Nationalspielerin Gréta Szakmáry bleibt beim Volleyball-Pokalsieger in Schwerin

Für viele war sie die MVP, die wertvollste Spielerin, im nervenaufreibenden Viertelfinalmatch des SSC Palmberg Schwerin gegen den USC Münster am Mittwoch: Außenangreiferin Gréta Szakmáry. Eingewechselt bei einem 0:2-Rückstand nach Sätzen, stabilisierte die 27-jährige Ungarin die strauchelnde Annahme, setzte starke Akzente im Angriff und leitete damit die Wende im Spiel ein, dessen 3:2-Ergebnis den SSC ins Halbfinale der Playoffs einziehen ließ. „Es war toll, dass ich die Chance bekommen habe, zu spielen und dass wir das Spiel noch drehen konnten“, strahlte die Nationalspielerin.

Nationalspielerin Gréta Szakmáry (Foto: Eckhard Mai)

Mit ihrer Performance bewies sie praktisch auch gleich, warum der SSC ihren Vertrag soeben um ein weiteres Jahr verlängert hat: Szakmáry wird 2019/20 ihre dritte Saison beim Meister spielen. „Ich bin riesig froh, dass sie bleibt. Gréta ist unglaublich wichtig für unser Team, als Spielerin und sogar fast noch mehr als Mensch“, ist SSC-Chefcoach Felix Koslowski voll des Lobes und stolz auf seine Angreiferin. „Sie ist mit dieser Saison, in der sie nicht so viele Einsatzzeiten hatte wie zuvor, sehr souverän umgegangen, war im Training und im Spiel, wenn sie gebraucht wurde, immer da. Auch für Münster war sie super vorbereitet. Es sind Spielerinnen wie Gréta, die Schwerin zu einer Top-Mannschaft machen und uns vom Mittelfeld der Liga unterscheiden, weil wir nicht nur mit dem ersten Sechser siegen können.“

Für Szakmáry war die Entscheidung für Schwerin ebenfalls sehr leicht: „Ich mag das schnelle Spiel und hohe Level der deutschen Volleyballliga. Beim SSC stimmen auch alle Bedingungen hinter den Kulissen, so dass ich sehr froh bin, dass man mich gebeten hat, zu bleiben“, so die 27-Jährige, sehr zufrieden mit dem bisherigen Verlauf der Saison: „Wir haben schon zwei Pokale geholt und in der Champions League einen echt guten Job in der schwersten Gruppe gemacht. Wir haben eine richtige gute Chance, auch die Meisterschaft zu gewinnen.“

Gréta Szakmáry wurde mit Linamar Békéscsabai mehrfache ungarische Meisterin und Pokalsiegerin, bevor sie 2017 für ihre erste Auslandsverpflichtung nach Schwerin kam, mit dem SSC zweimal den Supercup sowie einmal die Meisterschaft und den DVV-Pokal gewann. Im Sommer 2019 wird die Angreiferin mit ihrer Nationalmannschaft in der Golden European League um den Savaria Cup kämpfen und die Europameisterschaft in ihrer Heimat bestreiten.

Text: Kathrin Wittwer