Letzter Blick auf das reitsportliche 2017 und Ausblick auf die pferdesportlichen Herausforderungen 2018

Symbolbild – Reiten
Auch 2018 steht der Reitsport im Fokus.

„Im Galopp“ ging das pferdesportliche Jahr 2017 zu Ende. „Im Galopp“ startet 2018 ebenfalls. Standen 2017 die EM in der Dressur bzw. im Springreiten in Göteborg sowie die EM im Vielseitigkeitsreiten in Strzegom im Fokus, so sind es 2018 die Weltreiterspiele 2018 in Tryon.

Was ist aber hierzulande, in M-V, reitsportlich 2018 los?

Nachgefragt bei Hans-Joachim Begall, Geschäftsführer des Reitsportverbandes M-V

Hans-Joachim Begall über das zurückliegende Reitsport-Jahr 2017, die kommenden Herausforderungen 2018, die Turnier-Höhepunkte in M-V, die reitsportlichen M-V-Talente und die Weltreiterspiele in Tryon

„Haben in M-V eine breite Turnierlandschaft entwickelt…“

Frage: Das Reitsport-Jahr 2017 ist „abgehakt“. Wie lautet Ihr persönliches Resümee aus regionalem, nationalem und internationalem Blickwinkel?

Hans-Joachim Begall: In Mecklenburg-Vorpommern haben wir eine breite Turnierlandschaft in den vergangenen Jahren entwickelt. Einige neue Veranstalter sind hinzugekommen. Im Springsport sind aufgrund ihrer Leistungen André Thieme (Plau am See) und Holger Wulschner (Passin) nach wir vor im Bundes-Perspektivkader.

Mit der erfolgreichen Vielseitigkeitsreiterin Flora Reemtsma (einst RSV Zierow) haben wir durch Wegzug leider einen kleinen Verlust im Land.

International haben die deutschen Reiter besonders in der Dressur und in der Vielseitigkeit ihre konstanten guten Leistungen der vergangenen Jahre wiederholt und behaupten sich in der Weltspitze. Im Springsport ist die Weltspitze nach wie vor breit aufgestellt und damit schwer immer eine Medaille bei Championaten zu holen.

Frage: Was werden die reitsportlichen Höhepunkte 2018 in M-V sein?

Hans-Joachim Begall: Das werden das Pferdefestival Redefin Anfang Mai, die internationale DKB-Pferdewoche Rostock in Groß Viegeln Mitte Juni, das Landesturnier im Landgestüt Redefin Anfang Juli sowie die Landesmeisterschaften in der Vielseitigkeit und im Gespannfahren sein.

Frage: In Tryon werden im September 2018 die Weltreiterspiele ausgetragen. Was erwarten Sie von diesen Titelkämpfen? Sie selbst waren ja schon bei Weltreiterspielen…

Hans-Joachim Begall: Der logistische Aufwand, an einer WM in den USA teilzunehmen, ist für die Europäer hoch. Besonders die Fahrer haben eine große Ausrüstung, die dorthin gebracht werden muss.

Da das Gelände und das nötige Drumherum in Tryon sehr weitläufig sein soll, hoffe ich, dass der Veranstalter alles packt. Die Weltreiterspiele vor acht Jahren in Lexington (USA) waren mit vielen Problemen verbunden.

Sportlich erhoffe ich mir von den deutschen Teilnehmern natürlich Medaillen in allen Disziplinen und vielleicht schafft es dieses Mal ein Mecklenburger, zur Springreiter-Equipe dazu zu gehören.

Letzte Frage: Wie ist es eigentlich um den reitsportlichen Nachwuchs in M-V bestellt? Wie viele aktive Reitsportlerinnen und Reitsportler gibt es in M-V?

Symbolbild-Reitsport/Voltigieren

Hans-Joachim Begall: Wir haben auf dem Landes-Jugendtag in Rostock Ende des Jahres 20 Nachwuchs-Pferdesportler in den Landeskader 2018 berufen.

Die jungen Springreiter haben im Januar ihre ersten Bewährungsproben bei den internationalen Turnieren in Neustadt/Dosse und Leipzig. Einige wie Christoph Maack (Kirch-Mummendorf) müssen sich in einer höheren Altersklasse bewähren.

Im Voltigieren hoffen wir, dass Alina Roß (SG Groß Quassow), die zum Nachwuchs-Bundeskader gehört, auch eine Teilnahme-Chance für eine internationale Meisterschaft erhält.

Zur Anzahl der Mitglieder: Unser Landesverband hat gegenwärtig etwas über 9000 Mitglieder, davon haben 17 Prozent eine Jahres-Turnierlizenz, nehmen also regelmäßig am Wettkampfgeschehen teil.

Vielen Dank, dann weiterhin bestes Engagement für den Pferdesport und ein gutes 2018!

M.Michels

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