Wintersport-Asse fast durchgängig gefordert

Symbolbild – Wintersport

Die 23.Olympischen Winterspiele in Pyeongchang vom 9.Februar 2018 bis 25.Februar 2018 rücken immer näher. Es gab bereits seit Oktober 2017 (in einigen Disziplinen bereits davor) zahlreiche Wettkämpfe in der olympischen Weltcup- und Grand Prix-Saison 2017/18, so im Skisport (Alpin, Nordisch, Freestyle / Biathlon), im Snowboarden, im Short Track, im Eisschnelllaufen, im Eiskunstlaufen und im Schlittensport (Bob, Skeleton, Rennrodeln).

Deutsche Wintersport-Asse 2017/18 sehr erfolgreich

Sehr erfreulich an den bisherigen Resultaten in den diversen Weltcups und Grand Prix-Konkurrenzen im Wintersport 2017/18 sind die Resultate der deutschen Wintersport-Asse, die bis dato (21.12.2017) auf 51 x Gold, 31 x Silber bzw. 35 x Bronze kommen.

Deutsches Rennrodel-Team einsame Klasse

Die beiden TobiASSE in gewohnter Jubel-Pose! Foto: BSD / Reker

Den Löwen-Anteil daran steuerten die Rennrodlerinnen bzw. Rennrodler bei, die 19 von 24 Weltcups für sich entschieden. Das Doppelsitzer-Duo Toni Eggert/Sascha Benecken schaffte im Doppelsitzer (nebst Sprint) sechsmal Gold plus dreimal Gold mit der deutschen Team-Staffel. Die schon jetzt beste Rennrodlerin aller Zeiten, Natalie Geisenberger, jubelte über viermal Gold im Damen-Einsitzer plus zweimal Staffel-Gold und Felix Loch war im Herren-Einsitzer (nebst Sprint) schon dreimal 2017/18 der Erste (plus dreimal Erster mit der Staffel).

Erfolge auch im Skeleton und im Bobsport

Im Skeleton holte Schwarz-Rot-Gold im bisherigen Weltcup-Geschehen 2017/18 insgesamt zweimal Gold, einmal Silber und dreimal Bronze, wobei Jacqueline Lölling zwei aktuelle Weltcups dominierte.

Achtmal Gold verbuchten die Bob-Athletinnen und Athleten der deutschen Mannschaft, so jeweils zwei im Zweier-Bob der Damen bzw. der Herren und vier im Vierer-Bob. Die Teams um Stephanie Schneider, Johannes Lochner, Francesco Friedrich und Nico Walther sind für die kommenden olympischen Herausforderungen gut gerüstet. Der gebürtige Anklamer Marko Hübenbecker holte 2017/18 beim Weltcup in Winterberg mit dem Team von Nico Walther übrigens Silber.

Gold auch bei den Kombinierern und Skispringern

Johannes Rydzek, Deutschlands Sportler des Jahres 2017. Foto: Deutscher Skiverband

Bei den „Nordischen“ überzeugen vor allem die Kombinierer und Skispringerinnen bzw. Skispringer. In der Nordischen Kombination belegten aus deutscher Sicht 2017/18 Johannes Rydzek, Eric Frenzel und Fabian Rießle bereits erste Ränge. Im Lager der Skispringerinnen und Skispringer ragten bisher Richard Freitag (drei Erfolge), Katharina Althaus (zwei Erfolge) und Andreas Wellinger (ein Erfolg) heraus. Leider verletzte sich die Mixed-Weltmeisterin im Skispringen Svenja Würth schwer und wird an Winter-Olympia 2018 nicht teilnehmen können.

Alpine mit Erfolgen und Verletzungen

Bitter auch das verletzungsbedingte Aus für die Alpinen Felix Neureuther und Stefan Luitz. Beide waren in dieser Saison in einer ausgezeichneten Form, so gewann Felix Neureuther den Slalom in Levi und Stefan Luitz erreichte zwei Podest-Ränge im Riesenslalom. Insgesamt lautet die bisherige alpine Bilanz für die deutsche Mannschaft 2017/18 viermal Gold, zweimal Silber, zweimal Bronze (bis 21.12.17!). Goldene Momente erlebten dabei auch Viktoria Rebensburg (zweimal Erste im Riesenslalom) und Josef Ferstl (einmal Erster im Super-G).

