Deutsche Mannschaft reist wegen Corona-Epidemie nicht nach Südkorea

Für die besten deutschen Short-Track-Athleten und -Athletinnen ist es neben dem Weltcupfinale das absolute Saisonhighlight: die ISU World Short Track Speed Skating Championships in Seoul/Südkorea. Zu den Hoffnungen des Deutschen Teams zählt der momentan beste Deutsche Shorttracker Adrian Lüdtke. Doch für den 21-jährigen Rostocker (ESV Turbine) kommt es nun anders. Genauso für die komplette Nationalmannschaft. Denn die Deutsche Eisschnelllauf-Gemeinschaft hatte kürzlich auf Anraten von DOSB und Ärzten die Teilnahme gekanzelt. Grund: die Corona-Epidemie. Wie der Fachverband heute mitteilte, gab es nun auch seitens der Internationalen Eislauf-Union Klarheit. Die gesamten Weltmeisterschaften wurden abgesagt. Auch hatten Seouls Behörden die Schließung der Mokdong-Eisbahn angeordnet.

Erst am Dienstag hatte der Tischtennis-Weltverband bekannt gegeben, seine für März geplante Mannschafts-WM in Südkorea verschieben zu müssen. Auch das in anderthalb Wochen stattfindende Six-Nations-Spiel in Dublin zwischen den Rugby-Teams aus Irland und Italien wurde wegen des grassierenden Virus ausgesetzt.
Die ISU schließt zwar nicht aus, die Titelkämpfe zu einem späteren Zeitpunkt nachzuholen. Doch wegen des engen Terminkalenders der Shorttracker ist eine Verlegung eher unwahrscheinlich.

Derzeit wird Sportlern nahegelegt, nicht an Wettkämpfen und Trainingslagern insbesondere in China, Südkorea und Italien teilzunehmen. Der leitende deutsche Olympiaarzt Dr. Bernd Wolfarth bewertete die drei Länder als Risikogebiete. Auf der Webseite des DOSB warnte er neben den gesundheitlichen Gefahren vor auftretenden logistischen Problemen wie Rückreiseoptionen oder Quarantänerisiken. Auch vor Reisen nach Japan, Singapur und Iran riet der Mannschaftsarzt ab.

red