Wieder deutscher Erfolg bei den Herren auf Hawaii

Der 41.Ironman vor bzw. auf Hawaii stand am zweiten Oktober-Wochenende 2017 im sportlichen Fokus. 1978 wurde der US-Amerikaner Gordon Haller erste Sieger. Lyn Lemaire ebenfalls aus den USA sorgte ein Jahr später, 1979, für den ersten Frauen-Erfolg.

Die 2017er Auflage

Bei der 2017er Auflage des Hawaii-IRONMAN starteten mehr als 2300 Triathletinnen und Triathleten aus aller Welt, darunter 212 Athletinnen und Athleten aus Deutschland. Bei den Frauen waren die Australierinnen und bei den Herren die deutschen Sprtler um Jan Frodeno zu den Favoritinnen bzw. Favoriten.

Aber: Wie ging „das Ganze“ nun aus ?!

Bei den Herren triumphierte wieder ein Deutscher! Patrick Lange, 2016 Dritter, wurde in der Rekord-Zeit von 8 Stunden, 1 Minute und 40 Sekunden über 3,86 Kilometer Schwimmen plus 180 Kilometer Radfahren plus 42,195 Kilometer Laufen die  Nummer eins. Dahinter folgten der Kanadier Lionel Sanders in 8:04:07 Stunden und der Brite David McNamee in 8:07:11 Stunden.

Aus deutscher Sicht ist dieser Triumph der vierte in Folge bzw. der achte Erfolg insgesamt für einen schwarz-rot-goldenen Triathleten auf Hawaii, nachdem dort bereits Thomas Hellriegel (1997), Normann Stadler (2004/2006), Faris Al-Sultan (2005), Sebastian Kienle (2014) bzw. Jan Frodeno 2015 bzw. 2016, der dieses Mal gesundheitliche Probleme (Rückenbeschwerden) und mit dem Ausgang des Rennen nichts zu tun hatte, siegreich waren.

Zum dritten Mal erfolgreich – Daniela Ryf

Die Schweizerin Daniela Ryf jubelte 2017 bei den Frauen indes zum dritten Mal hintereinander – nach 2015 sowie 2016. In der Zeit von 8 Stunden, 50 Minuten, 47 Sekunden verwies sie Lucy Charles aus Großbritannien (8:59:38 Stunden) und Sarah Crowley aus Australien (9:01:38 Stunden) auf die weiteren Medaillen-Ränge. Für die Schweiz war es der neunte Erfolg bei den Frauen. Vor Daniela Ryf hatte den Hawaii-Ironman für die Eidgenossinnen bereits deren Landsfrau Natascha Badmann sechsmal für sich entschieden (1998, 2000, 2001, 2002, 2004 bzw. 2005).

Aus deutscher Sicht gab es im Frauen-Bereich bis dato vier Podest-Ränge – durch Nina Kraft (Bronze 2001, 2003 bzw. Silber 2002) und durch Sandra Wallenhorst (Bronze 2008).

Rostocker Ironman dieses Mal am Mikrofon

Rostocks erfolgreicher Ironman Andreas Raelert fungierte in diesem Jahr übrigens als Co-Kommentator beim ZDF. Vor zwei Jahren, 2015, hatte Andreas Raelert, Jahrgang 1976, in der Zeit von 8 Stunden 17 Minuten 43 Sekunden Rang zwei belegt, sein fünfter Podestplatz auf Hawaii. Der Hanseate wurde beim Ironman auf Hawaii bereits 2009 Dritter, 2010 Zweiter, 2011 Dritter und 2012 Zweiter. Zweimal nahm Andreas Raelert auch an Olympischen Spielen teil, kam 2000 in Sydney auf Rang zwölf und 2004 in Athen auf Rang sechs. Im nächsten Jahr, 2018, will Andreas Raelert wieder beim Hawaii-Ironman dabei sein.

Deutschland im Gesamt-Ranking auf Platz fünf

Im Ranking (Frauen, Männer) des Hawaii-Ironman steht es nun wie folgt: USA 30 x Gold, 26 x Silber, 27 x Bronze, Australien 11 x Gold, 9 x Silber, 8 x Bronze, Schweiz 9 x Gold, 5 x Silber, 1 x Bronze, Kanada 8 x Gold, 16 x Silber, 3 x Bronze und Deutschland 8 x Gold, 8 x Silber, 16 x Bronze.

Weitere Infos zu Triathlon-Siegern

Die WM-Serie 2017 gewann bei den Frauen Flora Duffy (Bermudas) und bei den Herren Mario Mola (Spanien) – wie bereits 2016.

Beim olympischen Triathlon in Rio im August 2016  triumphierte hingegen bei den Frauen Gwen Jorgensen (USA) und bei den Herren Jonathan Brownlee (Großbritannien), der bereits 2012 Gold erkämpft hatte.

Die olympische Distanz umfasst beim Triathlon 1,5 Kilometer Schwimmen, 40 Kilometer Radfahren bzw. 10 Kilometer Laufen und die Sprint-Distanz beinhaltet 750 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren und 5 Kilometer Laufen.

2018 geht es dann mit der WM-Serie auf der olympischen bzw. Sprint-Distanz weiter und auch der Hawaii-Ironman steht dann wieder im Fokus!

Marko Michels

Archiv-Foto (Michels): Natürlich gehört auch das Radfahren zum Triathlon…