Speerwerferin Julia Ulbricht hat sich bei den U20-Europameisterschaften in Boras (Schweden) ihren Medaillen-Traum erfüllt. Die 18-Jährige gewann im Finale Silber.

Bei den U18-Weltmeisterschaften 2017 hatte Julia Ulbricht (1. LAV Rostock) als Vierte einen Podestplatz verpasst. Vor dem Finale der U20-EM in Boras war es ihr Traum diesmal eine Medaille zu gewinnen. Dass sie in Top-Form ist, bewies sie mit neuer Bestweite von 55,55 Meter bereits in der Qualifikation. Im Finale knüpfte sie an diese Leistung an. Die Eröffnung des Wettkampfes mit 54,05 Metern verlief optimal. Nach zwei weiteren soliden Würfen folgte im vierten Durchgang ihre beste Weite: Der Speer flog bis auf 54,98 Meter. Das bescherte dem Schützling von Frauen-Bundestrainer Mark Frank die Silbermedaille.

Einzige Speerwerferin, die an diesem Tag besser war, war die Italienerin Carolina Visca. Sie hatte seit dem zweiten Versuch mit 56,39 Meter geführt. Die Marke konnte sie im letzten Durchgang als feststehende U20-Europameisterin mit 56,48 Metern nochmal toppen. Bronze holte die Estin Gedly Tugi mit 54,52 Metern.

Julia Ulbricht war nicht allein im Finale. Alle drei DLV-Speerwerferinnen hatten die Qualifikation gemeistert. Leonie Tröger (Hallesche Leichtathletik-Freunde) warf sich im letzten Durchgang mit 52,02 Metern noch auf Rang sechs nach vorne. Mit dem achten Rang von Elisabeth Hafenrichter (LG Stadtwerke München; 51,22 m) konnte sich das komplette deutsche Trio in den Top Acht platzieren.

Quelle: Pamela Lechner/Deutscher Leichtathletik-Verband