Deutsche Snowboarder und Freestyler mit einmal Gold und dreimal Silber

Blick in die Skihalle in Wittenburg (M-V). Foto: M.M.

Schon vier Medaillen (bis 14.12.2017)  erkämpften die deutschen Ski-Freestyler und Snowboarder bei den Weltcups 2017/18. So triumphierte Mitte Dezember 2017 in Carezza Paul Berg im Snowboard-Cross vor dem Australier Adam Lambert und dem Spanier Lucas Eguibar. „An gleicher Stelle“ schaffte Ramona Theresia Hofmeister Silber im Snowboard-Parallel-Riesenslalom hinter Ester Ledecka (Tschechien) und vor Ina Meschik (Österreich).

Anfang Dezember hatte Heidi Zacher bei den Ski-Freestyle-Weltcups in Val Thorens und in Arosa jeweils Rang zwei im Ski-Cross hinter Sandra Näslund (Schweden) belegt.

Snowboarden unter den fünf olympischen Ringen

Seit 1998 ist Snowboarden im Programm der Olympischen Winterspiele. Deutsche Snowboarderinnen erkämpften dabei insgesamt fünf Medaillen unter den fünf olympischen Ringen, so Nicola Thost Gold in der Halfpipe 1998 in Nagano, Heidi Renoth Silber im Parallel-Riesenslalom 1998 in Nagano, Amelie Kober Silber ebenfalls im Parallel-Riesenslalom 2006 in Turin, Anke Karsten Silber im Parallel-Slalom 2014 in Sotschi und Amelie Kober Bronze außerdem im Parallel-Slalom 2014 in Sotschi.

Die US-Amerikanerinnen und US-Amerikaner waren jedoch mit dem Snowboard unter den fünf olympischen Ringen bislang am besten und erkämpften zwischen 1998 in Nagano und 2014 in Sotschi 24 Medaillen, darunter 10 x Gold. Die einzige Snowboarderin mit drei Medaillen bei Olympischen Winterspielen ist die US-Amerikanerin Kelly Clark (1 x Gold, 2 x Bronze). Bei den Herren Snowboardern sind der Schweizer Philipp Schoch, der Russe Vic Wild und die beiden US-Amerikaner Shaun White bzw. Seth Wescott mit jeweils 2 x Gold die Erfolgreichsten.

Ski-Freestyle mit grossen Traditionen

Bei den Ski-Freestylerinnen und -Freestyler gibt es seit 1980 eine vom Internationalen Skisport-Verband FIS betreute Weltcup-Serie. 1986 gab es dann die ersten Welt-Titelkämpfe und seit 1992, seit den Olympischen Winterspielen in Albertville, sind einzelne Disziplinen im Ski-Freestyle im olympischen Programm. Seinerzeit wurden zwei Entscheidungen auf bzw. in der Buckelpiste ausgetragen, wobei die ersten olympischen Freestyle-Goldmedaillen an Donna Weinbrecht (USA) und an Edgar Grospiron (Frankreich) gingen.

Die erfolgreichsten Nationen bei den olympischen Wettkämpfen im Ski-Freestyle waren bislang die USA mit 20 Medaillen (achtmal Gold) und Kanada mit 18 Medaillen (achtmal Gold). Durch Tatjana Mittermayer – mit Silber 1998 auf der Buckelpiste – kam Deutschland bislang zu einer Olympia-Medaille im Ski-Freestyle.

Vier weitere Podest-Ränge bei den damaligen olympischen Demonstrationswettkämpfen 1988 in Calgary und 1992 in Albertville (unter anderem Springen) schafften aus deutscher Sicht Tatjana Mittermayer (Buckelpiste, Erste, 1988), Hermann Reitberger (Ballett, Erster, 1988), Sonja Reichart (Springen, Zweite, 1988) und Elfi Simchen (Springen, Dritte, 1992).

Marko Michels