 2016 insgesamt 20 WM-Medaillen, darunter 8 x WM-Gold.

Bob-Sportler aus Mecklenburg und aus Vorpommern sorgten – wie eingangs erwähnt –  auch schon für goldene Momente, so der Rüganer Meinhard Nehmer (Vierer-Olympiasiege 1976 bzw. 1980, Vierer-WM-Gold 1977), der gebürtige Neubrandenburger Ulf Hielscher (Vierer-WM-Gold 1995), der gebürtige Stralsunder Carsten Embach (Vierer-WM-Gold 1995, 1997, 2000 bzw. 2003, Vierer-Olympia-Gold 2002) und der gebürtige Anklamer Marko Hübenbecker (Vierer-WM-Gold 2013).

Auch im Skeleton einige WM-Erfolge aus deutscher Sicht

Und im Skeleton sammelten die deutschen Athletinnen und Athleten bei WM bis 2016 ebenfalls fleissig Medaillen, so bei den Frauen (WM seit 2000) bis 2016 insgesamt 11 WM-Medaillen, darunter 6 x Gold, und bei den Herren (WM seit 1982) bis 2016 insgesamt 9 WM-Medaillen, darunter 2 x Gold.

Der gebürtige Teterower und Skeleton-Sportler Sandro Stielicke wurde, wie angesprochen,  2009 am Königssee Junioren-Weltmeister, im Gesamt-Weltcup 2009/10 Dritter bzw. 2010/11 Zweiter und nahm 2010 an den Olympischen Winterspielen in Vancouver und in Whistler.

Die deutschen WM-Goldmedaillen im Frauen-Bereich sicherten sich bis 2016 Steffi Hanzlik (2000), Diana Sartor (2004), Anja Huber (2008), Marion Trott, verheiratete Thees (2009 bzw. 2011) bzw. Tina Hermann (2016) und im Herren-Bereich Willi Schneider (1998) bzw. Andy Böhme (2000). Und die deutschen Skeleton-Damen jubelten 2017 erneut…

Das zweite WM-Wochenende Bob/Skeleton am Königssee 2017

Wie sah es jedoch aktuell am zweiten WM-Wochenende, also vom 24.2.2017 bis 26.2.2017, bei den Entscheidungen am Königssee im Vierer-Bob, im Frauen-Skeleton und im Herren-Skeleton aus?! Das zweite Wochenende setzte hinter die erfolgreichen WM-Tage aus deutscher Sicht am Königssee noch einmal drei dicke und goldene Ausrufezeichen. Im Vierer-Bob fuhren die deutschen Bob-Teams von Francesco Friedrich und Johannes Lochner zeitgleich zu WM-Gold – ein historischer Bob-Moment. Bronze ging ebenfalls an Deutschland, an das Bob-Team von Nico Walter. Im Herren-Skeleton wurde Axel Jungk hinter Martins Dukurs aus Lettland Zweiter und im Frauen-Skeleton triumphierte Jacqueline Lölling vor Tina Hermann. Anna Fernstädt belegte einen ausgezeichneten vierten Rang.

Die Länderwertung der Bob- und Skeleton-WM 2017 am Königssee:

1. Deutschland: 5 x Gold, 3 x Silber, 2 x Bronze, 2 x Vierter, 1 x Fünfter, 1 x Sechster: 67 Punkte

2. Kanada: 2 x Silber, 1 x Fünfter, 3 x Sechster: 15 Punkte

3. USA: 1 x Gold, 1 x Bronze, 1 x Fünfter, 1 x Sechster: 14 Punkte

4. Lettland: 1 x Gold, 2 x Vierter, 1 x Sechster: 14 Punkte

5. Russland: 1 x Bronze, 2 x Vierter, 1 x Fünfter: 12 Punkte

6. Grossbritannien: 1 x Bronze: 4 Punkte

6. Internationales Team (mit maßgeblicher deutscher Beteiligung): 1 x Bronze: 4 Punkte

8. Belgien: 1 x Fünfter: 2 Punkte

8. Österreich: 1 x Fünfter: 2 Punkte

 


