Schwerin – Am Samstag, den 30.04. fand in der Landeshauptstadt das 3. C-Ranglistenturnier MV in den Altersklassen U11, U15 und U19 statt. Erneut hatte der gastgebende BSC 95 Schwerin neben den hiesigen Vereinen regen Besuch aus anderen Landesverbänden. Darunter Spieler:innen aus Hamburg, Niedersachsen und Berlin. Schwerin selbst war mit insgesamt 7 Aktiven vertreten, welche in der U15 und der U19 starteten.

© BSC 95 Schwerin

Hermine, Lara und Bruno waren gut aufgelegt

Gerade die Schweriner Youngsters Hermine Kunz, Lara Dethloff und Bruno Seichter haben auf sich aufmerksam gemacht. Die zwei Mädels durften dabei erstmals in einer höheren Altersklasse starten. Dethloff hatte mit Augustine Witthus (BSV Einheit Greifswald) eine körperlich deutlich überlegene Spielerin in ihrem Erstrundenmatch gegenüber stehen. Sie konnte aber zeigen, was sie in den letzten Wochen im Training dazu gelernt hatte. Am Ende verlor sie das Spiel in zwei Sätzen zu 12 und zu 16. Trainingspartnerin Kunz hatte leider nicht den besten Turnierstart erwischt und konnte nicht ihren Trainingsstand abrufen. Auch wenn sie mit Anny Monsig auf eine starke Gegnerin traf, hätte durchaus ein dritter Satz drin sein können. Hermine verlor zu 14 und zu 17.

Dadurch dass beide ihre erste Runde verloren, ging es für sie um das Rennen um Platz 5 bis 8. Dethloff konnte nochmal auf dem Feld zeigen, zu was sie in der Lage ist und schlug Paulina Heller in 2 Sätzen. Im Spiel um Platz 5 trafen dann die zwei Schwerinerinnen aufeinander. Lara Dethloff bestätigte ihre guten Leistungen des Tages und entschied das gefühlt ewig dauernde Vereinsduell für sich.

Bruno Seichter, der erstjährig U15 spielt, stand in Runde eins mit dem Neubrandenburger Jannis Teichert ein bekannter Gegner gegenüber. Das Spiel ging deutlich in 2 Sätzen an den Schweriner. Im Viertelfinale traf er auf den topgesetzten Titus von Hartrott (MTV Salzhausen) und damit auf einen deutlich stärkeren Gegner. Trotz der folgenden 2-Satz-Niederlage hat seichter zeigen können, dass er in der Lage ist, auch bei höherem Tempo und besseren Schlägen mitzuhalten.

Danach ging es für ihn in die Runden um Platz 5-8. Als erstes musste er gegen den an 4 gesetzten Philipp Kröger aus Niedersachsen ran. Auch in diesem Spiel präsentierte sich Seichter außerordentlich gut, verlor am Ende knapp zu 17 und 15. Im anschließenden Spiel hieß sein Kontrahent Jeppe Tandelmeyer (Güstrow Sc 09). Das Spiel war heiß umkämpft. Den ersten Satz konnte der Barlachstädter denkbar knapp zu 19 für sich entscheiden. Satz zwei drehte der Schweriner um und gewann deutlich zu 10. Auch nach dem erneuten Seitenwechsel blieb Schwerins Nachwuchsathlet konstant und holte den Sieg und damit Platz 7 in die Landeshauptstadt.

Schwerins U15-Hoffnung Bruno Seichter in Aktion | Foto: © BSC 95 Schwerin

Bronze und Gold in der U19 abgestaubt

Parallel dazu traten die drei Schweriner Routiniers Tim Schramowski, Levi Friedrich und Mahan Yousefimoein in der U19 an. Yousefimoein hatte mit Jonas Leander Mehlhorn vom PSV Rostock einen erfahrenen Gegner auf der gegenüberliegenden Feldseite stehen. Das beirrte ihn allerdings wenig und mit einem Dreisatzsieg beendete er Runde eins. Im Viertelfinale traf er mit dem an zwei gesetzten Marek Kraft (SG Brietlingen/ Adendorf) auf einen überlegenen Gegner. Somit war hier erstmal Schluss und bestenfalls nur noch Platz 5 erreichbar.

