Speerwurf-Sieger Andreas Hofmann,
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Deutsche Meisterschaften N├╝rnberg, Sonntag

Mit Weiten von 89, 88 und 87 Metern haben die DLV-Speerwerfer Andreas Hofmann, Thomas R├Âhler und Johannes Vetter f├╝r das Highlight am zweiten Wettkampf-Tag der Stadionwettbewerbe bei den Deutschen Meisterschaften in N├╝rnberg gesorgt. Im Diskus-Wettbewerb der Frauen gab es einen Zentimeterentscheid um Titel und EM-Startpl├Ątze. Neue Normerf├╝ller gab es ├╝ber 200 Meter und 400 Meter der M├Ąnner sowie im Stabhochsprung und Weitsprung der Frauen.

Erst im sechsten Versuch fand Olympiasieger Thomas R├Âhler (LC Jena) den optimalen Wurf im Max-Morlock-Stadion und lie├č den Speer auf 88,09 Meter segeln. Damit schob er sich noch von Position vier auf den Silberrang. Den von ihm geforderten Leistungsnachweis erbrachte auch Johannes Vetter mit 87,83 Metern als Dritter. Der DLV schickt damit in einer Disziplin gleich drei Medaillen- und Titelkandidaten zur Heim-EM nach Berlin (7. bis 12. August), die dort allerdings auf starke Konkurrenz treffen werden. Auch Julian Weber (USC Mainz; 84,62 m) erzielte als Vierter eine internationale Topweite.

Shanice Craft entscheidet Diskuskrimi f├╝r sich
Im Diskuswerfen der Frauen war es ein Zentimeter-Krimi, der nicht nur ├╝ber den Titel, sondern auch die Startpl├Ątze f├╝r die EM entschied. Shanice Craft (MTG Mannheim) gelang im f├╝nften Versuch mit einem Wurf auf 62,91 Meter der Befreiungsschlag, der ihr nach 2014 wieder den Sieg und obendrauf wohl auch das EM-Ticket gebracht hat.

Bei 62,73 Metern landete der Diskus von Nadine M├╝ller (SV Halle), die sich damit ebenfalls f├╝r die EM empfahl. Nur acht Zentimeter weniger wurden f├╝r die Dritte Anna R├╝h (SC Magdeburg; 62,65 m) gemessen, die deshalb schlechte Karten f├╝r einen der beiden verbleibenden Nominierungspl├Ątze hat, mal wieder muss man leider sagen. Die viertplatzierte Claudine Vita (SC Neubrandenburg) hatte schon im Vorfeld der Meisterschaften von N├╝rnberg ihren EM-Startplatz sicher. Mit 62,63 Metern fehlten ihr nur zwei Zentimeter zu einer DM-Medaille. Vorjahressiegerin Julia Harting (SCC Berlin) musste sich mit Rang f├╝nf (61,63 m) zufrieden geben, zu wenig gegen die starke nationale Konkurrenz.

Konstanze Klosterhalfen beh├Ąlt Oberhand, Gesa Felicitas Krause im Alleingang
Wie man es von ihr kennt von der Spitze weg gestaltete Konstanze Klosterhalfen (TSV Bayer 04 Leverkusen) das 1.500-Meter-Finale. Nach einer Verletzung in der Saisonvorbereitung und ihrem versp├Ąteten Saisoneinstieg konnte die erst 21-J├Ąhrige die nationale Konkurrenz aber nicht absch├╝tteln. Dennoch reichte ihre Schnelligkeit auf der Schlussrunde, um in 4:06,34 Minuten ihren Titel erfolgreich zu verteidigen. Die DLV-Aufsteigerin des Jahres im Laufbereich Elena Burkard (LG Farbtex Nordschwarzwald) holte mit ihrer n├Ąchsten Bestzeit (4:06,51 min) Silber vor Diana Sujew (LG Eintracht Frankfurt; 4:08,21 min) und Caterina Granz (LG Nord Berlin; 4:09,07 min).

Innerhalb einer Zehntel warfen sich die ersten Drei bei den M├Ąnnern ins Ziel. Timo Benitz (LG Farbtex Nordschwarzwald; 3:53,43 min) konnte sich Marius Probst (TV Wattenscheid 01; 3:53,47 min) und Homiyu Tesfaye (LG Eintracht Frankfurt; 3:53,53 min) geradeso vom Leib halten. Das Trio wird auch die DLV-Farben bei der EM vertreten.

Mit einem Alleingang meldete sich Gesa Felicitas Krause (Silvesterlauf Trier) ├╝ber 3.000 Meter Hindernis zur├╝ck. In 9:34,58 Minuten steigerte die Europameisterin ihre Saisonbestleistung um f├╝nf Sekunden auf 9:34,58 Minuten, m├Âchte aber in Richtung Berlin und ihrer Mission Titelverteidigung noch zulegen. R├╝ckkehrerin Antje M├Âldner-Schmidt (LC Cottbus; 9:45,82 min) wurde Zweite. Als Dritte d├╝rfte sich Jana Sussmann (LT Haspa Marathon Hamburg; 9:47,47 min) im Kampf gegen Maya Rehberg (SG TSV Kronshagen / Kieler TB; 9:48,50 min) das verbleibende EM-Ticket in dieser Disziplin geholt haben.

Autor: Jan-Henner Reitze / leichtathletik.de