 

Im Fokus: Die erfolgreiche Schlittensportlerin Susi Erdmann

Eine der erfolgreichsten Schlittensportlerinnen der Welt, die sowohl mit dem Rodel- als auch Bob-Schlitten ausgezeichnet unterwegs war, ist Susi Erdmann, die am 29.Januar 2018 junge 50 wird. Die ausgezeichnete Athletin, die trotz persönlicher, sportlicher und gesundheitlicher Rückschläge nie aufgab und unbeirrt wie erfolgreich ihren Weg fortsetzte, kann auf eine einzigartige Erfolgsbilanz zurückblicken.

So gewann Susi Erdmann im Rennrodeln bei Olympia (1992-1994) einmal Silber, einmal Bronze, bei WM (1989-1996) siebenmal Gold, dreimal Silber, bei EM (1990-1998) sechsmal Gold, einmal Bronze und wurde Gesamt-Weltcup-Siegerin 1991 bzw. 1992. Mit dem Zweier-Bob kam sie dann bei Olympia 2002 zu Bronze, bei WM (2001-2004) zu zweimal Gold, einmal Bronze, bei den EM 2006 zu Bronze und belegte im Gesamt-Weltcup 2002 bzw. 2003 jeweils Rang eins.

In ihrer sportlichen Karriere startete die gebürtige Blankenburgerin für den ASK Vorwärts Oberhof bzw. WSV Oberhof, die SpVgg Unterhaching und den WSV Königssee.

 

Interview vom 17. Dezember 2009 für das damalige Online-Magazin „rostock-sport.de“

Susi Erdmann  sprach mit Marko Michels über die Höhepunkte ihrer sportlichen Karriere, ihre olympischen Teilnahmen bzw. Erfolge, das Rennrodeln bzw. den Bobsport allgemein und ihre persönliche Begeisterung für den Schlittensport

„Dass ich bei fünf Olympischen Winterspielen starten konnte, empfinde ich als großen Erfolg, als großes Glück…“

Frage: Frau Erdmann, nur es sind nur noch wenige Wochen bis zu den Olympischen Winterspielen in Vancouver. Sie, eine der vielseitigsten deutschen Schlittenfahrerinnen der jüngeren Geschichte, sind leider nicht mehr aktiv dabei. Bereuen Sie – jetzt kurz vor Vancouver – Ihren Entschluss von 2007, mit dem Leistungssport aufzuhören … Gibt es vielleicht noch ein gewisses „Kribbeln“, eventuell dieses „Eigentlich wäre ich gern auch noch einmal dabei!“?

Bob und Skeleton Weltcup Innsbruck/Igls
Damen Bob 1. Lauf
Susi Erdmann GER, Jahr 2006, Foto: bsd / s.krauß

Susi Erdmann: Nein, der Hochleistungssport ist für mich ein Lebensabschnitt, der für mich mittlerweile abgehakt ist. Ich konnte durch den Sport viel erleben, viele Erfolge feiern, aus Niederlagen lernen und nicht zuletzt viel Spass haben. Das ist aber nun Vergangenheit und ich richte den Blick nach vorn.

Natürlich verfolge ich im TV wichtige Entscheidungen mit meinen Nachfolgerinnen, aber es ist mittlerweile eine Distanz da. Dieses „Kribbeln“ selbst dabei zu sein, spüre ich nicht mehr. Damals, 2007, hätte ich mir ohnehin eine neue Anschieberin suchen müssen, mich noch einmal neu orientieren.

Das „Timing“ zum Aufhören war schon so richtig. Mal soll die Party ja bekanntlich verlassen, wenn sie auf dem Höhepunkt ist. Und bei mir  war es – nach fünf Olympischen Winterspielen (1992 in Albertville, 1994 in Lillehammer bzw. 1998 in Nagano jeweils im Rennrodeln und 2002 in Salt Lake City bzw. 2006 in Turin jeweils im Bobsport) – red. Anm.) in zwei unterschiedlichen Wintersportarten, was schon an sich einmalig ist – der richtige Zeitpunkt zum Aufhören.

