Nachgefragt bei Joachim Bonin, Vorsitzender des Warnemünder Tauchsportclubs

Weihnachtstauchen in Warnemünde 2017. Foto: Wolfgang Gross

Das Ende des Jahres 2017 ist allmählich in Sicht. Wintersportlich gibt es allerdings noch jede Menge Wettkämpfe, ob im Eissport, im Skisport oder im Schlittensport. Die Winter-Athletinnen und –Athleten wollen dabei vor allem Selbstbewusstsein für die Winterspielen 2018 in Pyeongchang „tanken“.

Auch die Läufer sind im Dezember bei ihren Nikolaus-, Weihnachts- und Silvesterläufen noch gefragt. Die Eis-Angler wollen auch noch aktiv sein und sich zum Silvester- oder Neujahrstag ihren obligatorischen „Jahresend-Karpfen“ fangen.

Da wollen die Tauchsportler natürlich nicht „außen vor“ bleiben.

Weihnachtstauchen 2017 in Warnemünde. Foto: Wolfgang Gross

Schon gar nicht in Rostock oder in Warnemünde – den deutschen Hochburgen im Tauchsport oder Flossenschwimmen.

Max Lauschus vom TSC Rostock 1957 erkämpfte dabei im aktuellen Jahr unter anderem beim Großereignis des Jahres für die Flossenschwimmer und Tauchsportler, den „World Games“ in Wroclaw, den Weltspielen in den nichtolympischen Sportarten, gleich zweimal Edelmetall (Silber und Bronze). Sein Verein, der TSC Rostock 1957, wurde zudem 60 Jahre und feierte dieses Jubiläum entsprechend.

Nun gilt es aber, das Jahr 2017 auch tauchsportlich würdig zu beenden. Bereits zum 43.Mal findet dabei das traditionelle Weihnachtstauchen des Warnemünder Tauchsportclubs statt.

Nachgefragt bei Joachim Bonin, Vorsitzender des Warnemünder Tauchsportclubs

Weihnachtstauchen 2017 in Warnemünde. Foto: Wolfgang Gross

Joachim Bonin über das Weihnachtstauchen 2017, die Teilnehmer vor Ort, das zurückliegende Tauch-Jahr für den TSCW, den kommenden Tauch-Start ins neue Jahr und die Engagements seines Vereines

„Wir tauchen das ganze Jahr über, bei jedem Wetter und gern auch mit Gästen!“

Frage: Das Jahr 2017 geht allmählich zu Ende. Das traditionelle Weihnachtstauchen in Warnemünde „rief“, wie jedes Jahr, Anfang Dezember (am 9.12.2017). Was ist für Sie persönlich das stets Besondere an diesem Event?

Weihnachtstauchen 2017 in Warnemünde. Foto: Wolfgang Gross

Joachim Bonin: Unser traditionelles Weihnachtstauchen jährte sich 2017 zum 43. Mal. Auch wenn das Event-Datum, das jeweils zweite Wochenende im Dezember, in der Zwischenzeit fester Bestandteil vieler Vereinskalender ist, bedeutet die Organisation des Weihnachtstauchens keine Routine, sondern ist immer wieder eine Herausforderung.

Taucher aus Rostock, Greifswald, Güstrow, Berlin/Brandenburg gehören zu den regelmäßigen Tauch-Gästen beim Weihnachtstauchen. Immer wieder gilt es, neue Ideen zu finden, um das Event zu etwas Unvergesslichem werden zu lassen. Das Besondere für mich an dieser Veranstaltung ist in jedem Jahr die hohe Anzahl der  Anmeldungen und die Tatsache, dass die Taucher mittlerweile aus der gesamten Bundesrepublik zu uns zum Tauchen kommen.

Frage: Wie vielen Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren 2017 vor Ort? Kamen diese aus ganz M-V und darüber hinaus?

