Besondere Ehre für Goldmedaillengewinner Hannes Ocik und Marie-Louise Dräger

Einen Tag vor dem Weihnachtsabend wurde den beiden Voezeigesportlern Hannes Ocik und Marie-Louise Dräger eine besondere Ehre zuteil. Im Beisein von Oberbürgermeister Rico Badenschier trugen sich der Goldmedaillengewinner mit dem Deutschland-Achter und die Goldmedaillengewinnerin im Leichtgewichts-Frauen-Einer bei den diesjährigen Ruder-WM in das Goldene Buch der Landeshauptstadt ein.

Schlagmann Hannes Ocik durfte sich bereits im Vorjahr nach dessen Weltmeister-Titel in Bulgarien im Goldenen Buch verewigen. Die 38-jährige Marie-Louise Dräger konnte heute estmalig ihr Signum hinterlassen.

Dass die Polizistin, die Teil der Sportfördergruppe der Landespolizei ist, überhaupt an der WM in Österreich teilnehmen konnte, war speziell ihrer eigenen Initiative zu verdanken. So war sie vom Deutschen Ruderverband nicht für den Leichtgewichts-Doppelzweier berücksichtigt worden. In der Folge stieg Dräger auf eigene Kosten in den nichtolympischen Leichtgewichts-Einer um und holte den dritten WM-Titel ihrer Karriere.
Diese Leistung sollte mit dazu beitragen, dass sie nun ihre vierte Olympia-Teilnahme anstreben kann. Der DRV hatte im November angekündigt, dass Dräger gemeinsam Fini Sturm (Ruder-Club-Havel Brandenburg) um einen Olympia-Startplatz im Leichtgewichts-Doppelzweier kämpfen dürfe.

Auch die Nominierung von Hannes Ocik für Tokio 2020 steht noch nicht zu 100 Prozent fest – immerhin kämpfen 24 Top-Leute einen der begehrten acht Plätze im Boot. Allerdings gilt der 1,91 m große Kaderathlet als bester Schlagmann innerhalb des Deutschen Flaggschiffs. Wie Däger besitzt er bereits drei Weltmeister-Titel. Und auch das haben beide gemein: ihnen fehlt jetzt nur noch die Goldmedaille bei Olympischen Spielen.

red