Man wird ja letztendlich nicht jünger, die Athletik verbessert sich nicht gerade und dann nur um Platz fünf oder sechs mitzufahren, wäre nicht mein Anspruch gewesen. Aber keine Angst, dank meines Ehemannes Gerhard Plankensteiner, dem amtierenden Weltmeister im Doppelsitzer aus Italien, der auch in Vancouver teilnimmt, habe ich selbstverständlich engste Bindungen speziell zum Rennrodeln.

Frage: Sie selbst waren ungemein erfolgreich – sowohl im Rennrodeln als auch im Bobsport. Dreimal wurden Sie Weltmeisterin viermal Europameisterin im Damen-Einzel des Rennrodelns, im Bobsport wurden Sie dann u.a. auch zweimal Weltmeisterin. Eine atemberaubende Bilanz.

Zwischen 1992 und 2006 gab es dann noch Bronze und Silber in Albertville (1992) bzw. in Lillehammer (1994 / alles Rennrodeln) und Bronze in Salt Lake City (2002 / im Bobsport). Insgesamt konnten Sie neun WM-Titel erringen. Welcher Triumph war für Sie ein ganz besonderer? Welche Olympia-Teilnahme bleibt besonders innig in der Erinnerung?

Und: „Trauern“ Sie manchmal der entgangenen olympischen Goldmedaille nach, was angesichts Ihrer zahlreichen Erfolge – in 25 Jahren immer mindestens eine Medaille und noch viel mehr bei nationalen wie internationalen Großereignissen – eher „positiv provokant“ gemeint ist …

Susi Erdmann: Trauern um eine nicht gewonnene olympische Goldmedaille?! Absolut nicht. Dass ich bei fünf Olympischen Winterspielen starten konnte, empfinde ich als großen Erfolg, als großes Glück. Olympia ist so ungemein faszinierend und emotional intensiv, dass alle olympischen Starts besondere Höhepunkte meiner sportlichen Karriere waren.

Tja, alle Olympiastädte hatten ihre Besonderheiten, aber Lillehammer 1994 waren für mich die perfektesten Spiele. Sehr traditionell, sympathisch und natürlich. Keine bombastische Show-Veranstaltung, sondern Spiele wirklich für die Sportler und die Sportfans. Nichts war aufgesetzt, oberflächlich, sondern alles – von der Organisation bis zur Gastfreundschaft der Norwegerinnen und Norweger – kam von Herzen. Lillehammer sind für mich im Rückblick die vielleicht innigsten Spiele.

Nicht so angetan war ich hingegen von Albertville 1992 – die Spiele der weiten Wege, alle Wettkampfstätten lagen weit voneinander entfernt. In Nagano 1998 spielte zwar die Witterung nicht sonderlich mit, aber auch hier überwiegen die positiven Gefühle. Was Salt Lake City vier Jahre später betraf, so hatte ich da meine Bedenken. Nach den Terroranschlägen in New York und in Washington am 11.September 2001 sah es ja zunächst so aus, als könnten die Winterspiele in Salt Lake City gar nicht stattfinden.

Aber es war ein Glücksfall, dass sie dennoch dort stattfanden. Salt Lake City waren überraschend sehr, sehr gute Winterspiele mit hervorragenden Wettkampfstätten und großer Herzlichkeit der Gastgeber. Die Kontrollen waren verständlicherweise sehr restriktiv, aber letztendlich waren die Winterspiele in Salt Lake City enorm wichtig und richtig für die olympische Bewegung. Die letzten Spiele in Turin 2006 habe ich hingegen in nicht so guter Erinnerung. Das deutsche Bob-Team wohnte nicht einmal im olympischen Dorf, da fehlte mir die olympische Atmosphäre, das Zusammentreffen mit Athletinnen und Athleten anderer Sportarten, was ja den Reiz Olympischer Spiele ausmacht.

