Die ROSTOCK SEAWOLVES haben zwei Tage nach der höchsten Saisonniederlage mit dem höchsten Sieg dieser Spielzeit geantwortet. Beim Heimspiel gegen die abstiegsbedrohten EBBECKE WHITE WINGS Hanau erspielten sich die Wölfe einen nie gefährdeten 86:55-Erfolg vor 3.178 Zuschauern in der StadtHalle Rostock. Zur Mitte des zweiten Durchgangs setzten sich die Hausherren mit fünf Dreiern in Folge entscheidend ab und bauten den Vorsprung bis Spielende Punkt um Punkt aus. Auch die zweite Garde erhielt ausreichend Spielzeit, darunter Neuzugang Kevin Bryant (9 Punkte). Topscorer war Terrell Harris (21 Punkte). Die SEAWOLVES haben mit dem 17. Saisonsieg einen großen Schritt in Richtung Playoffs getan und bleiben Vierter der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA.

ROSTOCK SEAWOLVES gegen EBBECKE WHITE WINGS Hanau 86:55 (46:31)

Nach dem Abtasten beider Teams in den Anfangsminuten konnten sich die Wölfe mit smartem Passspiel offene Würfe herausspielen und sich zweistellig absetzen (24:13, 12. Min). Allerdings verpuffte der Spieleifer bei den Hausherren und die Gäste aus Hanau nutzten einen 11:0-Lauf zum Ausgleich (24:24, 14. Min). Die WHITE WINGS schafften es jedoch nicht, das Spiel an sich zu reißen oder sogar in Führung zu gehen. Im Gegenteil: Bis zur Pause brachten die Gastgeber das Netz zum Glühen. Tony Hicks und Terrell Harris verwandelten insgesamt fünf Dreier in Folge und verantworteten 17 Punkte während eines 18:2-Laufs, der den Wölfen ein komfortables Polster bis zur Pause bescherte.

Nach dem Seitenwechsel spielten sich die Wölfe weiter in einen offensiven Rausch. Allerdings musste Terrell Harris in der 25. Minute ausgewechselt werden. Der Guard der Rostocker hatte zuvor mit fünf Zählern in Folge dazu beigetragen, die Führung auf 56:37 auszubauen. Nun zwang ihn ein verstauchter Knöchel zur Pause. Für ihn kam Chris Frazier – und mit dem souverän herausgespielten Vorsprung betraten weitere Spieler, die sonst weniger zum Einsatz kommen, das Parkett. Darunter war auch Neuzugang Kevin Bryant, der sich mit neun Punkten und starker Verteidigungsarbeit sofort in die Herzen der Fans spielte.

Am Ende erhielt jeder der zwölf SEAWOLVES-Profis mindestens fünf Minuten Einsatz, elf von ihnen trugen sich in die Punktestatistik ein. Der höchste Saisonsieg der SEAWOLVES resultierte vor allem aus gutem Zusammenspiel mit insgesamt 26 Assists und einer starken Dreipunktewurfquote von 46 Prozent (13 von 28 getroffene Dreier).

Am nächsten Samstag sind die Wölfe erneut auswärts gefordert. Dann reisen sie zu den RÖMERSTROM Gladiators nach Trier. Sprungball ist um 20:00 Uhr. Das nächste Heimspiel steht am 16. März um 19:30 Uhr gegen das TEAM EHINGEN Urspring aus dem Programm. Tickets für diese Partie sind erhältlich online auf tickets.seawolves.de oder an den bekannten Verkaufsstellen erhältlich.

SEAWOLVES-Coach Milan Škobalj nach dem Spiel: „Es war schwer für beide Teams, sich auf das zweite Spiel innerhalb von drei Tagen vorzubereiten. Wir wollten als Team zusammenspielen. Das ist uns gelungen. Unsere Verteidigung hat das Spiel entschieden. Unser Plan war, Hanau den Dreipunktewurf zu nehmen. Das hat sehr gut geklappt; sie haben nur zwei von 23 Würfe getroffen. Es gab uns auch die Möglichkeit, Spieler mit sonst weniger Spielzeit einzusetzen, um Kräfte zu schonen. Was mir nicht gefallen hat, war unsere schwache Freiwurfquote (45%). Wir haben elf Würfe nicht getroffen. Das war heute glücklicherweise nicht ausschlaggebend.“

Viertelstände (HRO-HAN): 20:13, 26:18, 15:13, 25:11

Punkteverteilung

Rostock: Alte (10), Anzuluni (11), Bogdanov (4), Bryant (9), Cardenas (0), Clay (4), Frazier (3), Harris (21), Hicks (13), Jost (2), Talbert (7), Teucher (2).

Hanau: Angerer (5), Bradley (1), Choice (13), Diouf (12), Eichler (2), Nicolay (0), Pinson (7), Smithson (2), Talley (13).

Quelle: EBC Rostock