Einige Ball- und Team-Sportarten in M-V im Blickfeld

In den Mannschaftssportarten ist es gegenwärtig auch aus M-V-Sicht spannend bzw. wird es erst noch so richtig spannend.

In der dritten Liga im Herren-Fußball erwischte der FC Hansa Rostock einen ausgezeichneten Start in die Saison 2017/18. In den ersten drei Spielen gab es ei 2:0 (auswärts) gegen die Sportfreunde Lotte, ein 0:0 (im Ostseestadion) gegen Sonnenhof Großaspach und ein 1:0 (auswärts) gegen Rot-Weiß Erfurt. Der FC Hansa ist damit zurzeit Dritter.

Die Basketball-Spieler der Rostock Seawolves bereiten sich indes gegenwärtig intensiv auf die kommende Spielzeit 2017/18 in der zweiten Basketball-Bundesliga ProB vor. Vom 26.August bis 27.August findet dazu der siebente Hotel IBIS-Cup in der OSPA-Arena in Rostock statt – mit den Mannschaften der Iserlohn Kangaroos (Bayern), von KS Spojnia Stargard (Polen) und Horsholm 79ers (Dänemark).

In der laufenden Regional-Liga Ost im Inline-Hockey haben die Rostocker Nasenbären neun der zehn Spiele hinter sich, liegen nach vier Siegen bzw. fünf Niederlagen auf Tabellen-Rang vier. Am 2.September empfangen die Nasenbären den Eissport- und Schlittschuh-Club aus Berlin, der aktuell die Tabelle anführt..

Die Baseball-Saison in M-V 2017 läuft zudem „auf Hoch-Touren“. In der aktuellen Tabelle der Mecklenburg-Vorpommern Baseball Liga rangieren die Schwerin Diamonds nach 12 Spielen auf Rang eins. Alles ist aber noch möglich… Erst am 23.September gibt es das ultimative Finale um den Baseball-Landesmeistertitel MV 2017.

Endspurt ist dagegen in der Saison 2017 in der German Football League/Gruppe Nord angesagt, in der auch die American-Football-Spieler der Rostock Griffins spielen. Diese sicherten sich bereits den Klassenerhalt und werden auch 2018 in der GFL 2 dabei sein. Das letzte Saison-Spiel 2017 ist am 26.August gegen die Potsdam Royals, dem Tabellen-Ersten. Zurzeit sind die Rostock Griffins Dritter hinter den Teams der Potsdam Royals und der Düsseldorf Panther.

Im Hallen-Volleyball beginnen auch – ganz allmählich – die Vorbereitungen für die Liga-Saison 2017/18. Europameisterlich wird es aber im Hallen-Volleyball noch, so bei den Herren-EM vom 24.August bis 3.September in Polen sowie bei den Frauen-EM vom 22.September bis 1.Oktober in Aserbaidschan und in Georgien, jeweils mit MV-Beteiligung.

Momentan, bis zum 6.August, sind zudem die Beach-Volleyballspielerinnen und -Spieler bei den WM in Wien gefordert.

Auch die Hallen-Handball-Spielerinnen bzw. -Spieler der M-V-Teams streben schon die Saison 2017/18 an, ob unter anderem in den Ostsee-Spree-Ligen oder in den dritten Ligen (jeweils bei den Frauen und Herren / MV-SPORT berichtete).

Und nicht zuletzt im Rugby „steigt“ demnächst ein wichtiger traditionsreicher Wettkampf in M-V, das XI. Hanse Masters-Turnier der Dierkower Elche, des Rostocker Rugby-Vereines, während der 27.Hanse Sail in Rostock. Termin dafür ist der 12.August.

Wie war das jedoch noch vor einem Jahr in puncto Rugby-Sport in der Welt und in M-V?!

Von Rio nach Rostock-Dierkow: Der Rugby-Sport im Fokus / Nachgefragt bei Andre Goeda von den Dierkower Elchen (Interview von M.M. mit den Dierkower Elchen am 16.August 2016)

In Rio de Janeiro wurde sowohl bei den Frauen als auch bei den Herren sogar im Rugby um olympische Medaillen gekämpft. Erstmals nach 1900, 1908, 1920 und 1924 stand der Rugby-Sport wieder im olympischen Programm. Die Fidschi-Inseln gewannen das Herren-Turnier und Australien war beim Frauen-Turnier am besten. Aber nicht nur bei den 31.Olympischen Spielen der Neuzeit ging es um gute Ergebnisse im Rugby. Auch in Rostock, beim zehnten Hanse-Masters, wurde um den Sieg gespielt.