Aber alles in allem: Ich bin sehr, sehr glücklich über meine fünf olympischen Teilnahmen und 30 Jahre erfolgreichen Hochleistungssport.

Frage: Insbesondere das Rennrodeln ist seit Jahrzehnten eine deutsche Erfolgsgeschichte, insbesondere bei den Damen. Die „sportliche Langweile“ wurde nun im letzten Jahr durch die Amerikanerin Erin Hamlin „beseitigt“, die sich in Lake Placid den WM-Titel sicherte.

Wie schätzen Sie vor Vancouver das internationale Kräfteverhältnis im Rennrodeln ein? Werden die Nordamerikanerinnen und Nordamerika das deutsche Team herausfordern können? Wie ist Ihre Prognose für die Damen-Entscheidung im Bobsport?

Susi Erdmann: Bei allem Patriotismus und bei aller Freude über die Erfolge der deutschen Rodlerinnen, Siege wie bei den WM 2009 durch Erin Hamlin, sind gut für die Entwicklung des Rennrodelsportes auf der Welt. Wenn es immer nur das deutsche Einerlei bei Olympia, WM, EM oder im Weltcup gibt, erlahmt nicht nur anderswo irgendwann das Interesse am Rennrodeln.

Gerade zu meiner Zeit, in den 1990ern, waren die Österreicherinnen und Italienerinnen, noch starke Konkurrenz. Bei uns gab es harte Rennen um die Medaillen, es war interessanter und abwechslungsreicher. Nicht missverstehen, ich gönne meinen Nachfolgerinnen jeden Erfolg, aber ich freue mich auch darüber, wenn es auch eine Amerikanerin, Kanadierin, Ukrainerin , Österreicherin oder Italienerin aufs Treppchen schafft. Dadurch bleibt die weltweite Aufmerksamkeit für das Rennrodeln erst erhalten, werden auch die deutschen Erfolge nicht ausschließlich als Selbstverständlichkeit hingenommen. Damit bleibt die Motivation, das Rennrodeln weiter intensiv zu fördern, auch bei den anderen Nationen erhalten.

Nicht zuletzt wird es anderswo immer schwieriger interessierten Nachwuchs für den Rodelsport zu gewinnen, denn eine zementierte Dominanz der deutschen Damen schreckt junge Rodlerinnen in anderen Ländern ganz einfach ab. Die sagen sich am Ende: „Wir haben gegen die Deutschen eh keine Chance!“. Das wäre für die Zukunft des Rennrodelns alles andere als gut.

Noch einmal: Ich bin Patriotin, gönne Tatjana, Natalie und Anke bestmögliche Ergebnisse, hoffe aber auch auf mehr Abwechslung auf dem Medaillenpodest. Die letzten Ergebnisse bei den WM oder beim Weltcup in Lillehammer haben gezeigt, dass insbesondere die Nordamerikanerinnen gut für Vancouver gerüstet sind.

Im Zweier-Bob sollten Cathleen Martini und Sandra Kiriasis Podestplätze gelingen, da bin ich mir schon sicher. Beide deutsche Bobs haben das notwendige Können, ganz oben mitzumischen. Zwar ist die olympische Bob-Bahn 2010 sehr speziell und die deutschen Teams hatten noch nicht all zu viele Fahrten auf dieser, aber ich bin davon überzeugt, dass das kein Problem ist. Bestimmt werden auch die Bob-Teams aus Kanada und aus den USA sehr stark sein.

Frage: In Ihren Anfangsjahren: Gab es da Vorbilder für Sie, z.B. Ortrun Enderlein, Margit Schumann, Melitta Sollmann oder Steffi Martin? Oder brauchten Sie keine „Leitbilder“? Warum musste es zunächst eigentlich das Rennrodeln sein?

