Freunde der runden Kugel trainieren auf zwei professionell angelegten Plätzen

Ein paar taktische Beredungen, dann ein fixierter Blick und schließlich jener Wurf von beeindruckender Genauigkeit – wer kürzlich der Pétanque-WM im spanischen Almeria ein wenig Aufmerksamkeit schenkte, der weiß wovon die Rede ist. Ein vielen Präzisionssportarten zu eigener Ablauf – von Courling über Eisstockschießen bis Boccia und Boule. Unabdingbar sind dabei vorrausschauendes Denken und taktische Finesse.

Seit Oktober ’18 können übrigens auch die Barlachstädter der Boule-Variante Pétanque fröhnen, ob als lose Freizeitbeschäftigung oder über eine Mitgliedschaft im neu gegründeten „Pétanque Club Güstrow“. Angeschlossen ist der dem Güstrower Handballverein. Trainingsort: zwei professionell angelegte Plätze auf dem Gelände der Oase Güstrow. Und deren Mitglieder? „Pétanque ist tatsächlich eine Sportart für alle Altersklassen“, so Abteilungsleiter Andreas Blaudzun. …auch wenn die Gründungsmitglieder um Blaudzun und Ex-Handballprofi Holger Schneider bereits zu den etwas älteren Semestern zählen. Dass er damit aber recht hat, zeigt bereits ein kurzer Blick in die Zusammenstellung des deutschen Nationalkaders. Oder allein die Tatsache, dass der Deutsche Pétanque-Verband (DPV) einen Jugendkader führt.

Gespielt wir übrigens mit genormten Wettkampfkugeln aus Metall, wovon jede zwischen 650 und 800 Gramm wiegt. Ziel ist es die eigenen Kugeln so nah wie möglich an die deutlich kleinere Zielkugel, auch Cochonnet oder Schweinchen genannt, zu platzieren. Dabei gibt es drei Wettkampfformationen. 1 gegen 1 (tête à tête), 2 gegen 2 (doublette) oder 3 gegen 3 (triplette).

Den Güstrower Clubmitgliedern stehen zwei Trainingszeiten pro Woche zur Verfügung. Mittwochs ab 16 Uhr und sonntags ab 10:30 Uhr. Weiterführende Infos finden sich unter https://petanqueguestrow.home.blog. Nicht-Clubmitgliedern steht der Platz zudem außerhalb dieser beiden Zeiten zur Verfügung. Interessierte melden sich dazu einfach in der Oase.

Also ran an die Kugeln…