Die ROSTOCK SEAWOLVES haben das 1. Finale – und letzte Heimspiel der Saison 2021/2022 – mit 81:73 (40:31) am OSPA-Spieltag gegen die Tigers Tübingen vor 3.099 Fans in der StadtHalle Rostock gewonnen. Jordan Roland und Tyler Nelson erzielten zusammen 36 Punkte. Bei den Gästen, die am Samstag das Rückspiel in Tübingen austragen werden, war Daniel Keppler mit 19 Zählern der auffälligste Akteur.

ROSTOCK SEAWOLVES gegen Tigers Tübingen 81:73 (40:31)

Rostock Seawolves LogoVon Beginn an zeigten die Wölfe den Tübingern, wer in der StadtHalle Rostock zuhause ist. Mit der Unterstützung von 3.099 Zuschauern spielten die Rostocker leidenschaftlichen Basketball. Chris Carter traf aus gut neun Metern für die ersten SEAWOLVES-Zähler des Abends. Beide Teams lieferten sich im ersten Durchgang einen offenen Schlagabtausch. Sowohl Rostock als auch Tübingen zeigten attraktiven Teambasketball, wenngleich sich ob der intensiven Spielweise auch vereinzelte Fehler ins Spiel mischten. Beinahe makellos aber agierte Jordan Roland auf Rostocker Seite. Der Shooting Guard hatte nach dem ersten Abschnitt elf Zähler auf seinem Konto. Trotzdem lagen die Hausherren mit 20:22 in Rückstand.

Im zweiten Abschluss drehte sich das Blatt. Das Rostocker Abwehrbollwerk war für die Tübinger nicht zu überwinden. Lediglich neun Zähler gelangen den Schwaben gegen die kollektive Verteidigung der Wölfe im zweiten Viertel. Kurzzeitig führten die Gastgeber nach einem Treffer von Robert Montgomery Jr. nach tollem Passspiel mit 14 Zählern (40:26, 20. Min).

Das Polster schrumpfte im dritten Viertel kurzzeitig auf vier Punkte (47:43, 26. Min), als die Tigers plötzlich zubissen. Doch die Wölfe konnten sich aus den Klauen der Raubkatzen befreien. Sid-Marlon Theis versenkte einen Dreier in hohem Bogen, Montgomery ließ einen Sprungwurf folgen und Tyler Nelson krönte den 8:0-Lauf mit einem weiteren Distanzwurf. Urplötzlich lagen die Rostocker wieder zweistellig in Führung (55:43, 28. Min). Die Wölfe waren im Flow, Tübingen suchte nach Antworten. Und fand sie: Mit zwei Treffern in allerletzter Sekunde konterten die Gäste in Person von Joanic Grüttner Bacoul und Isaiah Crawley zum 60:51-Pausenstand.

Sinnbildlich für den Willen der Wölfe, dieses Finale und ihr letztes Heimspiel von den eigenen Fans gewinnen wollten, war eine Aktion im Schlussviertel: Daniel Keppler verpasste einen Dunk, auf der Gegenseite versenkte Roland seinen fünften Dreier des Abends – Rostock zog sodann wieder zweistellig davon (63:53, 32. Min). Im weiteren Verlauf gelang es Tübingen nicht mehr, auf weniger als sechs Zähler (71:65, 36. Min) zu verkürzen. Die SEAWOLVES blieben aggressiv als Team und in der Verteidigung, um den umjubelten Heimsieg über die Zeit zu bringen und mit den Fans ausgelassen den Aufstieg in die 1. Liga zu feiern.

Head Coach Christian Held | Foto: © Sebastian Heger

Coach Christian Held nach dem Spiel: “Wir konnten in den vergangenen zwei Tagen kaum trainieren, weil die vielen Eindrücke der letzten Tage für viele neu waren. Heute haben die Jungs einen Riesencharakter bewiesen. Das macht mich unglaublich stolz auf diese Mannschaft. Wir haben heute gut verteidigt und gut gereboundet, deswegen hatten wir das Spiele unter Kontrolle.”

Das letzte Spiel der Saison 2021/2022 bestreiten die ROSTOCK SEAWOLVES am kommenden Samstag (21.5.). Um 19:30 Uhr spielen sie auswärts bei den Tigers Tübingen im Finalrückspiel der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA. Sollten sie gewinnen oder mit höchstens sieben Punkten verlieren, wären sie ProA-Meister. Das Spiel wird live auf sportdeutschland.tv übertragen.

Viertelstände (HRO-TÜB): 20:22, 20:9, 20:20, 21:22

Punkteverteilung

Rostock: Carter (3), De Oliveira (9), Jost (0), Loesing (8), Montgomery (9), Nelson (17), Pearson (9), Roland (19), Schmundt (nicht eingesetzt), Theis (7).

Tübingen: Grüttner Bacoul (12), Crawley (8), Dibba (2), Ersek (5), Jöhnke (2), Keppeler (19), Lanmüller (10), Mikesell (10), Otto (5), Seric (0), Zacek (0).