Wieder Hoffnung f├╝r Rio

Nachgefragt bei Radsport-Ass Trixi Worrack

Einige radsportliche Erfolge auf der Stra├če gab es f├╝r das Radsport-Land M-V in den letzten Tagen. Einerseits gewannen die Bahn-Radsport-Spezialisten Stefan Nimke bzw. Kai Kristian Kruse (Schwerin) zweimal Silber bei den Deutschen Meisterschaften im paralympischen Stra├čen-Radsport in K├Âln. Andererseits erk├Ąmpfte der Rostocker Andre Greipel seinen dritten Etappen-Sieg beim diesj├Ąhrigen 99.Giro d`Italia (nach den Erfolgen bei den Etappen f├╝nf ┬ábzw. sieben nun der Triumph bei der 12.Etappe) – mithin sein insgesamt sechster Etappen-Gewinn beim Giro ├╝berhaupt.

Nun ist aber auch Olympia bzw. Paralympia nicht mehr weit…

Auf den „olympischen Stra├čen“ waren ebenfalls schon einige Radsportler mit MV-Hintergrund unterwegs, so im Jahr 1972 der geb├╝rtige Schweriner Dieter Gonschorek, in den Jahren 2000 bzw. 2004 der geb├╝rtige Rostocker Jan Ulrich, in den Jahren 2000, 2004 und 2008 der geb├╝rtige Grevesm├╝hlener Jens Voigt und im Jahr 2012 der geb├╝rtige Rostocker Andre Greipel.

Gro├če Erfolge feierte Jens Voigt auch bei der fr├╝heren Friedensfahrt (1994 Gesamt-Sieger) und bei der Tour de France (zwei Etappensiege 2001 bzw. 2006). Jan Ulrich schaffte beispielsweise 2000 in Sydney Olympia-Gold (Stra├čen-Einzel) bzw. Olympia-Silber (Zeitfahren), belegte bei der Tour de France 1997 den ersten Rang (Gesamtwertung), wurde Zeitfahr-Weltmeister 1999 bzw. 2001 und erk├Ąmpfte 1993 den Amateur-WM-Titel (Stra├čen-Einzel). Der bereits erw├Ąhnte Andre Greipel errang indes unter anderem WM-Bronze (Stra├čen-Einzel) 2011 und zehn Etappensiege bei der Tour de France (2011-2015).

Trixi f├╝r M-V seit 2014

Seit 2014-15 startet auch die in Cottbus geborene Stra├čen-Radsportlerin Trixi Worrack, Jahrgang 1981, ┬áf├╝r Mecklenburg-Vorpommern. Trixi hat dabei besondere Beziehungen zu Bad Doberan, denn sie ist Mitglied des Bad Doberaner SV und trainiert ebenfalls in der M├╝nster-Stadt.

Die Ausnahme-Radsportlerin kann dabei schon zahlreiche Erfolge vorweisen, so war sie unter anderem Vize-Weltmeisterin im Stra├čen-Einzel der Frauen 2006 und wurde mit dem US-amerikanischen Team „Specialized-lululemon“, das in internationaler Besetzung antritt, viermal in Folge Weltmeisterin im Team-Zeitfahren auf der Stra├če (2012, 2013, 2014 bzw. 2015). Des Weiteren nahm Trixi dreimal an olympischen Wettbewerben im Stra├čen-Radsport teil (2004, 2008, 2012).

Leider verletzte sich Trixi bei einem Sturz im Fr├╝hjahr bei einem Rennen schwer – ihr mu├čte sogar die linke Niere entfernt werden. Inzwischen ist sie aber wieder auf dem Sattel…

Nachgefragt

Trixi ├╝ber ihre derzeitige Situation, ihre Ziele und ihre Hoffnungen

„Rio bleibt das sportliche Ziel…“

Frage: Ihr Sturz mit der Not-Operation┬á liegt erst relativ kurze Zeit ┬ázur├╝ck – und Sie wollen schon wieder Rennen fahren. Sind Sie wirklich schon wieder voll genesen – oder… Wie ist Ihre Situation derzeit?

Trixi Worrack: Also genau morgen (20.Mai 2016) ist der Unfall acht Wochen her. Vor circa fünfzehn Tagen habe ich wieder mit dem Training begonnen. Rennen kann ich noch nicht bestreiten, aber  mein Ziel ist es, eventuell Mitte Juni wieder ins Renn-Geschehen einzusteigen, um mich noch für Rio zu qualifizieren.

Frage: Kann Olympia wirklich noch ein Thema sein?

Trixi Worrack: Es ist auf jeden Fall noch ein Traum, bei meinen vierten Olympischen Spielen teilzunehmen. Ich werde alles daf├╝r tun, um Mitte Juni Rennen zu fahren.

Frage: Wie sieht Ihr Plan – nach den ganzen Geschehnissen – f├╝r die kommenden Monate aus?

Trixi Worrack: Also im Moment habe ich – neben meinem Training – noch Reha und Physiotherapie. Ansonsten geht alles dahin, mich bestm├Âglich bis Mitte Juni in Form zu bringen. Dann muss ich sehen wie alles verl├Ąuft, um dann weiter den normalen Renn-Plan zu fahren.

Letzte Frage: Und… F├╝hlen Sie sich in Bad Doberan, Rostock, ja in ganz M-V, wohl?

Trixi Worrack: Ja, auf jeden Fall f├╝hle ich mich wohl! Es gibt ja sehr sch├Âne Ecken in Doberan und Umgebung…

Vielen Dank, alles erdenklich Gute und ganz gro├čes Daumen dr├╝cken f├╝r die kommenden Herausforderungen!

Marko Michels

 

 

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