(Anzeige) Mit Pfeil und Bogen auf die Jagd gehen? Das hört sich für zahlreiche Leute nach Mittelalter oder noch früher an. Tatsächlich war der Bogen schon sehr früh in der Menschheitsgeschichte ein wichtiges Jagdmittel, mit dem es unseren Vorfahren gelang, Beute zu machen. In jener Zeit musste der Mensch in der Natur noch jede Sekunde um das Überleben kämpfen.

Junge Frau hält Jagdbogen in der Hand und trainiert in der Natur

Der Bogen diente nicht nur als Jagdwaffe, um Beutetiere zu erlegen. Nein, der Bogen diente auch durchaus zur Verteidigung gegenüber Raubtiere, die damals dem Menschen noch sehr gefährlich werden konnten. Auch im Kampf gegen andere Menschen fand der Bogen Anwendung. Somit lässt sich in der Tat sagen, dass der Jagdbogen schon immer ein Teil der Menschheitsgeschichte war.

Wie hat man damals mit dem Bogen gejagt?

Als der Mensch begann, Waffen zu entwickeln, waren Waffen wie Speere und Keulen natürlich die ersten Formen. Bis zur Entstehung des Bogens hat es noch eine lange Zeit gedauert. Doch als der Mensch diese Errungenschaft erst einmal erreicht hatte, dürfte ihm schnell klar gewesen sein, dass er eine neue und sehr effektive Waffe geschaffen hatte. Sie eignete sich damals prima zur Jagd, denn einst holte sich der Mensch seinen Bedarf an Fleisch noch von den Tieren des Waldes. Wildtiere konnten in den dichten Wäldern jedoch recht schnell entwichen. Mit Pfeil und Bogen stand dem Mensch eine Waffe zur Verfügung, die sich auch zum Jagen im Walde eignete und eine bessere Manövrierung ermöglichte. Auf jene Tiere machte der Mensch einst Jagd:

  • Rehe und Hirsche
  • Wildschweine
  • Vögel
  • Füchse

Betrachtet man diese Liste, so wird ersichtlich, dass sich das Jagdverhalten bis heute nicht viel geändert hat. Heute sind wir zwar nicht mehr darauf angewiesen, im Wald auf die Jagd zu gehen, um unser Überleben zu sichern, aber der Bogen kommt auch heute noch bei der Jagd zum Einsatz.

Die Jagd mit dem Bogen heute

Die Jagdmethoden des Menschen haben sich im Verlauf der Jahrhunderte natürlich sehr verändert. Heute jagen nur noch wenige Menschen mit Pfeil und Bogen. Das Gewehr hat diese Waffe im Jagdbereich abgelöst, da man damit auf große Distanz eine hohe Treffsicherheit an den Tag legen kann. Dennoch kann man zum Beispiel bei einem Survival Kurs die Jagd mit dem Bogen erlernen. Darüber hinaus gibt es auch heute noch Indigene Völker auf der Erde, die immer noch mit Bögen auf die Jagd gehen. In der heutigen Zeit wird bei der Bogenjagd vor allem auf drei Arten zurückgegriffen: Langbogen, Compoundbogen und Recurvebogen. Alle drei Bogenarten eignen sich für die Jagd. Der Umgang mit diesen Waffen ist allerdings alles andere als einfach und setzt ein tägliches Training voraus. Nur auf diese Weise lässt sich eine Treffsicherheit erreichen, die eine erfolgreiche Jagd möglich macht. Dazu gehört auch ein konditionelles Training, da die Bogenjagd anstrengend ist. Atemübungen können dabei helfen, bei der Jagd mit dem Bogen die notwendige Ruhe zu entwickeln.

Wie kann man mit einem Bogen auf die Jagd gehen?

Grundsätzlich muss man zunächst die Entscheidung treffen, ob man von einem Hochstand aus jagen möchte oder ob man eine Bodenjagd bevorzugt. Die Vorteile sind klar: Auf einem Hochstand ist man stationär gebunden. Man ist darauf angewiesen, dass Beutetiere vorbeikommen. Bei der Bodenjagd kann man sich auf die Suche begeben und Spuren folgen. Wählt man diesen Jagdtyp, so ist es enorm wichtig, bei der Reise durch den Wald geräuschlos vorzugehen. Wildtiere reagieren auf Geräusche und können so im Dickicht verschwinden. Daher sollte man sich mit dem Thema Pirschjagd beschäftigen. Man kann auch in einer Gesellschaft jagen und die Tiere so in die Enge treiben. Die Lockjagd ist eine weitere Methode, die noch heute Anwendung findet. Für einen hochwertigen Jagdbogen sollte man ein entsprechendes Budget einplanen, da die Jagd mit einem Bogen ein teures Hobbys darstellen kann.