Gut dabei im Biathlon, Ski-Freestyle und Snowboarden

Im Biathlon erreichten deutsche Sportler 2017/18 neunmal das Treppchen. Zweimal Gold eroberte Denise Herrmann, je einmal waren die deutsche Frauen-Staffel und Laura Dahlmeier erfolgreich.

Auch im Bereich Ski-Freestyle und im Snowboarden waren die deutschen Asse mit vorn, so im Ski-Freestyle (Skicross) Heidi Zacher (dreimal Silber) und im Snowboarden Paul Berg (Gold im Snowboardcross) und zweimal Silber durch Ramona Theresia Hofmeister bzw. Selina Jörg im Parallel-Riesen-Slalom.

Vom Eisschnelllaufen zum Short Track

Symbolbild – Eisschnelllauf

Im Eisschnelllaufen haben aus deutschem Blickwinkel – nach derzeitigem Stand der Dinge – Claudia Pechstein, Nico Ihle, Parick Beckert und Moritz Geisreiter gute olympische Medaillen-Chancen. Zweimal Gold (durch Claudia Pechstein über 5000 Meter bzw. im Massenstart), dreimal Silber, viermal Bronze errangen die Genannten bei den bisherigen Weltcups 2017/18.

Bei den Short Trackerinnen und Short Trackern ist die Weltcup-Saison 2017/18, von September 2017 bis November 2017, schon zu Ende. Die Gesamt-Weltcup-Siegerinnen und -Sieger der olympischen Saison 2017/18 sind Marianne St-Gelais (Kanada) bzw. Wu Dajing (China) über 500 Meter, Kim Boutin (Kanada) bzw. Sandor Liu Shaolin (Ungarn) über 1000 Meter, Choi Min-jeong (Südkorea) bzw. Hwang Dae-heon (Südkorea) über 1500 Meter und Südkoreas Frauen bzw. Kanadas Herren in den Staffeln. Deutsche Weltcup-Starterinnen und -Starter erreichten 2017/18 leider keine Weltcup-Medaillen.

Aliona und Bruno im Paarlaufen hervorragend

Rostocker Eiskunstläuferinnen bei einer früheren Show-Veranstaltung in Schwerin Foto: M.M.

Die Grand Prix-Saison im Eiskunstlaufen 2017/18 ist ebenfalls schon „abgehakt“. Diese dauerte von Oktober 2017 bis Dezember 2017. Russland war dabei mit neunmal Gold, sechsmal Silber, zwölfmal Bronze die erfolgreichste Eiskunstlauf-Nation. Für Deutschland gab es dank Aliona Savchenko/Bruno Massot zweimal Gold, einmal Silber im Paarlaufen.

Blick zum Curling und zum Eishockey

Bei den Curling-EM 2017 in Sankt Gallen belegten die deutschen Teams Rang fünf (Herren, Sieger Schweden) und Rang sechs (Frauen, Sieger Schottland).

Beim Deutschland-Cup 2017 in Augsburg, den Russland für sich entschied, wurde das deutsche Team Dritter.

Keine Zeit zum Ausruhen

Viel Ruhe haben die Wintersportlerinnen und Wintersportler über Weihnachten und den Jahreswechsel aber nicht – im Gegenteil.

Laura Dahlmeier, Deutschlands Erfolgsbiathletin. Foto: Deutscher Skiverband/DSV

Auf Schalke gibt es vor Silvester noch das traditionelle Biathlon-Event. Die 66.Vierschanzen-Tournee im Skispringen, vom 30.12.17 bis 6.1.18., steigt demnächst. Im Rennrodeln wird am Königssee vom 6.1.18 bis 7.1.18 der nächste Weltcup ausgetragen. Die Bob- und Skeleton-Sportlerinnen bzw. Sportler haben ihren nächsten Weltcup vom 5.1.18 bis 7.1.18 in Altenberg.

