Zwischen Ski-Alpin, Skispringen, Nordischer Kombination und Snowboard-Cross

Richard Freitag, die deutsche Medaillen-Hoffnung im Skispringen bei den Winterspielen in Pyeongchang. Foto: Deutscher Skiverband

Wenige Tage vor den 23.Olympischen Winterspielen ab 9.Februar 2018 in Pyeongchang gab es noch ein Dutzend Weltcup-Wettbewerbe, so im Skispringen der Herren, im Ski-Alpin, in der Nordischen Kombination und im Snowboard-Cross.

Hakuba mit Weltcups in der Nordischen Kombination

Im japanischen Hakuba trafen sich die Nordischen Kombinierer zum letzten Härtetest vor Pyeongchang bei zwei Einzel-Wettbewerben.

Bis dato hatten die deutschen Kombinierer im Weltcup-Geschehen 2017/18 fünfzehn Medaillen, darunter viermal Gold erkämpft. Johannes Rydzek hatte in Ruka im November 2017 gewonnen, Fabian Rießle feierte zwei Siege in Ramsau im Dezember 2017 und im Teamsprint jubelten in Val di Fiemme im Januar 2018 Eric Frenzel/Vinzenz Geiger. Nun gab es am ersten Februar-Wochenende 2018 Erfolge für den Japaner Akito Watabe und den Norweger Jan Schmid. Manuel Faißt holte mit Bronze beim ersten Wettkampf in Hakuba die sechzehnte Weltcup-Medaille für Schwarz-Rot-Gold in der Nordischen Kombination 2017/18.

Skispringer in Willingen aktiv

Auch die Skispringer waren vor den Winterspielen noch einmal aktiv – zu zwei Einzel-Springen in Willingen am 3./4.Februar 2018. Die ersten Ränge sicherten sich Daniel-Andre Tande (Norwegen, Zweiter: Richard Freitag, damit 17.Weltcup-Medaille 2017/18 im Skispringen bei den Frauen und den Herren für den DSV) und Johann Andre Forfang (ebenfalls Norwegen).

Die deutschen Skispringer hatten im aktuellen Weltcup bislang viermal Gold, achtmal Silber bzw. viermal Bronze geholt. Die Siege errangen Richard Freitag bzw. Andreas Wellinger in Nischni Tagil, Richard Freitag in Titisee-Neustadt und nochmals Richard Freitag in Engelberg, jeweils im Dezember 2017. Die deutschen Skispringerinnen um Katharina Althaus und Carina Vogt ersprangen 2017/18 zweimal Gold, viermal Silber, dreimal Bronze, wobei Katharina Althaus allein acht Medaillen schaffte. Auf ihr sporliches Konto gingen auch die beiden Siege in Lillehammer im Dezember 2017.

… Und: Bei den Skiflug-WM der Herren in Oberstdorf im Januar 2018 hatte Richard Freitag neben seinen anderen Weltcup-Medaillen 2017/18 noch einmal WM-Bronze erkämpft.

Alpine zudem gefordert

Viktoria Rebensburg hofft in Pyeongchang ebenfalls auf Edelmetall. Foto: Deutscher Skiverband/DSV

Vier Weltcup-Wettkämpfe meisterten kurz vor Pyeongchang auch die Alpinen. Beim City-Event am 30.Januar 2018 in Stockholm gewannen bei den Frauen Nina Haver-Loseth (Norwegen) vor Wendy Holdener (Schweiz) bzw. Petra Vlhova (Slowakei) und bei den Herren Ramon Zenhäusern (Schweiz) vor Andre Myhrer (Schweden) bzw. Linus Strasser (Deutschland).

In den beiden Frauen-Abfahrten am 3.Februar 2018 (Sprint-Abfahrt) und 4.Februar 2018 (klassische Abfahrt) in Garmisch-Partenkirchen war jeweils Lindsey Vonn aus den USA vorn, die damit ihre Weltcup-Siege Nr. 80 und 81 feierte (einsamer Rekord bei den Alpin-Damen!).

