Schwerins Mahan Yousefimoein holt 2 Mal Silber in Gifhorn

Was fĂŒr ein Erfolg fĂŒr den BSC 95 Schwerin. Ohne Setzplatz preschte Mahan Yousefimoein zusammen mit seiner Hamburger Mixedpartnerin Vanessa Dinh beim 1. Norddeutschen RLT U17-U19 in Gifhorn auf das Podest. Nachdem die beiden Badmintonsportler:innen erst an die SetzplĂ€tze 5 und 4 vorbeizogen, bezwangen sie als SahnehĂ€ubchen auch noch das an Nummer 1 gesetzte Duo. Am Ende Ihres Durchmarsches standen sie unerwartet im Mixed-Finale.

Dabei hatten die beiden U17er in Satz eins ihres Auftaktmatches noch ganz schön Probleme, auf dem Court zurechtzufinden. Nachdem man sich im entscheidenden 3. Satz den Einzug in die nÀchste Runde sicherte, wurden die folgenden Spiele jeweils in zwei SÀtzen gewonnen. Teilweise wussten ihre Gegner nicht, wie ihnen geschah.

Im Finale warteten die an zwei gesetzten Niedersachsen Saur/Block auf des Schwerin-Hamburg-Duo. Wie in den Spielen zuvor ging es direkt hochfokussiert weiter. Nach HalbzeitfĂŒhrung in Satz eins und dessen eigentlich sicher geglaubten Gewinn, flatterten plötzlich die HĂ€nde. Die Gegner drehten plötzlich das Ergebnis um und siegten knapp 22:20. Egal, die Taktik war klar und das Ziel gesteckt. Aber wie es manchmal so ist im Wettkampf. Auf einmal liegen die Nerven Blank und nichts funktioniert mehr. Ohne wieder zu sich zurĂŒckzufinden spielten die beiden Underdogs eher gegen sich selbst; Satz zwei war eine einzige MerkwĂŒrdigkeit. So ging auch dieser an die Kontrahenten – diesmal mit deutlichen 21:11 Punkten.

Die EnttÀuschung wÀhrte bei Yousefimoein aber nicht lange. Immerhin gewann er Silber, auf einem Norddeutschen Ranglistenturnier. Damit hatte zu Beginn auch der mitgereiste Coach Patrick Dettmann nicht gerechnet.

Hart erkÀmpft: Platz 6 im Einzel

Damit war aber fĂŒr den Samstag noch nicht Schluss. Es folgte der Einzelwettbewerb. Diesmal, jetzt an Nummer 4 gesetzt, wollte der 15-JĂ€hrige ganz klar mindestens ins Halbfinale vordringen. Getragen vom Mixederfolg fegte er förmlich ĂŒber seinen sachsen-anhaltinischen Auftaktgegner hinweg (21:7, 21:10). Im Viertelfinale stand er dem ungesetzten Göttinger Talent Pranav Vempati gegenĂŒber. Von dessen Spielweise und Schnelligkeit ĂŒberrumpelt – noch dazu hatte dieser keine krĂ€fteraubenden Mixed-Spiele in den Knochen, musste sich Mahan zu 16 und 12 geschlagen geben.

Nun gut, Platz 5 war noch drin. Gegen Zabrodin (MTV Nienburg) war die Puste dann aber sowas von weg. GlĂŒcklicherweise sah es um den Zustand des Ukrainers nicht anders aus. Zu 14 und zu 14 entschied Yousefimoein das Match fĂŒr sich. Und damit war erstmal Schluss fĂŒr den Samstag. Die finalen Platzierungsspiele waren nĂ€mlich fĂŒr den nĂ€chsten Morgen angesetzt. „Sieben Spiele an einem Tag reichen auch definitiv“, so das Fazit des Schweriners.

Schwerins Mahan Yousefimoein (links) mit dem Team MV in Gifhorn (Foto: Patrick Dettmann)

Nach dem gemeinsamen Abendessen mit dem Team MV ging es direkt ins Bett. 8 Stunden Schlaf und ein ausgiebiges FrĂŒhstĂŒck spĂ€ter wurde sich erstmal ĂŒber Muskelkater beschwert. Aber es nutzt ja nichts. Wieder in der Gifhorner 7-Feld-Halle angekommen ging es direkt ins letzte Einzel. Hinter dem Netz der Hannes Möller vom SV Harkenbleck (Setzplatz 3). Der stellte sich heute als eine Nummer zu groß fĂŒr den Schweriner heraus. Mit der Niederlage beendete er den Einzelwettbewerb auf dem 6. Platz.

Yousefimoeins Viertelfinalgegner Pranav Vempati gewann das Turnier ĂŒbrigens ohne einen einzigen Satzverlust.

Im Jungendoppel von Setzplatz 2 ins Geschehen geprescht

Das Jungendoppel der Stunde hieß Mahan Yousefimoein (BSC 95 Schwerin) und Adam Taha (BV Marienberg). An Nummer zwei gesetzt ging es fĂŒr beide erst im Viertelfinale ins Geschehen. Gegen Hong/Wohlers legten sie gleich mal einen perfekten Start hin und ließen ihren Kontrahenten in Satz nur wenige Chancen (21:13). In Satz 2 aber schraubten sie ihr Spieltempo leicht herunter, was dazu fĂŒhrte, dass sie diesem unnötig abgaben (21:23). Jetzt flatterten die Nerven. GlĂŒcklicherweise fingen sich beide in den entscheidenden Phasen und machten ihren Einzug in die Vorschlussrunde mit 21:17 perfekt. Gecoached vom Marienburger Trainer und mit der nötigen Dosis Adrenalin und Endorphinen versehen, ließ das harmonisierende Duo nun keinen Fauxpas mehr zu. Mit 21:17 und 21:12 bezwangen sie die Schleswig-Holsteiner Paarung Klett/Pfefferkorn und zogen wie erwartet ins Finale ein.

Um 13:45 Uhr startete fĂŒr die beiden das letzten Spiel des Wochenendes. Sollte es diesmal Gold werden? Die Chancen standen nicht schlecht. NatĂŒrlich hatten die Favoriten Möller/Vater (SV Harkenbleck/SSW Hamburg) etwas dagegen. Es entbrannte ein spannendes Match mit vielen hochklassigen Ballwechseln. Zwei SĂ€tze spĂ€ter wurde das letzte Mal die ZĂ€hltafel umgeblĂ€ttert. Die topgesetzte Paarung gewann verdient den Titel. Mahan und Adam hatten alles gegeben und Silber gewonnen.

Mit zwei Vizetiteln im GepĂ€ck zeigte sich das BSC-Talent sichtlich Stolz. Das ist ein ganz starkes Ergebnis fĂŒr den 16-JĂ€hrigen und natĂŒrlich auch fĂŒr den Badminton Sport Club 95 Schwerin. Nach dem eine Woche vorher erreichten dritten Platz in der U15 durch Bruno Seichter und Roman Pokrasen war das nun das SahnehĂ€ubchen fĂŒr Schwerin auf der norddeutschen BadmintonbĂŒhne.

Text: PM BSC 95 Schwerin

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