Nachgefragt beim Spieler-Trainer des Rostocker Rugby-Teams „Dierkower Elche“, Andre Goeda

A.Goeda über den Rugby-Sport zwischen Rio und Rostock

„Erst einmal ist es wichtig, dass sich das Team wieder zusammenfindet…“

Frage: Die olympischen Rugby-Turniere 2016 sind schon wieder Historie. Wie lautet Ihr Resümee zu Rio 2016 aus rugbysportlicher Sicht?

Andre Goeda: Rio war die perfekte Bühne, um Rugby einer großen Öffentlichkeit zu präsentieren. Aufgrund der hohen Nachfrage/Quote hat sich das ZDF sogar überzeugen lassen, das Finale der Männer live im Fernsehen zu übertragen.

Der Sieger kam dazu noch vom Inselstaat Fidschi und überzeugte mit spektakulärem Rugby und großen Gesten, wie etwa dem Abklatschen der unterlegenen Gegner aus Großbritannien. Das war großer Sport und auch gute Unterhaltung.

Frage: In Rio ging es um olympische Plaketten, in Rostock um die Hanse Masters… Wie verlief das Turnier in Rostock?

Andre Goeda: Wir haben es beim Jubiläumsturnier geschafft ein sehr internationales Starterfeld auf die Beine zu stellen. Teams aus Odder (Dänemark), Szczecin (Polen) und Helsingör (Dänemark) nahmen eine weite Anreise in Kauf, um bei uns Rugby zu spielen. Aber auch „alte Bekannte“ aus Kiel, Brandenburg, Wismar und Greifswald haben das Turnier sportlich sehr reizvoll gemacht.

Die Spiele fanden auf einem sehr guten und ansehnlichen Niveau statt und begeisterten die zahlreichen Zuschauer im Sportpark Gehlsdorf. Für die Dierkower Elche gab es nach zwei souveränen Siegen gegen Odder und Stahl Brandenburg im Spiel um Platz drei eine herbe Packung. Aber aus unseren Fehlern wollen wir für die im September startende Verbandsliga-Saison lernen und dann dort besser abschneiden.

Frage: Welche Herausforderungen warten auf die „Dierkower Elche“ noch in den kommenden Wochen des Jahres 2016?

Andre Goeda: Im Moment starten wir gerade mit der Vorbereitung auf die nächste Saison. Es ist also ideal für Neu-Einsteiger und Rugby-Interessierte, den Sport einmal selbst auszuprobieren.

Es wird die eine oder andere Einheit im Fitness-Bereich geben, aber natürlich wird der Fokus immer auf der Arbeit mit dem Rugby-Ei liegen. Dabei können wir hoffentlich die neuen Spieler gut ins Team integrieren und dadurch die Abgänge unserer Leistungsträger Javier Martinez und Mathieu Poquet  – beide zurück in ihre Heimatländer Spanien und Frankreich – kompensieren.

Letzte Frage: Mit Blick 2017… Welche Ziele haben die „Dierkower Elche“ in der Perspektive?

Andre Goeda: Erst einmal ist es für mich als Trainer wichtig, dass sich das Team wieder zusammenfindet. Nur wer mit Freude beim Sport dabei ist, wird ihn auch langfristig ausüben.

Sportlich hoffe ich, dass wir uns in der neuen Verbandsliga mit insgesamt neun Teams einen guten Platz im Mittelfeld erarbeiten können. Mit Kiel, Jesteburg und Werlte sind drei Teams dazugekommen, die ich auf einem ähnlichen sportlichen Niveau wie uns sehe. Dort gilt es dann zu punkten, um nicht wieder in den Tabellenkeller zu rutschen. Aber vielleicht gelingt uns ja auch einmal bei einem der Favoriten aus Bremen und Hamburg eine Überraschung.

Vielen Dank, dann weiter bestes Engagement für den Rugby-Sport und maximale Erfolge!

… Und nun gilt es, die kommenden Herausforderungen 2017/18 zu meistern.

Marko Michels

Foto (Michels): Die Bälle „tanzen“ in M-V auch im Sportsommer 2017 und darüber hinaus (Impression vom Basketball in Schwerin).