Foto: © Hans-Werner Ruge

Mit einer selten gesehenen Ausgeglichenheit des gesamten Grand-Prix Weltklassefeldes erlebten 9000 Fans in der Teterowe Bergring-Arena einen begeisternden Speedwayabend.

Nach vier von fünf Durchgängen der Vorrunde hatten noch 13 Fahrer eine Halbfinalchance. Unter dem frenetischen Jubel der zahlreichen polnischen Schlachtenbummler blies vor allem Bartosz Zmarzlik mit zwei Laufsiegen zum Angriff auf den in der WM-Wertung führenden Dänen Leon Madsen. Für den mit einer Wildcard gestarteten Deutschen Meister Martin Smolinski war zur Enttäuschung seiner Anhänger aber bereits nach dem vierten Durchgang Schluss. “Ich habe es für die deutschen Fans versucht, aber nach meinem Sturz vor einer Woche in Gorican wurden die Rückenschmerzen von Lauf zu Lauf immer stärker. Es ging leider nicht mehr“, resümierte der sichtlich frustrierte Bayer.

Im ersten Halbfinale trafen dann die beiden Toppfavoriten auf den WM-Titel im direkten Duell aufeinander. Lachender Dritter war allerdings Laufsieger Maciej Janowski, während Madsen als Dritter ausschied und weiter wertvollen Boden im Titelkampf verlor. Im zweiten Halbfinale setzte sich der Slowene Matej Zagar durch, der bereits im Qualifying Zeitschnellster war und den Teterower Grand-Prix vor zwei Jahren gewonnen hatte. Das Finale wurde dann eine grandiose Triumphfahrt für die Männer aus der führenden Speedwaynation. Nach einem Blitzstart verteidigte Janowski clever seine Führung gegen die verbissenen Attacken seines Landsmannes Zmarzlik, der sich noch von Platz vier vorgearbeitet hatte. Dritter wurde Zagar vor dem Dänen Nils-Kristian Iversen.

“Das Rennen war heute sehr hart,ich bin einfach nur glücklich. Jetzt ist sogar wieder eine WM-Medaille für mich drin“, strahlte der sympatische 28-jährige Tagessieger. In der Gesamtwertung liegen Zmarzlik und Madsen mit je 85 Punkten wieder gleichauf. Bereits am kommenden Wochenende steht im dänischen Vojens der drittletzte Grand-Prix an.

Ergebnis:

1. Janowski PL 16 Pkt.
2. Zmarzlik PL 16 Pkt.
3. Zagar SLO 15 Pkt.
4. Iversen DK 13 Pkt.
5. Sayfutdinov Rus 10 Pkt.
6. Madsen DK 10 Pkt.
7. Lindgren S 9 Pkt.
8. Dudek PL 8 Pkt.

Gesamt (7 v. 10)
1. Zmarzlik PL 85 Pkt.
2. Madsen DK 85 Pkt.
3. Sayfutdinov RUS 78 Pkt.
4. Lindgren S 72 Pkt.
5. Vaculik SK 72 Pkt.

Text: Hans-Werner Ruge