Der Wintersport zwischen M-V und Pyeongchang

Symbolbild – Wintersport

Fast schon so etwas wie ein „winter-olympisches Feeling“ gibt es Mitte Januar 2018 zwischen M-V und Pyeongchang. Während es in Mecklenburg-Vorpommern zwischen 16.Januar und 18.Januar so viel Schnee gab, wie „gefühlt“ zuletzt vor sieben Jahren, nehmen die Wintersport-Asse aus aller Welt den letzten „Feinschliff“ vor Winter-Olympia 2018 vor.

Zwischen neuntem „Warnemünder Wintervergnügen“…

In Warnemünde „ruft“ derweil bereits das neunte „Warnemünder Wintervergnügen“ vom 2.Februar 2018 bis 4.Februar 2018 mit vielen sportlichen und kulturellen Programmpunkten statt, die maßgeblich unter anderem – aus sportiver Sicht – von den „Rostocker Drachenstrolchen“, den „Pferdefreunden Ostseeküste“,  den „Rostocker Seehunden“ oder  dem „Tauchsportclub Warnemünde“ präsentiert werden.

…und den vorolympischen Wettkämpfen im Skisport und Snowboarden

Rund 8200 Kilometer Luftlinie von Rostock-Warnemünde entfernt, in Pyeongchang, dem Austragungsort der XXIII. Olympischen Winterspiele 2018, laufen die Vorbereitungen auf die olympischen Wettkämpfe ab 9.Februar „auf Hoch-Touren“.

Blick zum Weltcup-Geschehen im Skisport aus deutscher Sicht

Bei den Weltcup-Konkurrenzen 2017/18  im Skispringen erreichten die deutschen Starterinnen und Starter um Katharina Althaus, Carina Vogt, Andreas Wellinger und Richard Freitag bislang 6 x Gold, 10 x Silber, 6 x Bronze. Leider stürzte Richard Freitag während der Vierschanzen-Tournee, ist aber wieder auf dem Weg der Genesung. Svenja Würth stürzte hingegen beim Teamspringen in Hinterzarten so schwer, dass sie für Pyeongchang leider ausfällt…

Bis Winter-Olympia 2018 haben die Skispringerinnen noch die Stationen Yamagata, Ljubno bzw. Hinzenbach und die Skispringer die Stationen Zakopane bzw. Willingen zu meistern. Außerdem sind die Skispringer noch bei den Skiflug-WM in Oberstdorf vom 18.Januar 2018 bis 21.Januar 2018 gefordert.

In der Nordischen Kombination sind die deutschen Nordischen Kombinierer um Fabrian Rießle, Eric Frenzel und Johannes Rydzek ebenfalls auf einem gut Weg gen Pyeongchang. Sie schafften bis dato 4 x Gold, 5 x Silber, 2 x Bronze bei den Weltcup-Herausforderungen 2017/18. Bis Olympia stehen in der Nordischen Kombination die Entscheidungen in Chaux-Neuv, Seefeld und Hakuba noch auf dem Programm.

Aus dem Lager der deutschen Ski-Freestylerinnen und Ski-Freestyler gab es zuletzt zwei Hiobsbotschaften: Lisa Zimmermann, Weltmeisterin 2015 im Slopestyle und Siegerin der X-Games 2017 in Aspen im Big Air, kann aufgrund der Folgen ihres Kreuzbandrisses aus der Saison 2016/17 nicht in Pyeongchang starten. Skicrosserin Heidi Zacher, die in der Weltcup-Saison 2017/18 einmal Gold, dreimal Silber, einmal Bronze erreichte, zog sich Mitte Januar 2018 ebenfalls einen Kreuzbandriss zu und fällt auch für Pyeongchang aus.

Weltcup-Wettbewerbe im Ski-Feestyle vor Olympia 2018 sind noch bis 20.Januar in Mammoth und in Nakiska vorgesehen.

Hiobsbotschaften erreichten die Sport-Interessierten nicht zuletzt aus dem Lager der deutschen Alpin-Mannschaft, die in der Saison 2017/18 bisher auf viermal Gold (durch Slalom-Spezialist Felix Neureuther, Abfahrer Josef Ferstl und zweimal durch Riesenslalom-Ass Viktoria Rebensburg), dreimal Silber bzw. dreimal Bronze kamen.

Felix Neureuther und Stefan Luitz fallen für Pyeongchang aufgrund erlittener Kreuzbandrisse aus, Viktoria Rebensburg „laborierte“ an einer hartnäckigen Erkältung, wird bei den kommenden Weltcup-Entscheidungen aber wieder starten.

Bis Pyeongchang gibt es bei den Alpinen noch Entscheidungen im Kitzbühel (Hahnenkamm-Rennen), in Garmisch-Partenkirchen, in Schladming, in Stockholm, in Cortina d`Ampezzo, in Kronplatz und in Lenzerheide.

Erfreuliche Nachrichten vermeldeten hingegen die deutschen Snowboarderinnen und Snowboarder um Paul Berg, Ramona Theresia Hofmeister, Selina Jörg & Co. … Diese schafften bei den bisherigen Weltcup-Wettkämpfen 2017/18 insgesamt zweimal Gold, dreimal Silber, einmal Bronze. Bis zum 4.Februar, also kurz vor Pyeongchang, sind diese noch in Laax, in Erzurum, in Rogla, in Bansko und in Feldberg gefordert.

Insgesamt Positives auch vom deutschen Biathlon-Team… Die deutschen Biathletinnen und Biathleten um Laura Dahlmeier, Denise Herrmann und Erik Lesser erreichten 2017/18 bisher zehnmal das Podest, die Frauen neunmal und die Herren leider nur einmal: 5 x Gold, 3 x Silber, 2 x Bronze lautet die Biathlon-Weltcup-Bilanz bis 18.Januar 2018. Bis Olympia werden noch die Wettkämpfe in Antholz ausgetragen.

Im Skilanglauf warten die deutschen Athletinnen und Athleten indes noch auf einen Podestrang im Weltcup 2017/18, aber was nicht ist, kann ja noch werden. Bei den bisherigen Skilanglauf-Entscheidungen waren bisher vor allem die Norwegerinnen und Norweger „eine Macht“. Weltcup-Konkurrenzen im Skilanglauf wird es bis Pyeongchang allerdings noch in Planica und in Seefeld geben.

Es bleibt wintersportlich im Vorfeld von Pyeongchang also spannend. Und da nun auch in M-V (noch) Schnee liegt, gilt auch für die Mecklenburger und Vorpommern: Raus und aktiv sein – mit Skiern und Schlitten!

Marko Michels