Die EM im Eisschnelllaufen (Mehrkampf) finden ebenfalls vom 5.1.18 bis 7.1.18 statt, aber in Kolomna. Die Skispringerinnen haben ihren Jahresauftakt am ersten Januar-Wochenende in Rasnov.  In Oberhof müssen vom 4.1.18 bis 7.1.18 die Biathletinnen und Biathleten zu ihrem ersten Weltcup 2018 ran. Am ersten Januar-Wochenende haben auch Ski-Freestyler und Snowboarder ihre ersten Herausforderungen 2018. Und die Alpinen hoffen auf gute Resultate noch am 22.12.17 (Herren-Slalom in Madonna di Campiglio), am 28.12.17 (Abfahrt der Herren in Bormio bzw. Riesenslalom der Frauen in Lienz) und am 29.12.17 (Alpine Kombination der Herren in Bormio bzw. Frauen-Slalom in Lienz). Am Neujahrstag wird es für die Alpinen zudem beim City-Event in Oslo spannend. Und dann geht es für diese nahtlos weiter…

So kurz vor Weihnachten und dem Jahreswechsel 2017/18 bleibt dennoch Zeit, um olympisch etwas zurückzublicken…

Die Winterspiele in Oslo 1952 – Deutschland mit Erfolgen durch Anderl Ostler und Ria Falk/Paul Falk

Rostocker Eiskunstläuferinnen in olympischer Stimmung. Foto: M.M.

Im Februar gibt es jedoch auch einige olympische Wintersport-Jubiläen. So fanden vor 65 Jahren, vom 15. bis 25.Februar 1952 die sechsten Olympischen Winterspiele in Oslo statt – die ersten nach dem zweiten Weltkrieg, an denen wieder ein deutsches Team teilnehmen durfte. Das Programm war damals noch sehr übersichtlich. So wurden nur die Medaillengewinner in 22 Entscheidungen in sechs Sportarten ermittelt.

Im Nordischen Skisport teilten sich Norwegen und Finnland die Goldmedaillen (je 3). Die Marathon-Distanz im Skilanglauf (50 km) entschied der Finne Veikko Hakulinen für sich. Die einzige Langlauf-Entscheidung bei den Frauen waren die zehn Kilometer mit einem finnischen Dreifach-Erfolg und der Siegerin Lydia Wideman.

Im alpinen Skisport sorgte – wie heute Lindsey Vonn – ebenfalls eine US-Amerikanerin für super Leistungen. Andrea Lawrence-Mead gewann den Spezial- und den Riesenslalom. Für Deutschland gab es bei den Alpinen je zweimal Silber (Annemarie Buchner/Abfahrt und Ossi Reichert/Spezialslalom) sowie je zweimal Bronze (Annemarie Buchner/Spezialslalom und Riesenslalom).

Damit war die Annemarie sogar noch vielseitiger und um eine Medaille reicher als die Amerikanerin, aber ohne Gold… Im Eiskunstlaufen war in der traditionsreichen deutschen Erfolgsdisziplin, dem Paarlauf, mit Ria und Paul Falk ein deutsches Duo siegreich und im Eisschnelllaufen holte der Norweger Hjalmar Andersen das Gold vom Eis – über 1500 Meter, 5000 Meter und 10000 Meter. Team Canada gewann das Eishockey-Turnier.

Im Bobsport sorgten die Anderl-Ostler-Schlitten für zweimal deutsches Gold im Zweier und Vierer. Mit 3 x Gold, 2 x Silber, 2 x Bronze rangierte das deutsche Team hinter Norwegen und den USA auf Platz drei des Medaillenspiegels in Oslo 1952.

Die Winterspiele in Sapporo – Rennrodel-Silber für spätere Wahl-Rostockerin

Vor 45 Jahren fanden dann die elften Olympischen Winterspiele in Sapporo vom 4. bis 13.Februar statt. Die UdSSR wurde das erfolgreichste Team und die Deutschen aus Ost und West sammelten ebenfalls fleißig Medaillen. Für die DDR hieß die Ausbeute 4 x Gold, 3 x Silber, 7 x Bronze (Platz 2 im Medaillenspiegel) und für die Bundesrepublik 3 x Gold, 1 x Silber, 1 x Bronze (Platz 6 im Medaillenspiegel). Die überragenden Olympioniken 1972 hießen dabei Galina Kulakowa im Skilanglauf und Adrianus Schenk im Eisschnelllaufen, die beide dreimal Olympia-Gold erkämpften.

Im Skispringen errangen die japanischen Athleten, allen voran Yukio Kasaya, von der Normalschanze einen Dreifach-Erfolg. Der Pole Wojciech Fortuna überraschte hingegen bei schwierigen Windbedingungen auf der Großschanze alle.

