Zwischen Mai und Oktober gibt es zahlreiche internationale Ruder-Regatten

Rudern auf dem Schweriner See vor dem Schloss… Foto: M.M.

2018 ist Halbzeit im olympischen Zyklus 2016-2020 mit dem Höhepunkt Olympia 2020 in Tokyo. Das gilt auch für den Rudersport. So werden auch in diesem Jahr internationale Meisterschaften und Weltcups insbesondere zwischen Mai und Oktober ausgetragen.

Zwischen Weltcup-Serie…

Die Weltcup-Serie im Rudersport 2018 umfasst drei Stationen, so in Belgrad vom 1.Juni bis 3.Juni, in Linz/Ottensheim  vom 22.Juni bis 24.Juni und in Luzern vom 13.Juli bis 15.Juli.

…und Elite-WM

Der Saison-Höhepunkt sind zweifellos die Elite-Weltmeisterschaften vom 9.September bis 16.September in Plowdiw. Die weiteren Elite-WM im olympischen Zyklus 2016-2020 sind die vergangene WM 2017 in Sarasota, die baldige in Plowdiw und die WM vom 25.August bis 1.September 2019 in Linz/Ottensheim.

Auch bei den Elite-EM und Nachwuchs-Regatten gefordert

Im Jahr 2017 stehen neben den Elite-WM in Plowdiw jedoch noch zusätzliche hochkarätige Ruder-Regatten auf der Agenda, so die Elite-EM vom 2.August bis 5.August in Glasgow. Die U 23-WM ist hingegen vom 25.Juli bis 29.Juli in Poznan vorgesehen.

Mehr als interessante Nachwuchs-Meisterschaften sind 2017 ebenfalls die Junioren-EM vom 26.Mai bis 27.Mai in Gravelines, die Junioren-WM vom 8.August bis 12.August in Racice und  die U 23-EM vom 1.September bis 2.September in Brest.

Zudem werden 2018 die Welt-Universitäts-Meisterschaften im Rudern vom 10.Agust bis 12.August in Shanghai ausgetragen. Des Weiteren ist Rudern im Programm der dritten Olympischen Jugend-Sommerspiele im Oktober in Buenos Aires.

Weltmeisterliches Kalenderblatt zum Rudersport

Wie war das eigentlich noch bei den historischen Ruder-WM 1962 und 1974 auf dem Rotsee in Luzern aus regionaler und nationaler Sicht?!

1962 gab es die ersten Ruder-WM (nur für Herren) überhaupt. 1974 durften die Frauen rudersportiv erstmals weltmeisterlich ran.

Bereits bei den ersten Ruder-Weltmeisterschaften überhaupt, 1962 in Luzern, jubelten Ruderer aus Mecklenburg und Vorpommern. Im siegreichen westdeutschen Achter 1962 ruderte auch eine MV-Troika – mit Karl-Heinrich Groddeck (Geburtsort Tutow), Hans-Jürgen Wallbrecht (Geburtsort Neubrandenburg) und Klaus Aeffke (Geburtsort Neustrelitz). Insgesamt gab es aus deutscher Sicht damals 5 x Gold, 1 x Bronze in den sieben Ruder-Entscheidungen nur für Herren. Die restlichen beiden Titel teilten sich die Sowjetunion (Einer: Wjatscheslaw Iwanow) und Frankreich (Doppelzweier). Von den 21 vergebenen Medaillen 1962 gingen 20 nach Europa. Nur dem US-Amerikaner Seymour Cromwell gelang es als Einzigem, in die europäische Ruder-Phalanx 1962 einzubrechen – mit Bronze im Einer.

Vor 44 Jahren – Die Ruder-WM 1974 in Luzern

Die Frauen durften erst 12 Jahre später, 1974 erneut in Luzern, in die weltmeisterlichen Ruder-Boote.  Die erste gemeinsame Ruder-WM für die Entscheidungen bei den Frauen und bei den Männern war dabei eine sehr erfolgreiche aus deutscher Sicht, denn die Ruderinnen und Ruderer aus Deutschland-Ost und auch Deutschland-West konnten nach Ende der Welttitelkämpfe`74  10 x Gold, 3 x Silber, 4 x Bronze vorweisen.

Christine Scheiblich (DDR) siegte im Frauen-Einer und Wolfgang Hönig (DDR) im Herren-Einer. Im erfolgreichen DDR-Frauen-Achter ruderte zudem eine Schwerinerin mit – Sabine Brincker. Im goldenen Doppelvierer der DDR-Herren war unter anderem der gebürtige Greifswalder Joachim Dreifke (ASK Vorwärts Rostock) mit „an Bord“. Und der DDR-Vierer ohne wurde mit dem gebürtigen Rostocker Siegfried Brietzke Erster.

Von 17 WM-Titel gingen, wie erwähnt, 10 nach Deutschland. Die restlichen sieben WM-Goldenen erkämpften die USA (3), die Sowjetunion (2) und Rumänien bzw. Australien (je einen). Von den 51 Medaillen der Ruder-WM 1974 mit 6 Entscheidungen im Frauen-Rudern und 11 Entscheidungen im Männer-Rudern holten die Ruderinnen und Ruderer aus Europa 44 Plaketten. Die verbleibenden sieben errangen die USA (5) und Australien bzw. Neuseeland (je eine).

Nun gilt es aber, bei den Elite-WM 2018 in Plowdiw erfolgreich zu bestehen.

Marko Michels