Organisationsleiter Andreas Kriehn über den Springertag 2019

Der 64. Internationale Springertag (zugleich der 25. FINA Diving Grand Prix) ist wieder Geschichte. Auch 2019 wurde in der Hanse- und Universitätsstadt Rostock hochklassiger Wassersport geboten. Der internationale Zuspruch war enorm. Und das  Resümee des Veranstalters? Nachgefragt bei Organisationsleiter Andreas Kriehn.

Blick in die 1955 eröffnete Neptunschwimmhalle in Rostock. Dort findet jährlich der Springertag statt. Archiv-Foto: Wolfgang Gross

Interview

Andreas Kriehn über das sportliche Niveau, die deutschen Erfolge und die öffentliche Unterstützung

Frage: Die 64. Springertag-Auflage ist nun wieder abgehakt. Wie lautet Ihr Resümee?

Andreas Kriehn: Hinter uns liegen vier wunderbare Wettkampftage. Die Streckung auf diesen Zeitraum war die richtige Entscheidung. Sportler und Organisatoren konnten sich besser auf die Wettkämpfe vorbereiten, der permanente Zeitdruck hielt sich in Grenzen. Trotz des sehr frühen Termins konnten wir insgesamt 27 Nationen in Rostock begrüßen. Nicht alle Länder hatten ihre besten Sportler geschickt. Trotzdem können wir von einem hohen sportlichen Niveau sprechen.  Vor allem die jungen Talente übten richtig Druck auf die gestandenen Athleten aus. Das gibt Zuversicht für die Zukunft des Wasserspringens, vor allem in Hinblick auf 2024.

Organisatorisch war der Springertag wieder ein voller Erfolg. Beim traditionellen Abschlussabend im HCC Rostock wurden wir von allen Nationen für diese tolle Veranstaltung gelobt.

Frage: Wie beurteilen Sie speziell die Ergebnisse der deutschen Teilnehmerinnen und Teilnehmer?

Andreas Kriehn: Ein besondere Höhepunkt war die Bronzemedaille von Jette Müller und Thalea Paschel vom Wasserspringerclub Rostock im Drei-Meter-Synchronspringen der Frauen. Mit vierzehn und fünfzehn Jahren die internationale Konkurrenz zu schlagen, zeugt von einer soliden sportlichen Leistung.  Insgesamt war die deutsche Mannschaft mit drei Gold-, drei Silber- und zwei Bronzemedaillen die führende Nation.

Frage: Wie viele Athleten und Kampfrichter waren nun genau vor Ort?

Andreas Kriehn: Es nahmen insgesamt 94 Athleten aus 22 Nationen teil: aus Australien, Weißrussland, Kanada, China, Kroatien, Dänemark, Finnland, Frankreich, Großbritannien, Deutschland, Griechenland, Italien, Irland, Japan, den Niederlanden, Norwegen, Polen, Rumänien, Südafrika, Russland, Schweden, der Ukraine. Außerdem Wertungsrichter aus Singapur, Bulgarien, der Schweiz und Österreich.

Frage: Zur Unterstützung der Stadt und des Landes: War alles zufriedenstellend?

Andreas Kriehn: Diese Veranstaltung kann nur erfolgreich durchgeführt werden, wenn die Vertreter der Wirtschaft, der Politik, der Medien und das Organisationsteam an einem Strang ziehen. Das wird beim Springertag gelebt. An dieser Stelle vielen herzlichen Dank an die Hanse- und Universitätsstadt Rostock, den Sponsoren und Kooperationspartnern, den Medien sowie an das gesamte ehrenamtliche Organisationsteam.

Vor allem möchte ich mich auch beim tollen Publikum bedanken, welches sich durch Fachkunde und vor allem Fairness auszeichnet.

Vielen Dank und weiterhin bestes Engagement für das Wasserspringen in Rostock!
M.Michels


 

Medaillenspiegel:

  • Deutschland: 3 x Gold, 3 x Silber, 2 x Bronze
  • China: 3 x Gold, 2 x Silber, 2 x Bronze
  • Russland: 2 x Gold, 3 x Silber, 1 x Bronze
  • Ukraine: 1 x Gold, 1 x Bronze
  • Kanada: 1 x Gold
  • Italien: 1 x Silber
  • Japan: 1 x Silber
  • Rumänien: 2 x Bronze
  • Australien: 1 x Bronze
  • Großbritannien: 1 x Bronze