Im Biathlon durften nur die Männer ran – für die DDR gab es dort Silber und Bronze.

Zu olympischen Stars im alpinen Skisport avancierten Marie-Theres Nadig (Schweiz) und Gustav Thöni (Italien). Im Eiskunstlauf brillierten Ondrej Nepela (Tschechoslowakei), Beatrix Schuba (Österreich) und Irina Rodnina/Alexej Uljanow (UdSSR). Im Lager der (west-)deutschen Eisschnellläufer konnte zudem gejubelt werden. Über 500 Meter gewann Erhard Keller und über 1000 Meter Monika Pflug. In der Nordischen Kombination war dann Ulrich Wehling die Nummer eins. Weitere Goldmedaillen folgten für den Hallenser (Saale) 1976 und 1980.

Die Rennrodel-Wettkämpfe gestalteten sich zu einer DDR-Meisterschaft mit internationaler Beteiligung. Das DDR-Rodel-Team erkämpfte 8 von 9 Medaillen. I Doppelsitzer triumphierten zeitgleich Hörnlein/Bredow (DDR) gemeinsam mit Hildgartner/Plaikner (Italien). Wolfgang Scheidel war im Herren-Einsitzer der Beste und Anna-Maria Müller im Frauen-Einsitzer. Olympia-Silber holte die spätere Wahl-Rostockerin und ehemalige Angestellte in der Tourismuszentrale Rostock-Warnemünde Ute Rührold, verheiratete Klawonn.

Im Bobsport gewannen Wolfgang Zimmerer/Peter Utzschneider (Zweier). Wolfgang Zimmerers Nichte Maria Riesch, verheiratete Höfl, machte es ihrem Onkel 2010 mit zweimal Gold und 2014 mit einmal Gold, einmal Silber im alpinen Skisport sogar noch erfolgreicher nach.

Eishockey-Turnier mit Wermutstropfen…

Das Eishockey-Turnier ging an die UdSSR – zum vierten Mal nach 1956, 1964 und 1968. Team Canada nahm aus Protest nicht teil – die kanadischen Profis durften im Gegensatz zu den „Staatsamateuren“ nicht teilnehmen. Die DDR qualifizierte sich auch, durfte aber letztendlich auf Betreiben der damaligen Sportpolitiker und Funktionäre nicht nach Sapporo reisen, die im Eishockey nach wenig sportiven „Beschlüssen“ 1969 nur noch eine Sportart der „Kategorie II“ sahen.

Somit blieb es 1968 bei der einzigen Olympia-Teilnahme eines DDR-Teams (Platz acht).

Nicht nur am Rande bemerkt: Eishockey und Rostock – das war schon in jenen Jahren eine erfolgreiche Symbiose…

Und es gab einige namhafte Spieler „Made in M-V“: Ein Eishockeyspieler mit Olympia-Teilnahme, der eigentlich beim FC Hansa Rostock eine fußballerische Karriere machen wollte – sogar in der Hansa-Schülerauswahl stand – war der 1949 in Grapzow geborene Dietmar Peters. In Rostock erlernte Peters das Eishockey-”ABC” und nahm 1968 an den Olympischen Winterspielen als Neunzehnjähriger in Grenoble teil. …Gemeinsam auch mit dem 1944 in Rostock geborenen Peter Prusa und Bernd Karrenbauer.

EM-Bronze 1966 gab es auch für einen weiteren Eishockey-Crack aus Rostock, für Bernd Karrenbauer, der 1962 von der Ostseeküste zu Dynamo Berlin wechselte. Weitere bekannte Eishockeyspieler, die einst für Rostock auf dem Eis standen, waren u.a. Rainer Patschinski (238 DDR-Länderspiele), Dietmars Bruder Roland Peters oder Friedhelm Bögelsack (188 DDR-Länderspiele), der 1955 in Greifswald geboren wurde.

