Der Abteilungsleiter Ringen beim SV Warnemünde, Stefan Pentschew, im Gespräch

Warnemünde und Ringen – das ist seit Jahrzehnten eine Erfolgstradition. Auch Meisterschaften und Turniere organisiert der SV Warnemünde seit vielen Jahren mit großem Erfolg. Mitte April stand nun das 48. Warnemünder Traditionsturnier auf dem Programm. Nachgefragt bei Abteilungsleiter Stefan Pentschew…

Ringen

Symbolfoto

Stefan Pentschew über die Organisation, den Ablauf und die Resultate des 48. Warnemünder Traditionsturniers

„Inzwischen eine feste Größe…“

Frage: Das „48.“ ist auch schon wieder Geschichte. Wie lautet dein Resümee zum Turnier?

Stefan Pentschew: Wir haben dieses Jahr die Altersklassen-Einteilung etwas umgestellt und die weiblichen Ringerinnen weggelassen. 125 Teilnehmer aus über 25 Vereinen und 3 Nationen sprechen für sich. Vor allem der große Anteil Männer – mit 80 Teilnehmern – waren die Grundlage für hochkarätige Kämpfe. Wir hatten das National-Team der Kadetten aus Polen am Start sowie eine sehr starke schwedische Vertretung. Dazu kam eine Vielzahl deutscher Meister und Platzierter bei EM und WM. Wie sind hoch zufrieden mit den Kämpfen und auch mit dem reibungslosen Ablauf.

Frage: Wer überzeugte aus Warnemünder Sicht?

Stefan Pentschew: Da hatten wir dieses Jahr nicht allzu viele Kämpfer am Start, bedingt durch Krankheiten, ungünstige Altersklassen und Urlaube. Das muss nächstes Jahr besser werden. Überzeugend waren die Auftritte vom Junioren-Europameister Andrej Ginc, der Erster wurde und Dennis Langer, welcher sich erst in einem  spannenden Finale geschlagen geben musste. Beide kommen aus Mecklenburg und sind in Warnemünde gut bekannt.

Frage: Welchen Stellenwert und welche Bedeutung hat das Warnemünder Traditionsturnier aus deiner Sicht?

Stefan Pentschew: Es ist das größte seiner Art in Norddeutschland und bei sehr vielen Vereinen inzwischen eine feste Größe. Für uns als Verein ist es  jedes Mal eine Mammut-Aufgabe in Bezug auf Vorbereitung, Ausführung und Nachbereitung. Auch wenn von allen Seiten Lob ausgesprochen wird, ist es doch eine immense Belastung für alle Helfer und Beteiligten.

Frage: Gibt es schon einen Termin für das 49.?

Stefan Pentschew: Wir prüfen gerade verschiedene Termine. Diese müssen in den nationalen und internationalen Wettkampf-Kalender passen und die Sporthalle in Warnemünde muss zur Verfügung stehen. Wir haben derzeit den 30. Mai 2020 ins Auge gefasst. Die Halle ist für diesen Termin angefragt.

Letzte Frage: Mitte April gab es auch die EM im Ringen in Bukarest. Wie bewertest du die Resultate des deutschen Teams?

Stefan Pentschew: Es waren dort starke Auftritte der deutschen Ringer aus Deutschland im griechisch-römischen Stil. Die Ausbeute, einmal Silber, zweimal Bronze und ein fünfter Platz – stark!

Ich habe einige Kämpfe gesehen. Das Niveau ist wieder sehr hoch. Vor allem die Starter aus den Republiken der ehemaligen Sowjetunion haben wieder unheimlich viele Athleten vorne platzieren können. Auffällig war der erst neunzehnjährige Arsen Harutyunyan aus Armenien, der im Freistil-Ringen in der Gewichtsklasse bis 61 Kilogramm den Titel auf technisch hohem Niveau gewinnen konnte. Von ihm werden wir wohl in Zukunft noch mehr hören…

Vielen Dank und weiterhin bestes Engagement für das Ringen in Warnemünde und M-V!

mic