Die ROSTOCK SEAWOLVES bleiben auch im achten Spiele in Folge ungeschlagen. Bei den VfL SparkassenStars Bochum setzten sich die Wölfe mit 108:88 (50:42) durch und klettern – zumindest bis Sonntagabend – auf den zweiten Tabellenplatz der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA. Im dritten Viertel stellten die Gäste die Weichen auf Sieg und entschieden den Durchgang mit 36:11 für sich. Fünf SEAWOLVES-Spieler punkteten zweistellig. Topscorer war Jordan Roland (27 Pkt). Der ehemalige Rostocker Tony Hicks erzielte 25 Zähler für Bochum.

VfL SparkassenStars Bochum gegen ROSTOCK SEAWOLVES 88:108 (42:50)

Rostock Seawolves LogoBeide Teams gingen dezimiert in die Partie. Während bei den Bochumern neben Kilian Dietz (Fingerbruch) einige Spieler quarantäne-bedingt fehlten und die Hausherren somit nur mit sieben Spielern antreten konnten, mussten die Rostocker auf das verletzte Center-Duo Gabriel de Oliveira und Till Gloger wie auch Brad Loesing, der wegen der Geburt seines zweiten Kindes in Rostock geblieben war, verzichten.

Die Partie begann temporeich. Bochum eröffnete das Spiel mit einem Dreier, danach übernahm Sid-Marlon Theis auf Rostocker Seite. Der Flügelspieler markierte die ersten acht Zähler für sein Team und die Wölfe stellten früh klare Verhältnisse her. Mit Pressverteidigung und sehenswerter Offensive stellen sie die Bochumer vor schwer zu lösende Aufgaben. Stefan Ilzhöfer zeigte mit Dunks und Dreiern seine Qualitäten im Angriff, auch Jordan Roland beteiligte sich am Rostocker 13:0-Lauf. Nach knapp fünf Minuten stand es 21:8. Dann aber kamen die Hausherren, angeführt vom früheren Rostocker Tony Hicks (2018-2019), besser ins Spiel. Sie kämpften sich Punkt um Punkt heran und gingen zu Beginn des zweiten Durchgangs sogar kurzzeitig in Führung (32:33, 13. Min). Die SEAWOLVES ließen sich davon kaum beeindrucken und erarbeiteten sich mit cleverem Zusammenspiel ein Acht-Punkte-Polster zur Halbzeit.

Nach dem Seitenwechsel gaben die Wölfe weiter den Ton an, erzwangen Ballverluste, liefen Fastbreaks und versenkten Dreipunktewürfe. Bochum kam in dieser Phase kaum zum Zug. In der 26. Minute servierte Nijal Pearson einen Alley-Oop-Pass auf Jordan Roland, der spektakulär zum 74:46 stopfte. Michael Jost trug sich wenig später per Dreier in die Punktestatistiken ein. Zwischenzeitlich führten die Wölfe mit bis zu 33 Punkten (81:48 / 86:53).

Im Schlussviertel zeigten die Bochumer Moral und kämpften sich etwas heran. Die Partie war zu diesem Zeitpunkt bereits entschieden. Jugendspieler Chidera Azodiro kam in den letzten Minuten zum Einsatz und erzielte einen der insgesamt 14 Rostocker Dreier. Chris Carter markierte den 100. Rostocker Punkt von der Freiwurflinie.

Coach Christian Held nach dem Spiel: “Es war ein guter Sieg. Diese Spiele sind immer die schwersten, wenn man nur gegen sieben Mann spielt. Alle gegnerischen Spieler wissen, dass sie ihre Minuten bekommen. Bochum hat ohne Ende gefightet. Bei uns haben auch drei Spieler gefehlt. Beide Teams waren also dezimiert. In der ersten Halbzeit hat es Bochum sehr gut gelöst. Sie haben mit einer Box-and-One-Verteidigung begonnen und so verhindert, dass wir ins Laufen kommen. Trotzdem haben wir Wege gefunden, um zu punkten, und wir haben solide verteidigt. In der Halbzeit haben wir es geschafft, einige kleine Änderungen hervorragend umzusetzen. Dadurch konnten wir das dritte Viertel dominieren. Am Ende plätscherte das Spiel etwas vor sich hin. Bochum hat sich nochmals zurück gefightet, doch wir haben das Spiel gut kontrolliert und verdient nach Hause gebracht.”

Am nächsten Sonntag (12.12.) um 16:30 Uhr spielen die ROSTOCK SEAWOLVES wieder in der Wolfshöhle. Dann ist die Mannschaft der RÖMERSTORM Gladiators Trier zu Gast in der StadtHalle Rostock. Die Partie wird kostenfrei auf sportdeutschland.tv übertragen.

Viertelstände (BOC-HRO): 24:30, 18:20, 11:36, 35:22

Punkteverteilung

Rostock: Azodiro (3), Carter (11), Ilzhöfer (16), Montgomery Jr. (2), Nelson (16), Pearson (8), Roland (27), Theis (22), Schmundt (0).

Bochum: Bungart (7), Green (26), Hicks (25), Joos (8), Jung (13), Kamp (4), Rohwer (5).