3500 Sportlerinnen bzw. Sportler aus 111 Nationen dabei

Symbolfoto

Die zehnten „World Games“ in Wroclaw wurden vom IOC-Präsidenten Dr. Thomas Bach eröffnet. Zwischen dem 21.Juli und 30.Juli werden Medaillen in 34 offiziellen Sportarten plus 4 weiteren Einladungssportarten vergeben. Fast 200 Entscheidungen stehen auf dem Wettkampfprogramm.

Große sportliche Vielfalt

Edelmetall gibt es unter anderem im Tanzsport, im Billard, im Orientierungslaufen, im Fallschirmsport, in der Aerobic, im Lacrosse, im Squash, im Bowling, im Inline-Hockey, im Wasserskisport, im Tauziehen, im Rollsport und im Bowling. Neu im offiziellen Programm sind Floorball und Muaythai.

Zu den Demonstrationssportarten gehören American Football, Indoor-Rudern, Kick-Boxen und Speedway.

Sportklettern und Karate, beides noch bei den „World Games“ 2017 in Wroclaw vertreten, wird 2020 in Tokyo in das olympische Programm aufgenommen.

187 deutsche Aktive am Start

Insgesamt hoffen rund 3500 Athletinnen bzw. Athleten aus 111 Nationen auf maximale Erfolge in Wroclaw, darunter auch das MV-Quintett Danny Wieck, Kevin Lehr bzw. Christian Ertel (alle DLRG Stralsund, Rettungsschwimmen), Bojan Schipner (WSC Reitbahnsee Neubrandenburg, Wasserski) und Max Lauschus (TSC Rostock 1957, Flossenschwimmen). Aus deutscher Sicht sind 187 Aktive vor Ort.

Deutschland bereits zweimal Gastgeber von „World Games“/Rückblick auf Karlsruhe 1989

Deutschland war selbst bereits zweimal Gastgeber von „World Games“ – 1989 in Karlsruhe und 2005 in Duisburg (MV-SPORT berichtete bereits über Duisburg).

Die dritten „World Games“ in Karlsruhe vor 28 Jahren wurden dabei im gleichen Zeitraum wie die heutigen in Wroclaw ausgetragen: vom 20.Juli bis 30.Juli! Diese Spiele waren – neben der 15.Sommer-Universiade in Duisburg vom 22.August bis 30.August 1989 – die letzte Multisport-Veranstaltung vor der gesellschaftlichen „Wende“ im „Ostblock“.

358 Medaillen, darunter 111 Goldene, konnten in 19 Sportarten plus 5 Einladungssportarten, zu denen Aikido, Bahn-Golf, Boomerang-Werfen, Triathlon bzw. Ultimate-Frisbee gehörten, erkämpft werden. DieSportarten mit den meisten Entscheidungen waren Flossenschwimmen (13), Karate bzw. Taekwondo (hje 12) und Rettungsschwimmen (8).

1300 Sportlerinnen bzw. Sportler aus 36 Nationen meldeten für die 1989er „World Games“, darunter auch die Sowjetunion.

Achtzehn Goldene 1989 für (West-)Deutschland

Die meisten Medaillen, 58, darunter 18 x Gold, schaffte das westdeutsche Team. 51 Medaillen, darunter 22 x Gold, holte Italien, das damit auch im Medaillenspiegel Rang eins belegte. Die Sowjetunion kam auf 36 Medaillen (15 x Gold) und die USA auf 30 Medaillen (8 x Gold).

In acht Sportarten schafften die westdeutschen Sportlerinnen und Sportler 1989 Goldmedaillen, so im Bodybuilding (Bernd Haid im Herren-Leichtgewicht, Helga Popp im Frauen-Leichtgewicht und Christa Brauch im Frauen-Mittelgewicht), im Kunstradfahren (Herren-Zweier: Sascha Weil/Andreas Weil, Herren-Einer: Harry Bodmer und Frauen-Einer: Heike Marklein), im Radball (Jürgen King/Werner King), im Faustball (deutsches Herren-Team), im Trampolinspringen (Herren-Synchron: Michael Kuhn/Ralf Pelle) und im Karate (Kumite, 60 Kilogramm-Frauen: Brigitte Thaele, 70 Kilogramm-Herren: Jörg Reus und 75 Kilogramm-Herren: Toni Dietl).

Außerdem gab es jeweils drei Goldene im Rettungsschwimmen (für Antje Hole, Manfred Koeder und die deutsche 4 x 50 Meter Staffel ebenfalls mit Manfred Koeder), eine Goldene im Rollschnelllauf (für Barbara Fischer) und zwei Goldene im Taekwondo (für Michael Arndt in der Klasse über 83 Kilogramm der Herren und für Sonny Seidel in der Klasse bis 65 Kilogramm der Frauen).

Bei den letzten „World Games“ 2013 in Cali hatte „Team Germany“ 15 Goldene errungen, auch dank des Rostocker Flossenschwimmers Max Lauschus (2 x Gold) und dank der Stralsunder Rettungsschwimmer Danny Wieck bzw. Christia Ertel (2 x Staffel-Gold).

Mal schauen, was für Schwarz-Rot-Gold in Wroclaw 2017 möglich sein wird?!

Marko Michels

Foto: Sportklettern – Symbolfoto / Das Sportklettern ist auch 2017 im Programm der „World Games“, ab 2020 dann bei Olympia vertreten.