Am letzten Samstag, den 28.10.17, waren die Jungs vom SV Warnemünde zu Gast in Nordrhein-Westfalen beim TuB Bocholt. Schon der Wetterbericht sagte voraus: Ein Sturm zieht auf. – Und er kam.
Die Anreise verlief dieses mal ohne Hindernisse oder langes Stehen im Stau. Nun hatte der Coach die Aufgabe, eine optimale Aufstellung zu finden, da der SV Warnemünde krankheitsbedingt leider auf Raphael Möllers, Tom Stübe und Tommy Mehlberg verzichten musste. So wechselte der Libero Lucas Kowalkowski kurzerhand in den Außenangriff.

Der Einstieg in den ersten Satz begann problemlos. Die Jungs von der Küste waren mit dem Anpfiff stets konzentriert und aufmerksam und führten so bei der ersten technischen Auszeit bereits mit 8:5. Dank starker Aufschläge auf Seiten der Gäste konnte der Vorsprung bis zum zweiten Timeout auf 16:12 ausgebaut werden. Und auch dem Satzgewinn stand danach nichts mehr im Wege. Besonders über die Diagonalposition machten weiterhin starke Aufschläge sowie wuchtige Angriffe den Hausherren aus Bocholt zu schaffen und endeten in einem 25:20 für den SV Warnemünde.

Trotz – oder vielleicht gerade wegen – des klaren ersten Satzgewinnes, begann der zweite Satz mit Nervosität auf beiden Seiten. Doch auch hier fanden zunächst die Gäste wieder schneller in die Spur und konnten sich bis zum ersten Timeout mit 8:6 absetzen. Aber auch die Gastgeber fokussierten sich nun und gingen mit mehr Konzentration ans Werk, wodurch sie schließlich mit 12:13 vorbeizogen. Jetzt häuften sich die Eigenfehler in beiden Mannschaften. Beim SV Warnemünde wackelte die Feldabwehr und auch das Zuspiel ließ in puncto Präzision zu wünschen übrig. Beim Stand von 19:20 sollte eine weitere Auszeit die Konzentration wieder schärfen und die Jungs zurück ins Spiel bringen. So nahmen beide Seiten den Kampf erneut auf und nach einem spannenden hin und her über 24:24 sowie 26:26 hatten die Gäste das glücklichere Händchen. Damit konnten sie auch den zweiten Satz mit 28:26 für sich entscheiden.

Nach einer recht langen 10 minütigen Satzpause begann auch der dritte Satz sowohl beim TuB Bocholt als auch beim SV Warnemünde recht zerstreut. Die lange Pause hatte wohl einiges an Konzentration gekostet und vor allem Fehler im Aufschlag machten ein ansehnliches Spiel kaum möglich. Bei der ersten technischen Auszeit führten die Jungs von der Küste erneut mit 8:6, doch die Hausherren wollten die Köpfe nicht hängen lassen und erkämpften sich eine 9:11 Führung, die sie auch bis zum 14:16 halten können. Jetzt wird es richtig spannend. Doch leider wackelt die Annahme der Gäste erneut, wodurch die Bocholter zunächst mit 18:22 davonziehen und schließlich den dritten Satz mit 21:25 nach Hause holen.

Das wollten die Warnemünder nicht auf sich sitzen lassen. Ein Sieg ist angepeilt und ein Sturm wurde vorausgesagt – also hieß es kämpfen! Der SV Warnemünde kam mit starken Aufschlägen in den vierten Satz und setzt sich mit 8:4 ab. Zwar werden auch der Block und die Abwehr der Hausherren nochmal stabiler und machen es den Jungs nicht ganz so leicht, doch die Gäste haben den Satz im Griff und ziehen auf 12:9 davon. Es folgt nun ein kurzer, jedoch starker Schlagabtausch auf Augenhöhe. Doch auch dieser lässt die Jungs vom TuB Bocholt nicht herankommen und so bauen die Warnemünder ihren Vorsprung bis zum nächsten Timeout über 16:11 zu einem Stand von 20:13 aus. Doch auch danach ist nichts von Höhenflügen zu spüren, sie bleiben fokussiert und gewinnen den Satz mit 25:14, sowie das Spiel hoch verdient mit 3:1.

Bester Spieler (MVP) auf Seiten des SV Warnemünde wurde Kapitän Konrad Jagusch.