Schade, dass die DDR-Eishockey-Cracks seinerzeit dann doch nicht nach Sapporo durften …

Die Winterspiele 1992 in Albertville – Gold für gebürtige Wismarerin

Symbolbild – Skilanglauf

Vor 25 Jahren rief dann Albertville vom 9. bis 22.Februar 1992 die Winter-Sportjugend der Welt – Deutschland war inzwischen wieder vereint und belegte sogar Platz eins im Medaillenspiegel der sechzehnten Olympischen Winterspiele mit 10 x Gold, 10 x Silber und 6 x Bronze – vor der GUS, Norwegen, Österreich und den USA. Aus dem Lager der Skilangläufer kamen die Erfolgreichsten der Spiele 1992 – Ljubow Jegorowa (Russland), Björn Daehlie (Norwegen) und Vegard Ulvang (Norwegen) mit jeweils dreimal Gold. Eine gebürtige Wismarerin feierte 1992 außerdem goldige Momente. Jacqueline Börner, verheiratete Schubert, siegte über 1500 Meter in 2:05, 87 knapp vor Gunda Niemann in 2:05,92.

Deutsches Olympia-Gold konnte außerdem im Biathlon (Mark Kirchner, Herren-Staffel, Antje Misersky), im Eisschnelllaufen (neben Jacqueline Börner auch Uwe-Jens Mey, Olaf Zinke, 2 x Gunda Niemann) und im Rennrodeln (Georg Hackl, Stefan Krauße/Jan Behrendt) erkämpft werden. Im Damen-Einsitzer sorgten hingegen die österreichischen Schwestern Doris und Angelika Neuner für einen Doppel-Erfolg von „Team Austria“ vor Deutschlands Susi Erdmann, die im Januar 2018 junge 50 wird.. Im Bobsport kamen die deutschen Schlitten zu 2 x Silber und 1 x Bronze.

Einige olympische Neuerungen gab es 1992 auch: Frauen-Biathlon, Ski-Freestyle und Short Track wurden in das olympische Programm aufgenommen.

Einen unglücklichen Verlauf nahm das Eishockey-Turnier für die deutsche Auswahl. Im Penalty-Schießen unterlagen die Deutschen Team Canada, nachdem es in der regulären Spielzeit 3:3 gestanden hatte. Die GUS gewann letztendlich jedoch das Turnier – vor Deutschland-Bezwinger Kanada.

Die Winterspiele 2002 – Bobsport-Gold für Stralsund / Rostock mit vier Startern im Short Track

In Salt Lake City, bei den neunzehnten Olympischen Winterspielen, vor 15 Jahren (8.Februar bis 24.Februar 2002) gab es einen Dreikampf zwischen Deutschland, Norwegen und den USA, den Norwegen (13 x Gold) knapp vor Deutschland (12 x Gold) und den USA (10 x Gold) für sich entscheiden konnte.

Überschattet wurden die Spiele von den Doping-Affären im Skilanglauf, aber es gab auch jede Menge Erfreuliches. Das deutsche Skisprung-Team um Sven Hannawald holte Gold wie ebenfalls die deutsche Skilanglauf-Staffel der Damen mit Manuela Henkel, Viola Bauer, Claudia Künzel und Evi Sachenbacher.

Im Biathlon holten die Damen das Olympia-Gold „aus dem Feuer“ (Kati Wilhelm, Andrea Henkel und die Frauen-Staffel). Im Eisschnelllaufen waren Claudia Pechstein (zweimal) und Anni Friesinger (einmal) erfolgreich. Im Rennrodeln holten die Deutschen „pflichtgemäß“ Gold bei den Frauen (Sylke Otto) und Gold im Doppelsitzer (Patric Leitner/Alexander Resch). Die Bobfahrer fuhren zu zweimal Gold. Im siegreichen Andre-Lange-Viererbob startete auch der gebürtige Stralsunder Carsten Embach.

Die Kroatin Janica Kostelic war die Dominatorin im alpinen Skisport mit dreimal Gold, Sven Amann aus der Schweiz flog zu zweimal Gold, Ole Einar Björndalen „schürfte“ Gold im Biathlon (4 x Gold für ihn !!!), die USA waren 2002 die Snowboarder-Nation, Alisa Camplin sorgte im Springen (Ski-Freestyle) für australisches Gold im Winter ebenso wie Steve Bradbury über 1000 Meter im Short Track, im Skeleton hatten die Gastgeber zwei Gold-Fahrten, im Curling konnten Norwegen (Herren) und die Schweiz (Frauen) gewinnen.

