Stabhochsprung-Ass Martina Strutz mit EM-Ambitionen/Weitere klasse Leistungen der MV-Leichtathleten

Martina Strutz, das Stabhochsprung-Ass aus M-V. M.M.

„Strutzi is back!“. Die Vize-Weltmeisterin 2011, Vize-Europameisterin 2012, dreifache Deutsche Meisterin 2011, 2013 bzw. 2016 und zweifache Olympia-Teilnehmerin (2012 Fünfte und 2016 Neunte) ist wieder zurück. Vor Jahresfrist hatte Martina die Saison noch wegen der Folgen eines Fahrrad-Unfalles (Schulterverletzung) abbrechen müssen, pausierte fast ein Jahr auch aufgrund weiterer Verletzungen.

Erfolgreiches Comeback in Recklinghausen

Am 31.Mai feierte die Kämpferin dann ihr Comeback, wurde beim renommierten Stabhochsprung-Meeting in Recklinghausen mit der Höhe von 4,21 Meter Zweite hinter der Finnin Minna Nikkanen (4,31 Meter). Dabei trat sie nur in Turnschuhen an, weil sie an Waden- und Achillessehnen-Problemen litt.

Heim-EM im Blick

Nun hat die gebürtige Schwerinerin, Jahrgang 1981, die für den Hagenower SV startet, die Heim-EM im August in Berlin im Blick und möchte 2020 in Tokyo bei ihren dritten Olympischen Spielen dabei sein.

Zweite in Schwerin

Dabei war Martina auch beim dritten Internationalen Stabhochsprung-Meeting in Schwerin, das nach 2016 bzw. 2017 nicht im Stadion am Lambrechtsgrund, sondern auf dem historischen Marktplatz in Schwerin, vor rund 700 Zuschauern, ausgetragen wurde. Die ambitionierte Athletin traf auf starke Konkurrenz, denn die deutsche Rekordhalterin im Stabhochspringen, Silke Siegelburg (4,82 Meter) startete ebenfalls in Schwerin.

Und „Strutzi“ konnte durchaus zufrieden sein, denn sie erreichte mit der übersprungenen 4,30 Meter Rang zwei hinter Anjuli Knäsche (TSV Kronshagen/Kiel), die 4,40 Meter meisterte. Dritte wurde Silke Spiegelburg vom TSV Bayer Leverkusen mit der Leistung von 4,20 Metern.

Martina hat noch alle Möglichkeiten, die EM-Norm von 4,45 Metern für die Leichtathletik-EM vom 7.August bis 12.August 2018 in Berlin zu schaffen. Am 21./22.Juli sind die Deutschen Meisterschaften ebenfalls ein wichtiger Quali-Wettkampf und Gradmesser für die EM.

Starke Leistungen der Leichtathletik-Asse aus M-V im Frühsommer 2018

Aber nicht nur in Schwerin „pulsierte“ die Leichtathletik im Frühsommer 2018. Speerwerferin Julia Ulbricht vom 1.LAV Rostock „packte“ die U 20-WM-Norm und stellte mit 51,79 Metern einen neuen Landesrekord in dieser Altersklasse in Halle/Saale auf. Überzeugend war ebenfalls der Neubrandenburger Diskuswerfer Tim Ader, der bei den Halleschen Werfertagen 58,91 Meter warf, schaffte zudem die U 20-WM-Norm zum wiederholten Male.

Cheyenne Kuhn vom SC Neubrandenburg ist gegenwärtig auch in einer Top-Form und sprintete über die 100 Meter in 11,86 Sekunden. Damit schaffte Cheyenne die Norm für die U 18-Europameisterschaften. Beeindruckend ist derzeit zudem die Neubrandenburger Diskuswerferin Claudine Vita. Claudine hat die Elite-EM in Berlin fest im Blick und „schraubte“ ihre persönliche Bestleistung auf 65,15 Meter. An beste Schweriner Hochsprung-Traditionen knüpft Luca Meinke an, der mit 2,17 Meter eine neue persönliche Bestmarke erreichte.

Überhaupt sind die Leichtathletik-Talente aus M-V in ausgezeichneter Verfassung und konnte mit hervorragenden Leistungen unter anderem auch bei den U 16-Titelkämpfen von M-V im Blockwettkampf in Neubrandenburg und beim Stadionfest bzw. den Titelkämpfen von M-V der Altersklassen U 10 und U 12 in Neustrelitz glänzen.

Eine gute Leichtathletik-Nachricht gab es nicht zuletzt von den „langen Kanten“. Tom Gröschel von FIKO Rostock wurde vom Deutschen Leichtathletik-Verband für den Team-Marathon-Europacup nominiert.

Last but not least: Am 16./17.Juni stehen die Leichtathletik-Wettkämpfe der Landesjugendspiele M-V im Fokus.

M.Michels