Susi Erdmann: Ja, Margit Schumann war schon ein großes Vorbild für mich, auch Steffi Martin, Ute Oberhoffner oder Cerstin Schmidt, welche die Olympia-Medaillen bei den Spielen 1988 in Calgary unter sich ausmachten.

Warum gerade Rennrodeln? Ich komme ja aus dem Harz, wir hatten dort unsere Natureisbahmen und immer viel Schnee. Eines Tages kamen die Trainer in die Schule und suchten Nachwuchs für den Rennschlittensport. Ich begann als Neunjährige mit dem Rennrodeln, war damals – nicht gerade optimal fürs Rodeln -schon sehr groß und dünn, habe mich allerdings auf der Bahn sehr gut „angestellt“.

Im Gegensatz zu manchen anderen Sportarten langweilte mich das Rennrodeln nie … Ich bin eben ein „Speed-Junkie“, brauche diesen Kick. Und so blieb ich seit „frühen Kindesbeinen“ Schlittensportlerin !

Frage: Bei den Bobsportlerinnen waren Sie ebenfalls sehr erfolgreich. Mit welchem Gefährt hatten Sie das größere „Fahrvergnügen“ – mit dem Rennrodel oder dem Bob?

Susi Erdmann: Eindeutig beim Bobsport. Wir starten ja – im Unterschied zum Rennrodeln – von „ganz oben“, also gleichberechtigt wie die Männer. Das ist eine viel höhere Geschwindigkeit, ein ganz anderes „Feeling“. Es geht gleich die Post ab … Beim Rennrodeln starten wir hingegen ab der fünften Kurven, ziemlich versetzt. Da ist die Geschwindigkeit natürlich nicht so hoch.

Aber: Beim Rennrodeln muß man „blind“ fahren können, man muß die Strecke „gespeichert“ haben, da man natürlich aus Gründen der Aerodynamik geradlinig auf dem Rennschlitten liegt. Da verfolgt man den Streckenverlauf aus nur sehr engem Blickwinkel.

Meine Karriere als Rennrodlerin hat mir enorm geholfen, einen erfolgreichen Einstieg bei den Bobsportlerinnen zu finden. Lenk- und Bahnpunkte sind ja bei beiden Sportarten gleich. Normalerweise dauert es ansonsten bis zu vier Jahren, Bobfahren richtig zu erlernen, um dann auch mit der Weltspitze mithalten zu können.
Bobfahren ist für mich letztendlich das größere Vergnügen, denn sportliches „Teamwork“ ist immer schöner, als das sportive „Single-Dasein“. Da ist es wie im „richtigen Leben“.

Frage: In der DDR nannte man das Rennrodeln „Rennschlittensport“ – das hörte sich moderner, rasanter an. Welche Bezeichnung ist Ihnen eigentlich lieber?

Susi Erdmann: Rennrodeln hört sich uriger, traditioneller an, Rennschlittensport ist bestimmt die modernere Bezeichnung. Aber Rennrodeln hat sich national wie auch in den traditionellen europäischen Rodel-Hochburgen durchgesetzt. Am Ende ist nicht die Bezeichnung wichtig, sondern nur der Spass an der Sportart!

Frage: In Mecklenburg-Vorpommern gibt es zwar (noch) keine Rodel- oder Bob-Bahnen (Vielleicht gibt es ja einmal Mittel aus einem noch nicht beschlossenen „Konjunkturpaket III“ dafür…), aber dank Meinhard Nehmer, Torsten Voss oder Ulf Hielscher bei WM oder Olympia sehr erfolgreiche Bobsportler. Sind Sie eigentlich auch „ab und zu“ im Nordosten?

Susi Erdmann: Oh, ja. Ich war und bin sehr oft im Nordosten. Gerade in Zinnowitz war ich mit meinem Bob-Team fünf- bis sechsmal während meiner aktiven Zeit zu Trainingslagern.

