SVMV-Präsident Bodo Bartmann zieht positives Fazit

Segeln und Mecklenburg-Vorpommern hat eine große Tradition, sowohl in breitensportlicher als auch leistungssportlicher Hinsicht. In diesem Jahr gab es bereits eine Menge Höhepunkte unter sportlichen und organisatorischen Gesichtspunkten.

„Segel an Segel“ bei der Warnemünder Woche. Archivfoto: Wolfgang Gross

16. Seglertag in Ueckermünde

Bereits Ende März trafen sich die Vertreter der einzelnen Segelvereine aus M-V zum 16. Seglertag in Ueckermünde. Dort wurde neben Bodo Bartmann als Vorsitzenden, der Stellvertreter für Leistungssport, Torsten Haverland, der Obmann für Umweltschutz und Raumordnung, Steffen Westerkamp, und der Obmann für Öffentlichkeitsarbeit, Peter Hermann, wieder in ihre Ämter gewählt.

Berufungen in das neue Glashäger Segelteam

Sportliche Highlights gab es ebenfalls. In das neue Glashäger Segelteam, in das nur die besten Seglerinnen und Segler des Landes berufen werden, wurden Malte Winkel, Matti Cipra und Hannah Anderssohn für das Leistungsteamund Birte Winkel, Theres Dahnke und Theresa Wierschin für das Nachwuchsteam berücksichtigt.

Positive Schlagzeilen aus Güstrow 

Überhaupt sorgte der Segelnachwuchs aus M-V 2019 bereits für positive Schlagzeilen. So qualifizierten sich Kiran Hirthe und Balder Henke sowie  Jara Hirthe und Mahela Steinhöfel (alle Segelverein Güstrow) für die WM in der Cadet-Klasse in Polen.

Nachwuchsförderung an erster Stelle

Nach Aussage von SVMV-Präsident Bodo Bartmann hat der Segelverband M-V im Nachwuchsbereich ohnehin die Aufgabe junge, talentierte Seglerinnen und Segler bis zum ersten Bundeskaderstatus auszubilden. Dieses sei in den vergangenen Jahren immer dank der soliden Arbeit der Vereine gelungen. Die Jugend-Abteilung im Segelverband M-V habe dabei mit rund 1200 Kindern und Jugendlichen, was 25 Prozent der Gesamt-Mitgliederzahl ausmache, eine stabile Entwicklung.

Wie Bartmann anmerkte, werde der Segelsport vom Ehrenamt getragen, was bei den breitgefächerten Angeboten eine schwierige Aufgabe sei. So seien im hiesigen Fachverband zurzeit 84 Vereine organisiert, in denen rund 8100 Aktive segeln.

Kooperationen zwischen den Vereinen wichtig

Wie manch schwierige Situation bewältigt werden könne, beweisen nach Ansicht des SVMV-Präsidenten die verschiedenen Kooperationen zwischen einzelnen Städten und Vereinen in M-V.  Viele ehrenamtliche Trainer arbeiten nämlich in Vereinen, welche teilweise große Jugendgruppen betreuen. In Städten wie Greifswald, Schwerin und Rostock haben sich die Vereine bei der Nachwuchsarbeit zuammen getan und können dadurch ihre Trainingsarbeit optimieren. Durch Sichtungstrainingslager, die vom Fachverband im Herbst durchgeführt werden und durch die Teilnahme der  Landestrainer an vielen regionalen Wettkämpfen sei der Fachverband in M-V  immer wieder  in Lage, Talente für den Leistungssport zu gewinnen.

Zuversicht für die kommenden Herausforderungen

Wie Bodo Bartmann weiter ausführte, seien die Segelvereine in M-V gut aufgestellt, so dass sich der SVMV keine Sorgen um die Zukunft machen müsse. Mit besonderer Spannung blickt er auf das Geschehen in der Bundesliga. So besteht das Team des Akademischen Segel-Vereins Warnemünde aus fast  20 Personen, die größtenteils aus dem Jollen- und Leistungssport stammen. Ziel ist es, in die erste Segel-Bundesliga aufzusteigen. Daneben stehen die Herausforderungen bei nationalen und internationalen Regatten und den verschiedenen maritimen Events in M-V im Fokus.

Die maritimen Events im Blick

Gute Leistungen streben die Seglerinnen und Segler aus dem gesamten Bundesland insbesondere bei den verschiedenen Deutschen Meisterschaften, bei der Müritz-Sail, bei der Haff-Sail, bei der Warnemünder Woche und bei der Hanse-Sail an. Auf erfolgreiche Einsätze hoffen die Seglerinnen und Segler zudem beim Drachen-Goldcup und der Kieler Woche. Ein Höhepunkt war bereits die 70. Stralsunder Segelwoche, bei der traditionsreichen Segelregatta „Rund Rügen“ setzte sich dabei in der Einhand-Wertung der Rostocker Stephan Babbel durch.

Mit Hannah, Malte und Matti nach Tokyo 2020?!

Hoffnungen auf eine olympische Teilnahme von Seglerinnen und Seglern aus M-V bei Olympia 2020 hegt Bodo Bartmann außerdem. Kandidatinnen und Kandidaten seien für ihn dabei die Warnemünderin Hannah Anderssohn in der Klasse Laser Radial, sofern sie ihren verletzungsbedingten Trainingsrückstand aufholt, und Malte Winkel/Matti Cipra (Schweriner Yacht-Club/Plauer Wassersport-Verein).

bb/mic