Die niederländische Mannschaft war im Eisschnelllaufen mit 5 x Gold topp und Südkorea im Short Track mit 3 x Gold. In Salt Lake City 2002 nahmen sogar je zwei Athletinnen und Athleten vom ESV Turbine Rostock an den olympischen Entscheidungen im Short Track teil, Aika Klein, Ulrike Lehmann, Andre Hartwig und Arian Nachbar.

Team Canada siegte im Herren-Eishockey und auch die kanadischen Damen waren im Eishockey nicht zu bezwingen. Zweimal Gold gab es beim Paarlaufen durch Jelena Bereschnaja/Anton Sikarulidse und Jamie Sale/David Pelletier – einige Preisrichter hatten zuvor in der Kür das kanadische Duo ziemlich „verschaukelt“ – das wurde dann selbst dem IOC zu viel.

Salt Lake City waren jedenfalls Winterspiele, die positive Emotionen „weckten“..

Mal schauen, ob Pyeongchang 2018 auch begeistern kann?!

Marko Michels

1.Update zum Ski-Freestyle (21.12.2017, 22.10 Uhr):

Nach den drei zweiten Rängen bei den Weltcups 2017/18 im Ski-Freestyle/Ski-Cross in Val Thorens, in Arosa und in Montafon triumphierte am 21.Dezember beim Weltcup in Innichen die Bajuwarin Heidi Zacher, Jahrgang 1988. Sie verwies Georgia Simmerling (Kanada), Sandra Näslund (Schweden), Alizee Baron (Frankreich) und Kelsey Serwa (Kanada) auf die weiteren Ränge. Damit führt Heidi Zacher auch im Gesamt-Weltcup im Ski-Cross. Bereits zweimal, 2010 in Vancouver und 2014 in Sotschi, nahm die 29jährige übrigens an Olympischen Winterspielen teil.

2.Update zum Wintersport vor Weihnachten (22.12.2017, 23.00 Uhr):

Bei den  Weltcups im Ski-Freestyle in der Disziplin Moguls setzten sich in Thaiwoo am 21./22.Dezember bei den Frauen Jaelin Kauf (USA) bzw. Julia Galyschewa (Kasachstan) und bei den Herren zweimal Mikael Kingsbury (Kanada). Im Ski-Cross setzten sich hingegen in Innichen bei den Frauen Heidi Zacher (Deutschland, wie erwähnt) bzw. Sandra Näslund (Schweden) und bei den Herren zweimal Marc Bischofberger (Schweiz) durch.

– Und in der Halfpipe in Peking triumphierten bei den Frauen Zhang Kexin (China) und bei den Herren Thomas Krief (Frankreich). Bei den zehn Wettkämpfen am 20./21.12. waren Kanada (zweimal Gold, einmal Silber, dreimal Bronze) und die Schweiz (zweimal Gold, einmal Silber, zweimal Bronze) am besten. Zwei Entscheidungen im Weltcup im Ski-Feestyle/Slopestyle gibt es noch am 23.12. in Font Romeu.

Bei den vier Weltcup-Entscheidungen im Snowboarden am 21.12./22.12. in Peking (Halfpipe) und in Cervinia (Snowboard-Cross) schafften in der Halfpipe Liu Jiayu (China, Frauen) bzw. Ayumu Hirano (Japan, Herren) die ersten Plätze. Die Goldmedaillen im Snowboard-Cross sicherten sich Michela Moioli (Italien, Frauen) und Omar Visintin (Italien, Herren). Sehr erfolgreichen bei den vier Snowboard-Entscheidungen waren Italien (zweimal Gold), Japan (einmal Gold, zweimal Silber, einmal Bronze) und China (einmal Gold, einmal Bronze).

Und im Ski-Alpin jubelten kurz vor Weihnachten noch Mikaela Shiffrin (USA) am 20.12. im Parallel-Slalom der Frauen in Courchevel und Marcel Hirscher (Österreich) am 22.12. im Slalom der Herren in Madonna di Campiglio. Beide Wettkämpfe gehören auch zur alpinen Weltcup-Serie 2017/18.

3.Update (25.12.2017): Bei den Weltcup-Wettkämpfen im Ski-Freestyle/Slopestyle am 23.12. in Font Romeu gewannen Tess Ledeux (Frankreich) bei den Frauen und Oscar Wester (Schweden) bei den Herren.

M.M.