Nachgefragt bei Martin Holzhause von der DLRG

Jessica Grote (Foto: Daniel-André Reinelt (DLRG))

Ende Juli gab es wieder einen traditionsreichen Pokal-Wettbewerb im Retungssport bzw. im Rettungsschwimmen in Warnemünde. Zum 22.Mal stand der DLRG-Cup am 20./21.Juli 2018 auf dem Programm und die Bedingungen waren bei strahlendem Sonnenschein und Temperaturen bis 30 Grad ausgezeichnet.

Im Wettstreit der sechs Nationen setzte sich die DLRG-Nationalmannschaft am Ende mit 509 Punkten deutlich vor den Niederlanden (338 Punkte) sowie Dänemark (203 Punkte) durch. Im Event der 42 teilnehmenden Vereinsmannschaften belegte die DLRG Harsewinkel Rang eins. Silber erkämpfte der Halle-Saalekreis vor Anklam.

Interview

Martin Holzhause, Referent für Öffentlichkeitsarbeit bei der DLRG, über den Verlauf, die sportlichen Höhepunkte und die Bedeutung des DLRG-Cups vor Warnemünde und weitere Herausforderungen für die deutschen Rettungssportlerinnen bzw. -sportler

„Fantastische Bedingungen, ein toller Rahmen und viele sportliche Höchstleistungen…“

Frage: Der DLRG-Cup 2018 ist wieder Historie. Wie lautet Ihr kurzes Resümee?

Martin Holzhause: Das waren dieses Jahr fantastische Bedingungen für einen internationalen Wettstreit am Strand von Warnemünde. Nicht nur, dass sich das Wetter von seiner allerbesten Seite zeigte, viele ehrenamtliche Helfer haben – unterstützt durch unsere Partner – auch wieder einen tollen Rahmen für sportliche Höchstleistungen geschaffen.

Von Letztgenannten konnten wir dann auch einige bestaunen. Den Höhepunkt in diesem Jahr bildeten sicher die Finalläufe im Rettungstriathlon Oceanman/Oceanwoman, die in einem neuen Ausscheidungsmodus ausgetragen wurden und für die Teilnehmer anspruchsvoller als je zuvor waren.

Frage: Wer beeindruckte insbesondere im deutschen Team?

Martin Holzhause: Sowohl die Einzelwertung bei den Frauen als auch bei den Männern konnten Athleten aus der DLRG-Nationalmannschaft für sich entscheiden.

Daniel Roggenland aus Harsewinkel in Westfalen feierte nach einem Jahr Pause ebenso seinen zweiten Erfolg wie Carla Strübing, die nach 2017 nun im Alter von nur 20 Jahren erneut triumphierte.

Beide haben sich damit eine sehr gute Ausgangsposition für die Nominierung für die Weltmeisterschaft im November in Australien erarbeitet. Doch auch andere Athleten haben sich bei Bundestrainerin Elena Prelle sicher empfehlen können, darunter die beiden Stralsunder Christian Ertel und Danny Wieck, die in dieser Saison wie Gesamtsiegerin Carla Strübing für die DLRG Anklam starten.

Frage: Welche Bedeutung hat der DLRG-Cup mittlerweile?

Martin Holzhause: Der DLRG-Cup ist in der europäischen Gemeinschaft der Rettungsschwimmer nach wie vor ein sehr renommierter Einladungswettkampf. In Deutschland ist die Veranstaltung mit Abstand die wichtigste im Freigewässer-Rettungssport.

Für viele Nachwuchs-Athleten ist es das Highlight des Jahres, im Juli am Cup teilzunehmen. Und für unsere Kadersportler geht es in jedem Jahr sportlich auch um die begehrten Plätze für die nächste Europa- oder Weltmeisterschaft.

Letzte Frage: Welche wichtigen Wettkämpfe warten 2018 noch auf die deutschen Rettungssportlerinnen und -sportler?

Martin Holzhause: Weiter geht es im August mit der Entscheidung in der DLRG Trophy, einer dreiteiligen nationalen Wettkampfserie im Freigewässer. Im September folgt dann der DLRG Cup Pool, nach dem Wettbewerb in Warnemünde der zweite Teil der WM-Qualifikation. Dort stehen dann die Schwimmbad-Disziplinen im Fokus.

Danach wird das Team für die WM im November in Adelaide nominiert. Da wollen natürlich alle hin, denn Australien ist sozusagen das Mekka das Rettungssports und eine WM-Teilnahme dort vielleicht das Größte in einer Athleten-Karriere.

Vielen Dank und weiterhin viele Erfolge im Rettungssport!

M.Michels