Studieren am Wasser – an der Universität Rostock ist das möglich. Ewa 350 Studierende und Mitarbeitende der Universität treffen sich wöchentlich am Ufer der idyllisch gelegenen Warnow. Sie belegen hier auf dem universitätseigenen Areal Kurse im Kanupolo und Rudern oder powern sich beim Drachenbootfahren aus. Möglich ist es hier auch, sich ein Kanu oder ein Stand-Up-Paddelboard zum individuellen Training mit einem Semesterticket auszuleihen.

Martin Gülland und Tessa Frank sammeln beim Drachenbootfahren neue Kräfte fürs Studium (Foto: Juliane Lanz/Universität Rostock).

„In Rostock zu studieren, bedeutet nicht nur, in Vorlesungen oder Seminaren zu sitzen. Wer Lust hat, kann sich auf unserer Wassersportanlage auspowern“, sagt Dr. Juliane Lanz, die Leiterin des Hochschulsportes. „Mit unseren Sportangeboten wollen wir die Studierenden, die sich teilweise in der Pandemie zurückgezogen haben, nach draußen locken und positive soziale Erlebnisse ermöglichen“, unterstreicht die Sportwissenschaftlerin. Immerhin seien die Studierenden und Dozierenden über anderthalb Jahre nicht aus dem Lockdown gekommen.

Es freue sie, dass die knapp einhundert Jahre alte Bootslagerhalle aktuell instandgesetzt werde und kurz vor der Fertigstellung sei. So könne die Sportanlage, auf der auch die Ruderabteilung der HSG e.V. beheimatet ist, sukzessive für den weiteren Betrieb freigegeben werden. In dem Gebäude befinde sich auch ein Seminarraum, wo die Studierenden zusätzlich theoretisches Rüstzeug zu allen Wassersportarten erhalten können.

Das gerade schätzt Martin Gülland. Der 24-Jährige studiert im Master Technische Informatik. Dreimal in der Woche fährt er Drachenboot bei Kursleiter Johannes Pollex, Dozent am Institut für Sportwissenschaft. „Das ist ein super Ausgleich zum fordernden Studienalltag“, sagt er. In den Vorlesungen und Seminaren seien oft nur bis zu fünf Leute. Man kenne sich. „Ich lerne gerne außerhalb meines Fachs beim Sport neue Leute aus anderen Fakultäten kennen „, sagt Martin Gülland. „Weil wir beim Drachenboot alle in einem Takt paddeln, schweißt das zusammen“, meint der Student. Da entstehe ein Team- und Wir-Gefühl, besonders nach einem Wettkampf.

In mehreren Kursen wird die Wassersportart Kanupolo angeboten. Die Sportstudierenden haben ebenfalls die Möglichkeit, dieses Fach zu belegen. Die Wassersportanlage der Universität bietet dafür beste Bedingungen (Foto: Juliane Lanz/Universität Rostock).

Dieses Gefühl hat auch Medizinstudentin Tessa Frank gesucht, sie studiert im 8. Semester Medizin. Beim Hochschulsport hat sie es gefunden. „Es ist echt schön, wenn zwanzig Leute im Gleichschlag paddeln“, sagt die 23-Jährige.

Kursleiter Johannes Pollex betont, dass das Areal am Bootshaus nicht nur ideale Bedingungen für den Sport biete, sondern dass sich die Studierenden hier nach dem Training auch zusammensetzen und gemeinsam ihre Freizeit verbringen können.

Die Einschreibung für die Wassersportkurse und alle weiteren Kurse des Hochschulsport-Ferienprogramms ist für Studierende, Mitarbeitende und teilweise auch Externe ab dem 12. Juli 2022 möglich – unter www.hochschulsport.uni-rostock.de.

Text: Wolfgang Thiel, Universität Rostock