Bojan Schipner gewinnt Gold im Sprung bei den „World Games“ 2017

Gold für Bojan Schipner (Foto: privat)

Wieder eine Medaille und sogar eine Goldene für Mecklenburg-Vorpommern bei den zehnten „World Games“ in Wroclaw. Wasserski-Sportler Bojan Schipner, Jahrgang 1989, vom WWC Reitbahnsee Neubrandenburg, jubelte in der Disziplin Sprung deutlich vor Rodrigo Miranda aus Chile, Alexander Isayev aus Weissrussland und Igor Morosow aus Russland. Bereits bei den achten „World Games“ 2009 in Kaohsiung hatte Bojan Schipner Bronze in der Disziplin Slalom erkämpft.

 

Seit 1981 im Programm

Seit 1981, seit den ersten „World Games“ in Santa Clara, ist der Wasserski-Sport im Programm der Weltspiele in den nichtolympischen Sportarten. In der Disziplin Sprung wurden dabei bislang siebenmal Sieger ermittelt, so 1981 in Santa Clara, 1985 in London, 1989 in Karlsruhe, 1993 in Den Haag, 1997 in Lahti, 2013 in Cali und nun 2017 in Wroclaw.

1981 gewann der Amerikaner Sammy Duvall. Pierre Carmin aus Frankreich war 1985 der Beste. 1989 triumphierte wieder ein Amerikaner, John Wiswall. Vier Jahre später, 1993, war der Weissrusse Oleg Deviatovskyi die Nummer eins. In den Jahren 1997 und 2013 konnte sich Großbritannien jeweils über Gold in der Disziplin Sprung der Herren im Wasserski-Sport freuen: 1997 dank Jason Seels und 2013 dank Damien Sharman. Und nun, 2017, kann Bojan Schipner feiern.

Wasserski Symbolfoto

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15 Länder mit Medaillen in Wroclaw

Die aktuellen Konkurrenzen in Wroclaw hatten ein herausragendes Niveau. In den acht Entscheidungen errangen 15 Länder Medaillen, darunter sechs Staaten eine oder mehrere Goldmedaillen. Am erfolgreichsten waren Deutschland bzw. Weissrussland mit jeweils 2 x Gold, 1 x Bronze, die USA mit 1 x Gold, 1 x Silber sowie Australien, Tschechien und Japan mit jeweils 1 x Gold.

Aus deutscher Sicht gab es neben dem Gold für Bojan Schipner auch eine weitere Goldmedaille für Geena Krueger (WSC Mastholte) im Slalom der Frauen und Bronze für Giannina Bonnemann (WSC Mastholte) in der Trick-Ski-Konkurrenz der Frauen.

Die anderen Goldmedaillen gingen an Natalja Berdnikawa (Weissrussland), die sowohl in der Trick-Ski-Entscheidung als auch in der Disziplin Sprung die Beste war, Josh Briant (Australien, Trick-Ski der Herren), Adam Sedlmajer (Tschechien, Slalom der Herren), Shota Tezuka (Japan, Wakeboard Freestyle der Herren) und Nicola Butler (USA, Wakeboard Freestyle der Frauen).

Übrigens: Vor Bojan Schipner hatten die Rettungsschwimmer der DLRG Stralsund Danny Wieck (2 x Gold, 1 x Bronze), Kevin Lehr (1 x Gold, 1 x Silber, 2 x Bronze), Christian Ertel (1 x Gold, 1 x Bronze) und der Flossenschwimmer des TSC Rostock 1957 Max Lauschus (1 x Silber, 1 x Bronze) Edelmetall in Wroclaw 2017 geholt.

Das deutsche „World Games“-Team 2017 weist nach 141 Entscheidungen 12 x Gold, 8 x Silber, 9 x Bronze auf. Insgesamt stehen in Wroclaw 222 Konkurrenzen auf der Agenda (einschließlich der Demonstrationssportarten).

 

Marko Michels