Im bisherigen  alpinen Ski-Weltcup 2017/18 konnten sich hingegen die deutschen Alpinen über sechsmal Gold, viermal Silber, viermal Bronze freuen. Viktoria Rebensburg errang im alpinen Frauen-Bereich dreimal Gold, dreimal Silber, wobei ihr die Siege im Riesenslalom (in Sölden im Oktober 2017, in Killington im November 2017 und in Kronplatz im Januar 2018) gelangen.

Die deutschen Alpin-Herren erreichten dreimal Gold, einmal Silber, viermal Bronze. Leider zogen sich Felix Neureuther und Stefan Luitz, aussichtsreiche Medaillen-Kandidaten im Slalom bzw. im Riesenslalom bei den Winterspielen, jeweils Kreuzbandrisse zu und können in Pyeongchang nicht starten… Die bisherigen Weltcup-Siege 2017/18 im alpinen Herren-Bereich aus deutscher Sicht gingen an Felix Neureuther (Slalom in Levi im November 2017), Josef Ferstl (Super-G in Gröden im Dezember 2017) und Thomas Dreßen (Abfahrt in Kitzbühel im Januar 2018).

Snowboard-Crosser mit vier Entscheidungen

Die olympische Medaillen-Anwärterin 2018 Selina Jörg (Mitte) zusammen mit Snowboard-Kolleginnen bzw. -Kollegen. Aufnahme: Miha Matavz

Im Snowboard-Cross wurden am 3./4.Februar 2018 jeweils zwei Weltcup-Wettkämpfe bei den Frauen und bei den Herren in Feldberg ausgetragen. Bei den Frauen triumphierte zweimal Michela Moioli (Italien) und bei den Herren gewannen Julian Lüftner (Österreich) bzw. Pierre Vaultier (Frankreich, Dritter: Peter Berg vom deutschen Team).

Für Schwarz-Rot-Gold hatte im Weltcup 2017/18 im Snowboard-Cross Paul Berg bereits einmal Gold geschafft – beim Weltcup in Val Thorens im Dezember 2017.

Am 6.Februar absolviert dann noch die deutsche Eishockey-Herren-Auswahl vor dem Olympia-Turnier 2018 ein Vorbereitungsspiel gegen die Schweiz in Kloten.

Dann ist die vorolympische „Testerei“ jedoch zu Ende – am 9.Februar 2018 „ruft“ endlich Pyeongchang.

Last but not least: Am ersten Februar-Wochenende 2018 wurden zudem Weltcup-Konkurrenzen im Telemarken in Oberjoch bei Bad Hindelang ausgetragen. Es siegten im klassischen Sprint Beatrice Zimmermann (Schweiz, Frauen) bzw. Philippe Lau (Frankreich, Herren) und im Parallel-Sprint Johanna Holzmann von der deutschen Mannschaft (Frauen) bzw. Nicolas Michel (Schweiz, Herren).

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Sportliche Zeitreise von 2018 nach 1978 – mit dem Bob-Schlitten

„Genau“ vor 40 Jahren, am 4./5.Februar 1978 in Lake Placid, wurde der Rüganer Bob-Pilot Meinhard Nehmer, unter anderem 1976 zweifacher Olympiasieger und 1977 Weltmeister (Vierer-Bob), zusammen mit Raimund Bethge Vize-Weltmeister im Zweier-Bob hinter den Schweizern Erich Schärer/Josef Benz.

Eine Woche später, am 11./12.Februar 1978, belegte das Team von Meinhard Nehmer im Vierer-Bob dann den Bronze-Rang, hinter den Mannschaften DDR II (Horst Schönau) und Schweiz I (Erich Schärer). Bei den Olympischen Winterspielen 1980, ebenfalls in Lake Placid, erkämpfte Meinhard Nehmer dann Gold im Vierer-Bob und Bronze im Zweier-Bob.

Marko Michels