In einem an Dramatik kaum zu überbietenden Derby konnten die Stiere den Tabellenführer HC Empor Rostock knapp mit 26:25 (12:13) schlagen.

Mark Mathias Pedersen (3); Foto: P. Bohne

Schwerin(WG): Vor der neuen Zuschauerrekordkulisse von 3.560 begeisterten Fans lieferten sich beide Teams im ewig jungen Mecklenburg-Derby einen Kampf auf Messers Schneide, den Schwerin letzten Endes knapp für sich entscheiden konnte. Rostock kam besser ins Spiel, da Schwerin wieder Probleme mit seiner alten Schwäche, der Chancenverwertung, hatte. So hatte Rostock fast immer, bis auf das 3:2 und 10:9, knapp die Nase vorn. Beim Stand von 12:13 wurden die Seiten gewechselt.

Nach der Pause hatten die Stiere wieder ihre Probleme und sahen beim 15:19 (40. Min.) schon wie der sichere Verlierer aus. Doch mit unbändigem Kampfgeist und tollen Torhüterleistungen von Jan Kominek brachte sich Schwerin wieder ins Spiel. Beim 22:22 (50. Min.) hatte man Gleichstand erreicht. Nun wurde um jeden Ball erbittert gekämpft. In der Schlussminute brachte Mark Pedersen mit einem verwandelten 7-Meter zum 26:24 die Vorentscheidung. Rostock konnte nur noch den Anschlusstreffer erzielen. Danach konnte der Jubel keine Grenzen mehr.

Schwerin spielte mit: Kominek (7 Paraden), Heinemann (9 Paraden); M.M. Pedersen (8/4), Grämke, Prothmann, Weßeling (4), Barten (2), Evangelidis (4), Zufelde (5), Aust, M.J. Pedersen, Passias (2), Pärt (1)

Zuschauer: 3.560

Trainerstimmen:

Till Wichers, HC Empor Rostock: Das war ein Riesenspektakel und hat uns allen viel Spass gemacht. Ich kann meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen. Sie hat total am Limit gespielt.

Stefan Riediger, SV Mecklenburg Schwerin: Vor dieser Megakulisse haben wir uns sehr schwer getan. Wir sind sehr glücklig über den Sieg.