Nach hoffnungsvollem Start in den Ironman in der Hansestadt stellen sich Probleme auf dem Rad ein – Bewusste Entscheidung für ein Finish im Marathon

Michael Raelert beim Ironman Hamburg. Foto: © MARCEL HILGERT

Hamburg. Michael Raelert hat sich seinen Traum von einem erfolgreichen Ironman Hamburg nicht erfüllen können. Nachdem er das Rennen im Vorjahr krankheitsbedingt verpasst hatte, konnte er bei der zweiten Auflage der Veranstaltung sein Potenzial nicht ausschöpfen. „Leider habe ich heute einen gebrauchten Tag erwischt“, sagte der Wahl-Hamburger, der vor dem hanseatischen Publikum gerne bis zum Schluss vorne mit dabei gewesen wäre. „Bart Aernouts, Joe Skipper und James Cunnama haben heute bis zum Finish eine starke Performance gezeigt“, sagte Michael Raelert nach seinem Zieleinlauf. „Leider konnte ich da nicht so lange mitmischen, wie ich es gewollt hätte. Aber mir war es sehr wichtig, vor dem tollen Hamburger Publikum zu finishen.“ Während der Belgier Bart Aernouts das als Duathlon ausgetragene Rennen in 7:05:26 Stunden vor dem Briten Joe Skipper (7:12:35 Stunden) und dem Südafrikaner James Cunnama (7:13:54 Stunden) gewann, kam Michael Raelert in 8:35:19 Stunden ins Ziel.

Aufgrund einer zu hohen Konzentration von Blaualgen in der Alster musste der Ironman Hamburg als Duathlon ausgetragen werden. So startete das Rennen statt des 3,8 Kilometer langen Schwimmens mit einem 6 Kilometer langen Lauf, bei dem Michael Raelert von Beginn an das Tempo mitbestimmte. „Ich habe mich am Anfang richtig gut gefühlt“, sagte er mit Blick auf den schnellen Auftakt des Wettkampfs. In 19:48 Minuten kam er hinter Bart Aernouts als Zweiter in die Wechselzone. Auf dem Rad entwickelte sich dann eine schnelle Fahrt in einer 14-köpfigen Spitzengruppe. „Ich habe versucht, gleich vorne zu fahren“, sagte Michael Raelert. Lange gehörte er zu den tonangebenden Athleten in der Kopfgruppe, doch als Vorjahressieger James Cunnama nach etwa 130 Kilometern das Tempo gemeinsam mit Bart Aernouts deutlich erhöhte, musste Michael Raelert der Geschwindigkeit etwas Tribut zollen. „Ich musste meine eigene Pace gehen“, sagte er. In 4:13:04 Stunden absolvierte er die 180 Kilometer lange Radstrecke und spürte bereits muskuläre Probleme.

Beim Laufen machte sich die Belastung des ersten Laufes und des Radkurses frühzeitig bemerkbar. „Meine rechte Wade hat heute nicht so mitgemacht, wie ich es mir für den Marathon gewünscht habe“, sagte Michael Raelert. „Ich wollte keine Verletzung riskieren und habe versucht, mein Bein zu schonen. Aber ich wollte unbedingt ins Ziel kommen.“ Mit einigen Pausen absolvierte Michael Raelert schließlich die Laufstrecke. „Letztes Jahr konnte ich in Hamburg gar nicht an den Start gehen, umso wichtiger war es mir, heute ins Ziel zu kommen.“

Quelle: Team Raelert-Brothers