Leider hatten Friedrich und Schramowski nach einem Freilos in Runde eins direkt das „Vergnügen“, gegeneinander zu spielen. Aus Trainersicht war das Spiel von beiden Seiten eher als ungenügend zu bewerten. Am Ende entschied der um ein Jahr ältere Schramowski dieses Spiel für sich und zog somit ins Halbfinale. In diesem musste er gegen den späteren Sieger der U19, Finn Hellbach (Empor Göhren), ran. Tim konnte in diesem Spiel leider nicht seine ganzen Leistungen abrufen. Vielleicht lag es auch an dem ersten Spiel, was bei ihm noch nicht den Turnierehrgeiz wecken konnte. Am Ende verlor er in zwei Sätzen.

Im Spiel um Platz 3 traf der 16-Jährige auf den an drei gesetzten Tom Burg vom TSV Adendorf. Hier konnte man eine spielerische 180°Wendung sehen. Von Anfang an bestimmte Schramowski die Ballwechsel und konnte gerade im zweiten Satz zeigen, zu was er mit der richtigen Einstellung in der Lage ist. Mit 23:21 und 21:8 sicherte er sich Bronze.

Für Mahan Yousefimoein und Levi Friedrich ging es derweil um Platz 5, den jeder der zwei unbedingt erreichen wollte. In ihrem ersten Spiel trafen beide auf bekannte Gegner. Levi zeigte gegen Mika Heinze und Mahan gegen Domenik Müller (beide SG Empor Sassnitz) zu was sie spielerisch in der Lage sind. Nach ihren deutlichen Zwei-Satz-Siegen folgte das erwartete vereinsinterne Duell. Auch hier legten sie ein gutes Spiel ab. Mit 21:17 und 21:16 behielt Yousefimoein die Oberhand und sicherte sich den begehrten 5. Platz.

Bei den rein lokal besetzten Damen der U19 trat diesmal nur Hanna Sommerfeld für den BSC 95 an. Dafür preschte sie, als an eins gesetzte, bis ins Finale vor. Auf ihrem Weg besiegte sie Mathilde Witthus (BSV Einheit Greifswald) und Lilly Monsig (SV Motor Süd Neubrandenburg) deutlich in zwei Sätzen bevor sie auf eine gut aufgelegte Trixi Kaczeniok (SG Empor Sassnitz) traf. Es folgte eine hart umkämpfte Begegnung. Nach einem 21:17 führte Hanna in Satz zwei anfangs stark. Zum Ende hin kam ein wenig Pech sowie einige überdenkbare Entscheidungen hinzu. 19:21 das Ergebnis und somit die Notwendigkeit eines Entscheidungssatzes. In diesem konnte Sommerfeld dann ihrer Gegnerin ihr Spiel aufzwingen und deutlich zu 9 gewinnen. Turniersieg!

Fazit der Coaches

Insgesamt haben die Spieler:innen des BSC 95 Schwerin gute bis sehr gute Leistungen gezeigt. Besonders beeindruckt waren auch einige Außenstehende von den drei U15ern. Mit ihren 5-7 Platzierungen konnten sie zeigen, was in ihnen steckt und welches Potenzial die drei mitbringen. Bei den U19-Jungs besteht definitiv mehr Ausbaupotenzial. „Gerade Tim und Levi können sich es nicht erlauben, erst im Laufe des Turnieres anzufangen, ernst zu spielen. Der Fokus, den Mahan oder Hanna gezeigt haben, fehlt den beiden auf dem Feld“, so das Resümee der Coaches: „Es war somit ein Turnier, auf welchem man sehen konnte, dass harte Arbeit im Training belohnt und weniger harte Arbeit bestraft wird.“

lh/pd