DLRG Harsewinkel verteidigt Titel

Carla StrĂŒbing und Daniel Roggenland beste MehrkĂ€mpfer

Rostock-WarnemĂŒnde. Heißer Sand unter den FĂŒĂŸen, strahlend blauer Himmel, etwas Welle – bei besten Bedingungen ging der 23. Internationale DLRG Cup am Samstag zu Ende. Im Wettstreit der Teams aus insgesamt sechs Nationen setzt sich erneut die DLRG Harsewinkel mit deutlichem Vorsprung an die Spitze (385 Punkte). Das Team der DLRG Schloß Holte-Stukenbrock freut sich ĂŒber die Silbermedaille (277 Punkte). Bronze geht nach Magdeburg (266 Punkte). Bei den Frauen behĂ€lt Carla StrĂŒbing (DLRG Anklam) den Titel als beste MehrkĂ€mpferin. Bester MehrkĂ€mpfer wird Daniel Roggenland (DLRG Harsewinkel).

Foto: Daniel-André Reinelt (DLRG)

FrĂŒh am Morgen stĂŒrzen sich die ersten Athleten in die Ostsee, um die schnellsten Retter beim Rescue Tube Rescue untereinander auszumachen. Gleich vier Mannschaften sind gleichauf und laufen fast nebeneinander ins Ziel. Das Quartett aus Gelsenkirchen-Buer (Robert Ortmann, Felix Holm, Jan Laufer, Marc Heisel) beherrscht den Umgang mit dem Gurtretter schließlich am besten und sichert sich die erste Goldmedaille des Tages. Direkt dahinter schleppen die Vertreter von der DLRG Berlin Charlottenburg-Wilmersdorf (Robert Weißhuhn, Christopher Langen, Matthias StĂŒttgen, Moritz Karlhuber) das sogenannte Opfer als Zweite ins Ziel. Dritte werden die Schweizer aus Innerschwyz (Marco Inderbitzin, Nico Lenzlinger, Jonas Lenzlinger, Cyril Senften).

Beim anschließend Board Rescue – auch „Doppelwhopper“ genannt – erreicht die Frauenauswahl aus Magdeburg (Michelle Hein, Nickie-Sophie Langner) vor der DLRG Schloß Holte-Stukenbrock (Julia Haas, Vivian Zander) und der DLRG Anklam (Alica Gebhardt, Carla StrĂŒbing) als erste wieder festen Boden unter den FĂŒĂŸen. Nach kurzer Mittagspause bitten die Kampfrichter zu den letzten Finals des Tages. Den Anfang machen die Frauen mit dem Surf Ski Race (Rettungskajak). Am meisten Dampf im Arm bringt Franziska Widmer vom Team aus Innerschwyz auf und lĂ€sst damit die NiederlĂ€nderin Kitty Schiphorst Preuper und Carla StrĂŒbing aus Anklam hinter sich. Im Board Race (Rettungsbrett-Rennen) beweist sodann Daniel Roggenland von der DLRG Harsewinkel seine QualitĂ€ten im offenen GewĂ€sser und paddelt zu Gold. Teamkollege Nordin Sparmann freut sich ĂŒber die Silber-, der Schwede Noah Wijkström (LivrĂ€ddarna Tylösand) ĂŒber die Bronzemedaille.

Den krönenden Abschluss, bei dem es fĂŒr die Gesamtwertung noch einmal richtig spannend wird, bilden die Königsdisziplinen des Rettungssports: die Finals im Rettungstriathlon Oceanwoman bzw. Oceanman in der Einzel- und Staffelversion. Seit dem Vorjahr werden die Finals der EinzellĂ€ufe in der Eliminatorversion ausgetragen. Die Teilnehmer absolvieren ein komplettes Rennen, die letzten sechs scheiden jeweils aus – werden also eliminiert. FĂŒnf Minuten nachdem der erste Athlet im Ziel ist, beginnt die nĂ€chste Runde, in dem wieder sechs ausscheiden. Die letzten sechs gehen ins dritte und entscheidende Rennen. Wie im Vorjahr prĂ€sentiert sich Carla StrĂŒbing von der DLRG Anklam ganz stark und unterstreicht ihre Nominierung fĂŒr die Europameisterschaft in Italien im September. „Ich bin selbst etwas ĂŒberrascht, dass es doch so gut beim Schwimmen geklappt hat. Mit dem Ski konnte ich dann noch richtig was rausholen“, erklĂ€rt die 22-JĂ€hrige direkt nach diesem Kraftakt noch ganz außer Atem. Mit einigen Metern Abstand kommt Nachwuchstalent Nina Holt von der DLRG Erkelenz ins Ziel, dahinter Michelle Hein aus Magdeburg.

Ist das Feld bei dieser Disziplin anfangs noch sehr dicht beieinander, zieht es sich von Runde zu Runde auseinander. Hier gilt es, mit den eigenen KrĂ€ften zu haushalten und sich nicht zu frĂŒh auszupowern. Auf Seiten der MĂ€nner geht der Plan vom Harsewinkler Daniel Roggenland auf: „Hier gehört natĂŒrlich Taktieren dazu. Ich habe zwischendurch viel im Liegen gemacht, um die Beine locker zu bekommen. Dann hat mir auch noch eine kleine Welle geholfen, meinen Vordermann zu ĂŒberholen“, so der Westfale. Renaud Bodier (DLRG Schloß Holte-Stukenbrock) hat nicht ganz so schnelle Beine. Bronze geht an Joshua Perling (DLRG Halle-Saalekreis).

Lange Zeit zum Verschnaufen bleibt nicht. Nur wenig spĂ€ter gehen die Athleten zur Staffelvariante des Ocean(wo)man an den Start. Die meisten Kraftreserven mobilisieren Vivian Zander, Jasmin Dziuron, Jule Strotkötter und Julia Haas von der DLRG Schloß Holte-Stukenbrock. Carla StrĂŒbing, Cornelia Rigatti, Anna Schröder und Alica Gebhardt erreichen Rang Zwei. Bronze sichern sich Michelle Hein, Anne-Kathrin Hedler, Carolin Haase und Nicki-Sophie Langner von der DLRG Magdeburg. Bei den MĂ€nnern ist Gold ebenfalls westfĂ€lisch. Daniel Roggenland, die BrĂŒder Nordin und Noel Sparmann sowie Clemens Wulkopf von der DLRG Harsewinkel meistern diese Staffel. Die Vierercombo aus Magdeburg (Pitt und Luca König, Matthias Meng, Martin Schmidt) schnappt sich Silber. Bronze landet in den HĂ€nden der DLRG Halle-Saalekreis (Paul BuchmĂŒller, Joshua Perling, Max Kubler, Maximilian Szorec).

Quelle: DLRG

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