22. Internationaler DLRG Cup

Foto: Sascha Walther (zu sehen ist die DLRG Nationalmannschaft)

 

Deutschland verteidigt erfolgreich Titel / Beste Ortsgruppe ist Harsewinkel / Carla StrĂŒbing erneut siegreich

Rostock-WarnemĂŒnde/Bad Nenndorf. Bei bestem Wetter und hervorragenden Bedingungen fĂŒr die WettkĂ€mpfe ist am Samstagnachmittag (21.7.) in WarnemĂŒnde der 22. Internationale DLRG Cup im Rettungsschwimmen zu Ende gegangen. Im Wettstreit der sechs Nationen hat nach einem zögerlichen Auftakt die DLRG Nationalmannschaft am Ende mit 509 Punkten seine Dominanz doch deutlich gemacht und die NiederlĂ€nder (338 Punkte) sowie die DĂ€nen (203 Punkte) abgehĂ€ngt. Im Wettbewerb der 42 angereisten Vereinsmannschaften hatte die DLRG Harsewinkel die Nase vorn. Über die Silbermedaille freute sich Halle-Saalekreis, Anklam nimmt Bronze mit. In der Mehrkampfwertung der Damen konnte Carla StrĂŒbing ebenfalls ihren Titel verteidigen, bei den Herren schaffte es Daniel Roggenland nach einem Jahr Pause wieder (beide DLRG Nationalteam) aufs oberste Podest.

„Wir können hier mit der Leistung unserer Mannschaft sehr zufrieden sein. Vor allem heute haben die Jungs und MĂ€dels noch einmal viele Punkte geholt“, resĂŒmiert Assistenztrainer Kai Schirmer der deutschen Nationalmannschaft. „Die neue gemischte Rettungsstaffel ist wahnsinnig spannend, teilweise waren Favoriten plötzlich keine Favoriten mehr, hier ist viel Taktik im Spiel“, ergĂ€nzt er.

Im Laufe des Vormittags drehten die Deutschen tatsĂ€chlich noch einmal auf und fuhren zahlreiche Medaillen ein. In der Gurtretterstaffel brachten die Athleten vom Team Deutschland das sogenannte Opfer am schnellsten zurĂŒck zum Strand, gefolgt von der Auswahl der DLRG Halle-Saalekreis und DĂ€nemark.

Beim Surf Ski Race der Frauen paddelte Carla StrĂŒbing aus dem DLRG Nationalkader zu Gold, wenn auch knapp. „Am Anfang ist es immer etwas schwierig, aber gegen Ende wird es dann besser und da habe ich im Endspurt noch einmal alles gegeben“, freute sich die 20-JĂ€hrige. Hinter ihr kamen die DĂ€nin Katrine Zinck Leth-Espensen und die NiederlĂ€nderin Kitty Schiphorst Preuper ins Ziel.

Auf dem Rettungsbrett dominierten die Herren der DLRG Nationalmannschaft, sicherten sich alle Edelmetalle und vor allem wichtige Punkte fĂŒr die Gesamtwertung im Duell mit den NiederlĂ€ndern: Daniel Roggenland fuhr auf Rang eins, Nordin Sparmann auf zwei und Christian Watermann auf drei.

Kurz nach dem Mittag folgte der mit Spannung erwartete Rettungstriathlon Oceanwoman beziehungsweise Oceanman, der in diesem Jahr in der Eliminatorvariante durchgefĂŒhrt wurde. So wird es auch bei der Weltmeisterschaft im Herbst in Australien sein. Bei dieser deutlich anspruchsvolleren Version erwarten die antretenden 18 Sportler bis zu drei DurchgĂ€ngen hintereinander. Nach jedem Durchgang scheiden die sechs langsamsten aus – werden also eliminiert. Zwischen den LĂ€ufen haben die Athleten lediglich fĂŒnf Minuten Pause. Die meiste Ausdauer und Kraft legte hier Carla StrĂŒbing an den Tag und bewies damit einmal mehr ihre Stellung als Favoritin. Silber ging an die DĂ€nin Katrine Zinck Leth-Espensen, Bronze an Vivian Zander (Deutschland). Bei den MĂ€nnern prĂ€sentierte Daniel Roggenland (Deutschland) seine ganze Klasse und vollfĂŒhrte mit einigem Abstand vor dem Franzosen Renaud Bodier (startet fĂŒr DLRG Schloß Holte-Stukenbrock) und dem NiederlĂ€nder Barry Hazenoot diesen beeindruckenden Kraftakt.

Zum Abschluss des Tages stand die Staffel des Ocean(wo)man auf dem Programm. Hier mussten die Rettungssportler noch einmal die letzten KrĂ€fte mobilisieren, um möglichst viele Punkte fĂŒr die Gesamtwertung mitzunehmen. Dabei immer im Blick: die Qualifikation zur Weltmeisterschaft. Diese Chance ließen sich die Kaderathleten der DLRG Nationalmannschaft nicht nehmen und belohnten sich mit einem Doppelerfolg. Sowohl die Damen als auch die Herren freuten sich am Ende ĂŒber Gold. Zweite bei den Frauen wurde die DLRG Harsewinkel, dritte die DĂ€ninnen. Die deutschen MĂ€nner schoben sich in einem Herzschlagfinale vor die NiederlĂ€nder und den Halle-Saalekreis.

Rettungssport

In der DLRG betreiben in Deutschland rund 61.000 zumeist junge Menschen den Rettungssport, bei dem es nicht nur auf Schnelligkeit, sondern auch auf die Beherrschung verschiedener Hilfsmittel zur Wasserrettung ankommt. Der Rettungssport entwickelte sich aus der humanitĂ€ren Idee heraus, Menschen fĂŒr den ehrenamtlichen Wasserrettungsdienst zu gewinnen und auszubilden. Zwei Arten werden grundsĂ€tzlich unterschieden: Die Pooldisziplinen (Hallenbad) und die Ocean Events (FreigewĂ€sser) wie der DLRG Cup. Neben dem Leistungs- und Wettbewerbsgedanken macht der Sport fit fĂŒr den Ernstfall – und hilft somit, Leben zu retten. Viele Jugendliche wurden bereits durch den Rettungssport fĂŒr den Einsatz im Wasserrettungsdienst an Deutschlands KĂŒsten und Badestellen im Binnenland begeistert.

Quelle: Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft e.V., Christopher Dolz

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