Weihnachtstauchen 2017 in Warnemünde. Foto: Wolfgang Gross

Joachim Bonin: 46 Taucher waren beim Weihnachtstauchen 2017 im bzw. am Alten Strom und besuchten den erleuchteten Tannenbaum. Dabei waren, wie bereits angesprochen, Taucher aus dem gesamten Bundesland Mecklenburg – Vorpommern und Berlin sowie aus Brandenburg aktiv.

Frage: Wie verlief ansonsten das tauchsportliche Jahr für den Warnemünder Tauchsportclub? Was gibt es da zu „vermelden“?

Joachim Bonin: Vor allem die Tauch-Enthusiasten kamen auf ihre Kosten. Mit dem Tauchboot „Koralle“ wurden je nach Wetterlage Bootstauchgänge im nahen Küstenmeer, zum Glück haben wir nur eine kurze Revierfahrt, organisiert.  Wir charterten zudem das Segelschulschiff „Greif“ für eine Segel-Tauchtour nach Bornholm.

Im Mai tauchten wir in Österreich und in der Schweiz. Der TSC Warnemünde führte ferner das Schatzkisten-Tauchen beim Warnemünder Wintervergnügen durch, im Wildpark Güstrow veranstalten wir ohnehin  regelmäßig das Showtauchen im Aquatunnel… Unser Veranstaltungskalender war gut gefüllt mit Terminen.

Aber nicht nur Tauchen, sondern auch andere Veranstaltungen stehen bei uns im Terminkalender. Wir unterstützen karikative Vereine, wie beispielsweise den Verein zur Förderung krebskranker Kinder e.V. In Rostock. Und: Wir beteiligten uns beim Stadtradeln und beim City-Lauf.

Weihnachtstauchen 2017 in Warnemünde. Foto: Wolfgang Gross

Frage: Was waren echte Highlights und besondere Vorkommnisse der bisherigen Weihnachtstauchen?

Joachim Bonin: Die weiteste Anfahrt zum Weihnachtstauchen hatte ein Schweizer Taucher. Der älteste Teilnehmer war 81 Jahre alt – total fit und ein toller Taucher. Der jüngste Taucher war 16 Jahre alt.

Was „wettertechnische Widrigkeiten“ betraf: Wir hatten bereits ein sehr verregnetes Weihnachtstauchen, aber auch Schnee lag schon so manches Jahr. In diesem Jahr war das Wetter okay, Luft-Temperaturen bei einem Grad und bewölkter Himmel.

Letzte Frage: Wann wird der Start ins neue Jahr 2018 vollzogen?

Weihnachtstauchen 2017 in Warnemünde. Foto: Wolfgang Gross

Joachim Bonin: Am 1.Januar 2018, also gleich Neujahr, geht es zum traditionellen Antauchen nach Börgerende.  Wir tauchen das ganze Jahr über, bei jedem Wetter und gern auch mit Gästen!

Vielen Dank, dann optimale Tauchgänge auch weiterhin und ein erfolgreiches bzw. abwechslungsreiches Tauch-Jahr 2018!

Marko Michels

Übrigens: Die Warnemünder Seehunde und einige  Schüler der elften Klasse haben  die Gunst der Stunde mit den Tauchern genutzt, um Bodenproben zu entnehmen. Sie wollen herausfinden, ob dort Plast- und Farb-Partikel, usw. Schäden anrichteten.

Vom maritimen Tauchen zum maritimen Rudern

Weihnachtstauchen 2017 in Warnemünde. Foto: Wolfgang Gross

Der gebürtige Rostocker Hannes Ocik (Schweriner Rudergesellschaft) erhielt Anfang Dezember 2017 zusammen mit den anderen Mitgliedern des goldenen WM-Deutschland-Achters den FISA-Award des internationalen Ruderverbandes zur „Mannschaft des Jahres 2017“.

Vor 13 Jahren, 2004, erhielt aus deutscher Ruder-Sicht die gebürtige Warenerin Katrin Rutschow-Stomporowski als damalige frisch gekürte Einer-Olympiasiegerin einen FISA-Award.

M.M.