Dirk Pollakowski vom Stadtsportbund Schwerin über den Sport in der Landeshauptstadt

Stadion am Lambrechtsgrund in Schwerin – Austragungsstätte zahlreicher sportlicher Wettkämpfe. M.M.

Der Sport pulsiert – nicht nur, aber ganz besonders zur Sommerzeit – in Schwerin. Zahlreiche Wettkämpfe stehen zwischen Ende Juni und Ende September auf dem Programm der Landeshauptstadt. Darüber hinaus sind zahlreiche Athletinnen und Athleten aus Schwerin bei verschiedenen regionalen, nationalen und internationalen Wettkämpfen aktiv. Wie beurteilt der Geschäftsführer des Stadtsportbundes Schwerin, Dirk Pollakowski, das aktuelle Sportgeschehen? Nachgefragt…

Interview

Frage: Der organisierte Sport in Schwerin. Wie stellt sich die Situation Mitte 2018 dar?

Dirk Pollakowski: Wir sind weiterhin auf einem guten Weg. In Schwerin sind 18.000 Bürgerinnen und Bürger Mitglied in einem der 108 Vereine. Über 5300 davon sind Kinder und Jugendliche. Das ist schon – bezogen auf ganz M-V – eine sehr gute Bilanz. Es gibt dazu eine Menge Projekte, um mehr Schweriner Einwohner für den aktiven Sport zu begeistern, so im Kita-Bereich, „Integration durch Sport“, die „beneFIT“-Veranstaltungen und die diversen Angebote für Kids in den Vereinen.

Frage: Im Sommer 2018 gibt es ja eine Menge Sport-Events in Schwerin… Wie sind da die Angebote?

Start beim Schloss-Schwimmen. M.M.

Dirk Pollakowski: In der Tat wird es sportlich in Schwerin in den Sommer-Monaten sehr spannend. Bereits zum 30. Mal fand am 1. Juli der Schloss-Triathlon statt. Sechs Tage später, am 7. Juli, folgt der 34. Fünf-Seen-Lauf.

Vor der idyllischen Kulisse des Schweriner Schlosses sind dann am 12. August beim 14. Schweriner Schloss-Schwimmen die maritimen Langstrecken-Asse gefordert. „Die Drachen“ sind vom 17. August bis 19. August beim 27. Drachenbootfestival „los“. Eine gute Tradition haben zudem die Schweriner International Senior Open im Tennis, die vom 29. August bis 2. September ihre 25. Auflage erleben werden.

Gesegelt wird in Schwerin natürlich auch, so unter anderem beim Marstall-Cup am 18./19. August bzw. beim 29. Internationalen Herbstpokal am 20. Oktober. Es gibt also zahlreichen Sportveranstaltungen in den kommenden Wochen in Schwerin.

Letzte Frage: Auch einige Schweriner Athletinnen und Athleten, die Olympia/Paralympics 2020 im Blick haben, sind ja im Einsatz… Wer ist da speziell „in der Spur“?

Volleyball in Schwerin. M.M.

Dirk Pollakowski: Ja, auch leistungssportlich sind Sportlerinnen und Sportler aus Schwerin bei wichtigen Wettkämpfen gefordert. Boxerinnen des BC Traktor Schwerin gewannen kürzlich bei den Nachwuchs- bzw. Elite-EM sogar Edelmetall, wie Sophie Alisch oder Sarah Scheurich.

Unsere Volleyball-Asse vom Schweriner SC verteidigten nicht nur ihren Meistertitel, sondern waren auch Leistungsträgerinnen in der deutschen Nationalmannschaft in der ersten Nationen-Liga im Volleyballsport. Stabhochspringerin Martina Strutz, die zwar für den Hagenower SV startet, aber aus Schwerin stammt, strebt zu den Leichtathletik-EM.

Wichtige Wettkämpfe haben auch die Radsportlerinnen und Radsportler vom Schweriner Leistungszentrum vor sich, ob Lea Sophie Friedrich, Stefan Nimke. Ruderer Hannes Ocik ist bei den kommenden EM und WM mit dem Deutschland-Achter auf Goldkurs. Die Judoka Ramona und Carmen Brussig haben sportlich noch einige Herausforderungen zu meistern. Nationale und internationale Einsätze haben nicht zuletzt die SSC-Leichtathleten, die Boxer des BC Traktor Schwerin und auch Sportlerinnen und Sportler weiterer Sportarten und weiterer Vereine. Und in den Mannschaftssportarten laufen bereits die Vorbereitungen auf die Saison 2018/19.

Frage: Im Oktober finden die Olympischen Jugendspiele in Buenos Aires statt, für die Athletinnen und Athleten zwischen 14 und 18 Jahren. Ist es nicht eine „überflüssige Veranstaltung“, denn „richtige“ Olympische Spiele gibt es doch bereits?!

Dirk Pollakowski: Das sehe ich etwas anders. Bei den Olympischen Jugendspielen steht das Spielerische, das Miteinander und die Idee an sich im Vordergrund. Es starten multinationale Teams und Staffeln – das gibt es so bei Olympischen Spielen nicht. Darüber hinaus werden die Spiele durch „Workshops“ ergänzt, in der sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmern mit den Ursprüngen und der Entwicklung der olympischen Bewegung auseinandersetzen können.

Auch die Vermarktung ist längst nicht so intensiv, wie bei den Olympischen Spielen. Hoffentlich werden einige Sport-Talente aus M-V bei den Olympischen Jugendspielen in Buenos Aires dabei sein.

Vielen Dank und weiterhin bestes Engagement für den Schweriner Sport!

M.Michels