Die Bedingungen dort waren sehr prächtig. Auch die Mecklenburger Seenplatte, die herrliche Ostseeküste, Usedom und Rügen haben es mir sehr angetan. Die Ostsee vermisse ich schon, aber letztendlich wohne ich seit 16 Jahren in Bayern, in München. Dort fühle ich mich sehr, sehr wohl. Ohne Berge könnte ich gar nicht mehr auskommen!

Als ich im August meinen Freund Gerhard Plankensteiner in Südtirol heiratete, stiegen wir am nächsten Tag gleich auf einen „Zweieinhalbtausender“ – ein unglaubliches Gefühl … Aber dennoch: Ich werde mit meinem Mann sicherlich schon bald wieder einmal ins wirklich herrliche und attraktive Mecklenburg-Vorpommern kommen. Nicht zuletzt wegen der großen Wintersport-Tradition in meiner Sportart!

Letzte Frage: Was macht eigentlich die Susi Erdmann von 2009 beruflich und persönlich?

Susi Erdmann: Die Susi Erdmann 2009 ist beruflich sehr engagiert! Ich bin Berufssoldatin und zurzeit als Wehrdienstberaterin für die Nachwuchsgewinnung und für Öffentlichkeitsarbeit bei der Bundeswehr tätig, was mir fast genau so viel Spass macht, wie das Bobfahren.

Dem Bobsport bin ich übrigens treu geblieben. In Innsbruck-Igls biete ich Gästefahrten an, um auch den Bob-Fans im TV-Sessel einmal das praktische Fahrvergnügen nahe zu bringen. Und die sind immer begeistert. Tja, ansonsten laufe ich im Winter viel Ski und im Sommer bin ich begeisterte Golferin, aber (noch) nicht olympiareif … Und „ab und zu“ begleite ich meinen Mann auch zu dessen Wettkämpfen. Aber vor allem genieße ich das Leben.

Dann weiterhin maximale Erfolge für Sie und Ihre Familie – sportlich und beruflich!

 


 

Last but not least: Für die Olympischen Winterspiele 2018 wurden im Schlittensport am 16.Januar 2018 folgende Schlittensportlerinnen und – schlittensportler durch den Deutschen Olympischen Sportbund bereits nominiert (alle im Rennrodeln): Tobias Arlt (WSV Königssee/Doppelsitzer), Sascha Benecken (RT Suhl/Doppelsitzer), Toni Eggert (BRC Ilsenburg/Doppelsitzer), Dajana Eitberger (RC Ilmenau/Einsitzer), Natalie Geisenberger (RRT Miesbach/Einsitzer), Tatjana Hüfner (RC Blankenburg/Einsitzer), Andi Langenhan (RRC Zella-Mehlis/Einsitzer), Felix Loch (RC Berchtesgaden/Einsitzer), Johannes Ludwig (BSR Oberhof/Einsitzer), Tobias Wendl (RC Berchtesgaden/Doppelsitzer).[/box]

 

Text: Marko Michels

 

Update (28.1.18): Weltcup-Gesamt-Sieger 2018 im Rennrodeln, im Bobsport und im Skeleton

Rennrodeln:

Frauen-Einsitzer: Natalie Geisenberger / Damen-Sprint: Natalie Geisenberger / Herren-Einsitzer: Felix Loch / Herren-Sprint: Wolfgang Kindl (Österreich) / Doppelsitzer: Toni Eggert/Sascha Benecken / Doppelsitzer-Sprint: Andris Sics/Juris Sics (Lettland) / Team-Staffel: Deutschland

Bobsport:

Zweier-Bob der Frauen: Kaillie Humphries (Kanada) / Zweier-Bob der Herren: Justin Kripps (Kanada) / Vierer-Bob: Johannes Lochner / Kombination (Zweier und Vierer/Herren): Justin Kripps (Kanada)

Skeleton:

Frauen: Jacqueline Lölling / Herren: Yun Sung-bin (Südkorea)