Bei dem hochrangigen Reitturnier der Global Champions Tour in Berlin kamen in der Ein-Sterne-Tour zwei Mecklenburger Springreiter zu einem Sieg und acht Platzierungen. Philipp Makowei (RFV Gadebusch) gewann in der „Large Tour“ mit seinem Holsteiner Wallach Chelsea das Zwei-Phasen-Springen im Sommergarten unter dem Funkturm. Das Paar wurde in den folgenden PrĂŒfungen je einmal Zweiter und Dritter. Sein Schwager und Vereinskamerad Thomas Kleis platzierte sich stets mit dem Oldenburger Silberpfeil dahinter (3. und 4.). Mit dem Wallach Christian gab es einen siebten und in der Medium Tour einen neunten Platz. Philipp Makowei konnte in der Mittleren Tour die erst achtjĂ€hrige Hannoveraner Stute Stalypso`s Billy Jean M zweimal auf Platz zwei reiten. Weniger glĂŒck hatte Holger Wulschner (RC Passin). Im ersten Springen der FĂŒnf-Sterne-Tour zwang ihn sein Wallach BSC Skipper zur Aufgabe, nachdem ein Hufeisen abging. Mit acht Fehlerpunkten verpasste er im folgenden Springen den Einzug in den Großen Preis von Berlin der Longines Global Champions Tour. Hier erwies sich Christian Ahlmann (Marl) mit Codes One (0 Fehler/ 40,56 Sekunden) nach Stechen gegen die Deutsche Meisterin Simone Blum (Zolling) mit DSP Alice (0/41,01) und dem NiederlĂ€nder Leopold van Asten mit VDL Groep Beauty (8/44,55) als Bester. Seinen zweiten Triumpf feierte der 41-jĂ€hrige Ahlmann im Championat der DKB im Sattel von Colorit, als er im Stechen nach 38,98 Sekunden durchs Ziel kam. Seine ebenfalls fehlerfreien Konkurrenten Alberto Zorzi (Italien) mit Contanga (40,17), die noch bis 2015 von AndrĂ© Thieme (Plau am See) geritten wurde und jetzt im Besitz von Onassis de Miranda ist, sowie Harrie Smolders (Niederlande) mit Capital Colnardo (41,12) waren im Stechen deutlich langsamer.

14.500 Besucher kamen zur Premiere der Global Champions Tour Berlin. Veranstalter Volker Wulff von Engarde wie auch Tour-BegrĂŒnder Jan Tops (Niederlande), der am Samstag Vater wurde, waren voll zufrieden, zumal nach den vielen RegengĂŒssen vor dem Turnier Kaiserwetter an drei Tagen herrschte. Die TribĂŒnen waren restlos besetzt und auf der großzĂŒgigen Wiese hatten viele ihre Picknickdecken rund um den ovalen Turnierplatz ausgebreitet und mit Kind und Kegel das Global Jumping Berlin genossen: „Tolles Wetter, volles Haus, super Stimmung und von allen Seiten Schulterklopfen – das waren drei sensationelle Turniertage hier in Berlin“, freute sich Volker Wulff. „Das Publikum war zudem total gemischt, Berliner und Reitsporttouristen von weiter weg sind angereist, aber auch sehr viele Reiter, die nicht hier gestartet sind.“